Transport

Ärgernis Elefantenrennen – Wenn LKW sich gegenseitig überholen

LKW überholen sich auf der Autobahn
LKW überholen sich auf der Autobahn
geschrieben von Ekki Kern

„Lastwagen beendet Überholmanöver nach 16 Jahren“, schrieb das Satiremagazin „Der Postillon“ einmal spöttisch. Fest steht: Die sogenannten Elefantenrennen unter LKW sind bei Autofahrern besonders unbeliebt. Gerade dann, wenn die Autobahn nur vierspurig ist, also pro Richtung zwei Fahrstreifen hat, wird es eng. Überholt ein LKW dann einen anderen, ist zähflüssiger Verkehr dahinter vorprogrammiert. Mit allen Folgen.

Als Autofahrer ist es natürlich immer leicht, sich über schwere und langsame LKW aufzuregen. Doch tut man sicher gut daran, sich einmal in die Situation der Fahrer zu versetzen, die oft unter massiven Zeitdruck stehen, weil sie ihre tonnenschwere Ladung rechtzeitig zum Ziel transportieren müssen. Wenn man dann noch bedenkt, dass andere Trucks ihnen wertvolle Minuten und auf die Dauer sogar Stunden stehlen, erscheint ein solcher Überholvorgang natürlich in völlig anderem Licht.

Dass selbst das Passieren eines anderen LKW an strenge Vorgaben gekoppelt ist, macht ein Urteil des Oberlandesgerichts Hamm klar, wonach ein LKW-Überholmanöver nur noch 45 Sekunden dauern darf. Im Beschluss heißt es hierzu zunächst:

Es gilt (…) eine sowohl für LKW- als auch für Pkw-Fahrer zumutbare und für Verkehrsüberwachungsmaßnahmen praktikable Lösung zu finden.

Nur dann, wenn „der Verkehrsfluss durch einen LKW-Überholvorgang unangemessen behindert wird“, komme eine Ahndung nach § 5 Abs. 2 S. 2 StVO in Betracht. Dies sei beispielsweise dann nicht der Fall, wenn sich ein solcher Vorgang zu verkehrsarmer Zeit auf einer dreispurigen Autobahn abspielt, und der schnellere Pkw-Verkehr ohne weiteres auf die dritte (äußere linke) Spur ausweichen kann. Gleiches kann für eine ansonsten leere zweispurige Autobahn gelten.

Ahndungswürdig, wie es heißt, ist ein Überholen von/durch LKW (sog. „Elefantenrennen“) jedoch dann, wenn ein solcher Vorgang wegen zu geringer Differenzgeschwindigkeit eine unangemessene Zeitspanne in Anspruch nimmt und der schnellere Pkw-Verkehr „nicht nur kurzfristig behindert wird“.

Weiter heißt es:

Als Faustregel für einen noch regelkonformen Überholvorgang geht der Senat von einer Dauer von maximal 45 Sekunden aus.

Unter Berücksichtigung der Länge eines zu überholenden Fahrzeugs von knapp 25 Metern und den vor und nach dem Überholen vorgeschriebenen Sicherheitsabständen von jeweils 50 Metern entspräche dies einer Geschwindigkeit von 80 km/h für das überholende und einer solchen von 70 km/h für das zu überholende Fahrzeug, heißt es im Beschluss.

Der Senat sei sich allerdings bewusst, „dass mit dieser Faustregel den unterschiedlichen Interessen der Verkehrsteilnehmer und der Vielzahl denkbarer Verkehrssituationen (z. B. Überholen mehrerer LKW durch mehrere LKW) nicht immer hinreichend Rechnung getragen werden kann“. So sei es nach der gesetzlichen Regelung schlicht nicht möglich,  jegliche Behinderung des schnelleren Verkehrs durch LKW-Überholvorgänge auszuschließen.

Trotzdem: Überholvorgänge auf zweispurigen Autobahnen, die bei einer Dauer von mehr als 45 Sekunden bzw. einer Differenzgeschwindigkeit von unter 10 km/h zu einer deutlichen Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer führen, unterliegen nach dieser Vorschrift einer bußgeldrechtlichen Ahndung.

Für LKW-Fahrer heißt das alles eigentlich nur eines: mehr Stress bei der Arbeit. Dass auch andere Verkehrsteilnehmer diese Belastung zu spüren bekommen, darf da nicht weiter wundern.


