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Bäm! Chinesisches Elektroauto Aiways kommt nach Deutschland – und kostet weniger als 40.000 Euro

Aiways U5, SUV, Elektroauto
Der Aiways U5: Kampfansage an deutsche Autobauer. (Foto: Screenshot / ai-ways.eu)

Elektroauto-Freunde aufgepasst. Deutschland bekommt in diesem Sommer einen brandneuen Elektro-SUV, den Aiways U5. Das Fahrzeug kommt aus China, bietet 400 Kilometer Reichweite und soll weniger als 40.000 Euro kosten. 

2020 scheint kein gutes Jahr für die deutschen Autobauer zu werden.

Erst wird das Konjunkturpaket an der Autolobby vorbei geschnürt – und fördert plötzlich Elektroautos, ein Marktsegment in dem es bei Daimler, BMW, VW & Co. recht mau aussieht. Dann ist US-Autobauer Tesla mehr wert als die großen drei Autobauer zusammen. Und auch der Abgasskandal lässt wieder grüßen.


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Und dann kommt auch noch Aiways.

Erste Autos im Juli erwartet

Der Newcomer aus China wurde erst 2017 gegründet und hat jetzt schon ein serienreifes Modell, den U5, am Start. Die ersten 500 Modelle sind schon in den USA eingetroffen. In Europa sollen im Juli ebenfalls die ersten 500 Modelle ankommen.

Es ist noch nicht ganz klar, in welche Länder alle Fahrzeuge verteilt werden und ob weitere folgen. Das wird wohl die Nachfrage entscheiden. Doch so viel scheint festzustehen: Deutschland, die Schweiz und Norwegen werden von Aiways definitiv angesteuert.

In Deutschland arbeitet Aiways mit dem Vertreiber Euronics, einem Elektronik-Spezialisten, zusammen. Hier soll der Elektro-SUV dann in den Showrooms ausgestellt werden und dort kannst du ihn dann auch probefahren. Du kannst dich über den Newsletter von Aiways schon dafür anmelden. Die Bestellung und Konfiguration werden online laufen.

Für die Wartung ist wiederum Aiways-Partner ATU zuständig. Das wird allerdings wohl eine Weile nicht ganz so wichtig sein. Die erste Sicherheitsinspektion beim Aiways U5 ist erst nach 100.000 Kilometern vorgesehen.


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Auch der ehemalige Audi-Ingenieur Roland Gumpert ist mit Aiways Ingolstadt dabei. Gumpert arbeitet selbst an einem Elektro-Superauto, Nathalie Race.

Aiways U5: Solides Elektroauto, guter Preis

Die Specs vom Aiways U5 klingen solide und auch erste Testberichte sind sehr positiv. Das Fahrzeug ist mit 4,68 Metern Länge, 1,87 Meter Breite und 1,70 Meter Höhe und sehr geräumig und bietet mit einem 432-Liter-Kofferraum auch viel Stauraum.

Aiways U5, Elektroauto, SUV

Der Aiways U5 ist sehr geräumig. (Foto: Screenshot / ai-ways.eu)

Es gibt übrigens einen doppelten Lagebogen im Kofferraum. In China sollen dort Wechselakkus lagern, die nochmals 100 Kilometer zusätzliche Reichweite bieten. In Deutschland bleibt dies, aufgrund mangelnder Infrastruktur, aber zunächst leerer Stauraum.

Die Bedienung läuft vor allem über den Touchscreen (Android). Hier kannst du zum Beispiel den Fahrmodus (Öko, Standard oder Sport) einstellen sowie den Rekuperationsmodus feintunen. Eine 360-Grad-Kamera ist auch dabei.

Der Akku bietet eine Kapazität von 63 Kilowattstunden und ist im Schnellladeverfahren in 27 Minuten von 30 Prozent auf 80 Prozent aufgeladen.

Der 140-Kilowatt-Motor bietet eine Reichweite von etwa 400 Kilometern nach WLTP-Verfahren. Der Stromverbrauch liegt wiederum zwischen 17,4 und 16,3 Kilowattstunden pro 100 Kilometer.

All das soll es mit Vollausstattung unter 40.000 Euro geben, also für einen Elektro-SUV wirklich bezahlbar. Allerdings kannst du den Aiways vorerst nur leasen. Leasing-Raten sind bislang jedoch noch nicht bekannt.

Diese werden wohl im Juli oder August bekannt gegeben. Ende August wirst du das Fahrzeug dann voraussichtlich leasen können.

Besser hätte man es nicht planen können

Der Eintritt in den deutschen Markt könnte nicht besser sein.

Deutsche Autofahrer werden sich nach Elektroautos umsehen, Umweltprämie sei Dank, und bei deutschen Herstellern wenig finden. Volkswagen hat noch Probleme mit seinem ID.3 und hat sich mit seinem Skandal-Werbespot auch keinen Gefallen getan.

Das unbeschriebene Blatt Aiways mag da eine willkommene Alternative für deutsche Autokäufer sein. Es wäre daher nicht verwunderlich, wenn wir das Aiways-Logo künftig in Deutschland auf den Straßen sehen.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitätstrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

1 Kommentar

  • Dass man auch billig Autos bauen kann ist in China ja bekannt. Deutschland muss da noch Nachhilfestunden buchen. Das Angebot ist gut, die 100000Km Sicherheits- Inspektion ist wohl großzügig ausgelegt. Dass man den Wagen aber nur Leasen kann, das ist nicht gut. Die Umweltbonusse für E Autos, geht das dann auch. Denn die Leasingfirma ist ja der Besitzer, wer darf da lachen und die Hände aufhalten??? Sonst ist es gut, denn die Deutschen Hersteller brauchen Konkurenz. Aber wo wollen sie dann noch Betrügereien unterbringen, diese Frage beantworten sie uns auch.

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