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Über den Autor

Ekki Kern

Ekki Kern war von 2016 bis 2018 Chefredakteur von Mobility Mag. Ausbildung zum Medienredakteur an der Berliner Axel Springer Akademie und bei der "Welt". Gerne unterwegs in Bahn, Bus und Auto, mag sein Rennrad und interessiert sich beruflich wie privat auch für Film, Fernsehen und Radio.

52 Kommentare

  • Viel schlimmer als Elefantenrennen sind Dauermittelspurfahrer, die konstant mit 100 – 120 km/h auf der mittleren Spur fahren, auch wenn recht reichlich Platz wäre. So wird aus jeder 3-spurigen Autobahn wieder eine 2-spurige gemacht.
    Das Elefantenrennen ist irgendwann vorbei. Selbst wenn es erst nach 5 km ist.
    Dauermittelspurfahrer klemmen aber auch 200 km auf der mittleren Spur fest, weil irgendwo am Horizont auf der rechten Spur ein 15 km/h langsamerer LKW zu erahnen sein könnte, den man optimistisch gerechnet doch schon in ca. 45 Minuten erreichen würde.
    Irgendwo habe ich mal die Empfehlung gelesen, dass man nach rechts sollte, wenn man (unter Beachtung der Sicherheitsabstände) ca. 20 Sekunden niemanden überholen würde. Das finde ich eine vernünftige Faustregel.
    Dem Phänomen der unbekannten 3. Spur hat sich der Postillon übrigens neulich ebenfalls angenommen.

    • das ist ja schön und gut Bernd, was du da schreibst. Aber das wichtigste bedenkst du nicht. Die rechte Spur ist heutzutage zu einer regelrechten LKW Spur geworden, das heißt, die Fahrbahnen sind deformiert, meist mit breiten und ständigen Spurrillen. Kannst Du mir mal erklären, wie ich auf einer solchen Spur meine 120 km/h ohne Schleudergefahr fahren kann ? auf gut deutsch: es geht nicht, deshalb sind die 120 km/h Fahrer bei freier Autobahn in der Mittelspur zu dulden. Anders schauts natürlich bei den ganz langsamen Fahrzeugen aus…

    • Also Ralf …. so ja nun nicht! Eine dümmere Ausrede habe ich ja noch nie gehört. Es scheint als seist Du auch ein typischer Dauermittelspurfahrer.
      Du bildest mit Sicherheit auch bei einem Stau keine Rettungsgasse ….. sofern Dir das überhaupt ein Begriff sein sollte!
      Du bist einer, den keiner auf der Autobahn sehen will!!!!!
      In Deutschland herrscht immer noch Rechtsfahrgebot, mit oder ohne Spurrillen!!!!!!

    • Ralf, du bist auch so einer gell? Schön Mitte fahren, selbst wenn die rechte Spur freier als frei is?! Wegen solcher Spur-Vergewaltiger, krieg ich manchmal n Kollaps hinterm Steuer. Es gilt immer noch das Rechtsfahrgebot, auch wenn nicht mehr so streng. Aber wenn frei is, fährt jeder vernünftig denkende Mensch auch rechts rüber!!!!!

    • Tja….. Leider auch wieder so eine faule Ausrede von Leuten denen ein Spurwechsel zu gefährlich oder zu umständlich ist.

      Mit einer Jahresfahrleistung von etwa 80 – 90 tkm. pro Jahr. Seit etwa 20 Jahren darf ich aus eigener Erfahrung versichern das nur in etwa 5-8% der Witterungsbedingungen selbst bei stark deformierter „LKW-Spur“ diese ein gewisses Risiko bergen. Falls Fahrzeug und Bereifung in Ordnung sind.

      Leider sind die Möchtegern-Verkehrsprofis und Hilfserzieher auf der mittleren Spur die wesentlich größere Bedrohung. Meist ohne Gefühl für Abstände und Geschwindigkeiten unterwegs und dank mangelnder Fahrpraxis in der tödlichen Situation Spurwechsel überfordert. Stures halten der mittleren Spur da ja ( die oft leere ) rechte Spur nur für LKWS ist provoziert leider sehr oft ein völlig unnötiges auffahren mehrere Fahrzeuge im Bereich Mitte / links der BAB. Leider eine Geschichte die vielen Polizeibeamten noch immer kein Eingreifen Wert ist. Wie gesagt, vielen nicht allen….. Und denen die nicht nur die Raser. Sondern auch die Penner mal aufs Korn nehmen hier mal mein Dank….

  • Schlimmer, weil wesentlich häufiger sind nur noch die „Mittelspurfahrer“ welche, wenn die mittlere Spur fehlt, einfach konstant und langsam nur links fahren…

  • Mich stört nicht der überholende LKW, sondern das Verhalten des Fahres, der überholt wird. Würde der nur mal ganz kurz vom Gas gehen, wäre der Überholvorgang ruckzuck abgeschlossen und er würde selbst sicherlich nur ein paar Sekunden verlieren. Aber lieber wird dann noch mehr Gas gegeben, so dass dann der Überholende oft wieder hinten einscheren muss oder es ewig dauert.

    • Das Fahrverhalten eines LKW ist nicht mit dem eines PKW zu vergleichen. Der Fahrer kann nicht „mal eben Gas wegnehmen“ um langsamer zu fahren und den Überholenden besser passieren zu lassen. Ein voll beladener LKW braucht dann nicht ein paar Sekunden, sondern Minuten und mehrere Kilometer, um die verlorene Dynamik wieder aufzuholen. Meistens werden Überholvorgänge abgebrochen, weil die Steigung der Autobahn sich ändert, die Windverhältnisse sich ändern oder andere äußere Faktoren negativ einwirken.

    • Sorry, Ulli, aber so ist es nicht. Selbst der alte Rundhauber-Magirus, den ich ab und zu mal fahre, braucht mit seinen 125 PS für 7,5 Tonnen nicht mehrere Kilometer, um von 50 auf 70 zu kommen.
      Ansonsten wäre hinter jeder Ampel Stau. Fast jedem LKW kann ich sehr entspannt mit meinem PKW hinterherfahren, wenn er vor mir losfährt. Manchmal muß ich mich sogar dabei beeilen, so schnell sind einige.

    • Liebe Alina, würde ich den Fuss (wir fahren alle mit Tempomat) vom Gas nehmen dann würde sofort mein Hintermann zum Überholen ansetzen…….

    • das stimmt! Genau wie die Leute, die sich über Tierunwürdige Zustände in Hühnerfarmen beschweren und dann Chicken-Nuggets bei Aldi/Lidl/Norma kaufen!

  • Hallo Herr Kern.
    Mich stören überholende LKW´s nicht, da ich mich im Supermarkt gerne vor volle Regale stelle und morgens pünktlich Zeitung lesen möchte.
    Schlimmer sind die Autofahrer, die einen bei 140-Tempomat-km/h überholen und dann langsamer werden.

    • Herr Schuch,
      auch wenn Sie es nicht glauben, es kommt immer zu Verzögerung. Ein LKW fällt aus, ein Mitarbeiter wird krank, Stau und Polizeikontrollen usw. und das Tolle daran, dass alle Logistiker und Lageristen dieser Welt einen ausreichenden Mindestbestand einplanen,zumindest wenn sich diese in ihren Beruf auskennen, damit Engpässe für den Kunden kaum spürbar sind. Ein riskantes Überholmanöver, das auch in anderen Länder grundsätzlich verboten ist, ist kein brauchbarer Akt, der die Lieferfähigkeit garantiert.

  • Mathespielchen sind ja gut! Also wenn ich als LKW 3 Minuten zum Überholen braucht (Keine Seltenheit), überhole ich mit einer Differenz von 2,5 km/h. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 80 km/h und einer Fahrzeit von 8h würde ich also 15 Minuten am Tag herausholen. Aber nur wenn ich diese 2,5 km/h über die 660 km durchhalte. Das sprengt keinen Termin behindert aber dutzende schneller fahrende Verkehrsteilnehmer. Da bedanke ich mich doch bei den LKW-Fahrern für den mir entgegenbrachten Respekt. Und das hat nichts mit Onlinehandel zu tun sondern nur mit Respektlosigkeit.

  • Wenn Ihr mir versprecht, vergammelte Ware zu kaufen und/oder vor leeren Regalen zu stehen etc. pp, dann verpreche ich euch nicht mehr zu Überholen.

    • Mehr lokale Produkte kaufen, dann vergammelt bei Ihnen auch nichts mehr auf dem LKW.

      Mal im Ernst, Sie wollen uns doch nicht weiß machen, dass die Produkte vergammeln würden, wenn Sie sich an die StVO halten würden? Oder dass die Regale dann leer sind? Dann müßte eben wieder anders geplant werden und schon geht das auch ohne Überholen.

  • Viel schlimmer als Elefantenrennen sind Menschen, die sich über alles und jeden aufregen.

    Warum ist der Rand vom Käse schon wieder hart
    und warum ist der Hamster gestorben?
    Warum hat der Hund den Haufen mitten auf die Wiese gemacht
    und warum stinkt das?
    Warum können wir nicht auf Bären zur Arbeit reiten
    und warum ist der Nachbar so laut?
    Warum, ja warum, ja warum, warum regst du dich denn auf?

  • Ich muss immer wieder feststellen, das in mehr als 75% der Fälle von Elefantenrennen der Überholende zu schnell fährt, während der Überholte korrekte 80 km/h einhält. Die meisten Lkw-Überholvorgänge sind somit Verstöße gegen die StvO. Warum regelt man Lkw nicht automatisch bei 85 km/h ab, dann gibt es 3/4 dieser Verkehrsbehinderungen nicht mehr.

    • Diese Abregelei verursacht oft das Problem. Da will man grad überholen, weil der andere LKW am Berg langsamer wird und du eigentlich genug Power hast zum überholen, aber wirst dann leider abgeregelt anstatt mal eben etwas schneller zu fahren. Und dann ist die Steigung auch schon wieder vorbei und der andere dann gleich schnell und man kommt nicht vorbei. Sehr frustrierend das und am nächsten Berg ist es das selbe wieder. Wenn ich einen ungeregelten LKW habe fahr ich zum Überholen auch mal kurz 90 und das Überholmanöver ist weniger lang.

    • aha, der LKW fährt 5 km/h zu schnell…wenn der durchschnittliche Autofahrer „nur“ 5 km/h schneller als vorgeschrieben unterwegs wäre, gäbe es wesentlich weniger Probleme auf deutschen Autobahnen. Aber das ist ja wieder was ganz anderes…
      Klar nervt es ab und an mal, aber ich möchte meinen Job nicht mit dem eines LKW-Fahrers tauschen. Es geht halt nicht immer schnell! schnell! und Ich! Ich! . Einfach mal einen gang zurückschalten und das ganze etwas relaxter angehen.

  • Der Kommentar kann ja nur ironisch gemeint sein. In Zeiten der Drosselung auf 85 km/h (?!?) sind die LKW ohnehin alle fast gleich schnell. Die, die schneller sind, übertraten dann in aller Regel die Höchstgeschwindigkeit. Es gibt für LKW-Fahrer also überhaupt keinen Grund mehr zu überholen, außer vielleicht an sehr steilen Steigungen.

    Wenn Sie den Druck von den Fahrern nehmen wollen, dann sollte ein allgemeines Überholverbot für LKW mit einzelnen freigegebenen Stellen die bessere ösung sin, dann hat der Grad der Übertretung der Regeln keinen einfluß mehr auf die Beförderungsgeschwindigkeit. Der Fuhrunternehmer muß dann wieder mit realen Zeiten rechnen und kalkulieren. Da alle gleich schnell fahren entsteht auch keine Wettbewerbsverzerrung.

    Neben der Situation, dass LKW überhaupt überholen, ist aber das Thema, dass die Damen und Herren ausscheren, egal ob dort Platz ist oder nicht, ein viel wichtigeres Thema. Und dafür kann man nun eben nicht den Zeitdruck und die bösen Unternehmer und die PKW-Fahrer, die schlechte Kindheit und was sonst noch verantwortlich machen.

  • LKW’s auf die Schiene, unsere Strassen, Brücken, Nerven und Umwelt dankt es uns. Notorische Spur-Blockierer kontrollieren und mit kleinen Bußgeld ausbremsen. Am besten diese Thematik in Fahrschulen höher aufhängen! Danke

    • na klar, und die bahn hält genau vor dem supermarkt in dem du einkauft. deine möbel holst du dir am bahnhof ab und zum tanken fährst du in die raffinerie. gibts nen namen für deine eigene kleine welt in der du lebst?

    • Die Diskussion hatte ich letztes Jahr auch mal mit einem Fuhrunternehmer angesprochen. Das eigentliche Problem dabei ist, dass die Bahn, um 10% des LKW-Verkehrs aufzunehmen, ihre Kapazitäten für Gütertransport nahezu verdoppeln müßte. Dann bleibt immer noch das Problem, dass die Materialien ja auch zu den Umschlagbahnhöfen gebracht werden müßten.

      Kapazitätserweiterung bei der Bahn: unwahrscheinlich in der Größenordnung.
      Güterverkehrentwicklung stark steigend –> Am Ende sind die Tarnsporte doch auf der Straße.

  • die lösung ist doch furchtbar einfach, endlich ein allgemeines tempolimit von 100 km/h auf deutschen autobahnen. moderne lkws sind heute ohne weiteres in der lage sicher mit 100 km/h unterwegs zu sein. ALLE sind gleich schnell, keiner muss mehr überholen, keiner muss sich mehr aufregen. die gesetze die lkws auf 80 km/h beschränken sind jahrzehnte alt und berücksichtigen in keinster weise den heutigen stand der technik.

    • Genau, Stand der Technik.
      Nicht zuletzt wegen nicht angepasster Geschwindigkeit und unterdimensionierter Bremsanlagen rasen ja immer wieder Lkw in Stauenden …
      Unsinn folglich.

    • Sowas dummes habe ich ja noch nie gehört – Tempolimit 100km/h
      Erstens braucht man dann für die gleiche Strecke deutlich länger und zweitens würde ich Ihnen mal empfehlen in die Staaten zu reisen und sich dort von zwei LKWs rechts und links überholen zu lassen – schönes Gefühl 😉
      Da fahr ich lieber schneller.

    • unterdimensionierter bremsanlagen? das kann nur jemand sagen der von technik keine ahnung hat. und rechts und links von lkws überholen lassen ist gefährlich? ich bin eher der meinung wer angst vor dem autofahren hat sollte besser die bahn oder ein taxi nehmen. angst vor lkws, aber unbegrenzt raßen wollen, das ist logisch. . .

    • @Wolf
      Ich rede (natürlich!) nicht von den noch recht seltenen Fahrzeugen modernster Bauart, sondern von den (geschätzten) 80% „Oldies“, auf welche diese Feststellung zutrifft.

  • Ist aber schon doof wenn der Lkw vor einem verschlossenen Tor steht und ihn nur 10min fehlten. Anschlusstour kann man dann auch knicken. Schonmal drüber nachgedacht was das für kosten sind? Aber ist egal, fährt halt ein Pole, Rumäne oder Bulgare die touren. Die nehmen das nicht so eng mit den Gesetzen (Ausnahmen bestätigen die Regel )
    Ok, der deutsche Fahrer bekommt dann halt ALG1, macht ja nix. Sie bezahlen das sicher gerne damit sie nicht 1 min später ankommen, wo auch immer 😉

    • ich sags doch, temolimit für alle, der umwelt und der nerven zu liebe. lange wirds nicht mehr dauern bis auch die lkw fahrer mal steiken werden, dann ist der jammer groß.

  • Ich fahre seit 40 Jahren im Außendienst auf deutschen Autobahnen und kann hier wirklich aus Erfahrung berichten. Mit ganz wenigen Ausnahmen sind die LKW-Fahrer, angetrieben von unglaublich engen Terminplänen, zu einer rücksichtslosen Fahrweise gezwungen. Es wird das Recht es stärkeren ausgelebt. Ich habe so ein Verhalten, bei dem ein LKW ohne einen Blinker zu setzen, am Berg zum Überholen ansetzte mit viel Glück nur knapp überlebt. Er scherte sich einen Dreck um die Dinge, die hinter ihm passierten. Meine Lösung wäre ein grundsätzliches Überholverbot für LKW und eine strikte Begrenzung auf 80 km. Ich glaube nicht, das dadurch auch nur eine Zeitung zu spät im Laden liegen würde.

    • Alles so ein Schwachsinn!!! Heut zutage sind alle Lkw´s mindestens auf 89 km/h begrenzt. Und ein generelles Überholverbot würde auch nix bringen, so war es mal vor vielen Jahren und es kam nur zu Kilometer langen Stau`s. Das alle 80 km/h fahren sollen, wäre auch Schwachsinnig, da eh immer einer schneller laufen würde, wegen neuen Reifen. Ich bin selbst Berufskraftfahrer und mein Lkw läuft auch laut Tacho 89 km/h aber laut Gps 94 km/h. So fern alles frei ist überhole ich auch bei Überholverbot. ES gibt auch Rücksichtslose AUTOFAHRER sowohl auch LKWFAHRER, man könnte sich Drüber streiten. Viele Autofahrer bremsen auch einen grundlos aus.

  • Ich fahre pro Woche ca 800 km. Die Autobahn ist auf der Hälfte der Strecke sechsspurig ausgebaut und komplett neu gemacht in den letzten 5 Jahren. Da gibt es keine Spurrillen auf der rechten Spur und trotzdem fährt kaum ein PKW dort, auch wenn kaum LKW unterwegs sind. Solche Ausreden wie die von Ralf bringen mich ehrlich gesagt zur Weißglut. Wer eine Autobahn sehen will, die so schlecht ist, dass man mit 120 nicht ohne Gefahr für Leib und Leben fahren kann, der muss in Deutschland vermutlich sehr lange suchen, bis er fündig wird. Im Berufsverkehr wird durch die nur unwesentlich schneller als LKW fahrenden Mittelspurfahrer definitiv der Verkehr behindert, erlebe ich regelmäßig. Traurig.

  • Also ich finde das LKW auch das Recht haben sollten sich gegenseitig zu überholen. Die haben auch einen schweren Job und müssen gewisse Fristen einhalten! näää

  • Ich bin für ein generelles Überholverbot für LKW!
    (Außer bei Traktoren, Baumaschinen…)

    StVO:
    „§5 Überholen
    (2) … Überholen darf ferner nur, wer mit wesentlich höherer Geschwindigkeit als der zu Überholende fährt. “

    10 km/h sind wohl kaum „wesentlich höher“.

  • „Wenn man dann noch bedenkt, dass andere Trucks ihnen wertvolle Minuten und auf die Dauer sogar Stunden stehlen, …“
    Sorry, aber das ist Blödsinn.
    Die Überholer holen sich Zeit. Und wie machen sie das? Indem sie die (wenigen) LKWs überholen, die sich an die vorgeschriebenen 80km/h Höchstgeschwindigkeit halten. Also verschaffen sie sich einen Vorteil, indem sie vorsätzlich die Geschwindigkeit übertreten und so andere in Gefahr bringen. Sowas nennt man wohl asozial.

    Auf der A9 gab es vor einiger Zeit bei Allershausen eine ziemlich lange Baustelle, in der die Geschwindigkeit auf 60km/h beschränkt war. Man könnte meinen, ein Großteil aller LKW-Fahrer sind Analphabeten. Oder was kann es sonst sein, daß man trotz 70 auf dem Tacho (=66km/h GPS) von hinten angeblinkt, gehupt, genötigt, gedrängelt wird?
    Interessant war es dann, als der Baustellenbereich zu Ende war, die Geschwindigkeitsbegrenzung und das Überholverbot für Fahrzeuge mit mehr als 2m Breite aber noch nicht aufgehoben war. Mein Fazit lautet: Sobald ein LKW-Fahrer oben auf dem Bock sitzt, verhält er sich wie ein Idiot. Da werden Verkehrszeichen mißachtet und trotzdem überholt, sich weiter beschwert, gehupt und geschimpft über ein Problem, das sie selbst verursacht haben. Hätten sie sich an die vorgegebene Gschwindigkeitsbegrenzung gehalten, würde es das Problem nicht geben.

    Oder hier in der Umgebung, hier ist auf der Autobahn durchgängig 80km/h. Aber nein, sogar LKW-Fahrer brettern auch im dichtestsen Berufsverkehr mit 90km/h und mehr durch ohne Rücksicht auf Verluste (ja, die meisten PKW-Fahrer sind auch nicht besser). Für ein Versehen halte ich das aber kaum.

  • Ich höre immer wieder, dass man Verständnis für die Armen LKW-Fahrer aufbringen muss, weil die ja unter Termindruck stehen.
    Glaubt ihr denn allen Ernstes, dass man wenn man beruflich im PkW unterwegs ist keinen Termindruck hat??? Da wünsche ich mir auch mal Verständnis von Seiten der Trucker.

  • Beide Fahrzeuggruppen sind zu verstehen. Erledigt wären die „Elefantenrennen“ mit ihren Gefahren, wenn für LKW ab 80 km/h grundsätzlich Ueberholverbot gelten würde, ausschließlich der Ueberholverbotbeschilderungen an Steigungen.

  • Ne bei Tempo 100 für Alle kommen wir ja nie mehr an. 🙂 Es sollte einfach bei den Transportern geschaut werden, dass wirklich eine Art Überholverbot gilt. Ich verstehe die Transportfirmen, die schnell ans Ziel wollen und müssen, aber die Gefahren durch das ewige überholen der LKW’s ist echt eine Gefahr.

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