Start-ups Transport

AppScooter – der „Tesla auf zwei Rädern“ – geht in Serienproduktion

Bolt AppScooter
Bild: Bolt
geschrieben von Marinela Potor

Der app-basierte Elektroroller AppScooter von Bolt, auch bekannt als der „niederländische Tesla auf zwei Rädern“, hat seine Crowdfunding-Kampagne auf Seedrs heute mehr als erfolgreich abgeschlossen. Anstatt der angestrebten 1,5 Millionen Euro sammelte das Start-up über 3 Millionen Euro ein. Das Geld will Bolt nutzen, um den internetfähigen E-Scooter 2018 auf den Markt zu bringen.

Sie sind klein, bunt, niedlich – und riesige Umweltsünder.

Motorroller.

Nach einer Studie der University of Cambridge sind Motorroller sogar bis zu tausendmal umweltschädlicher als ein kleiner Lieferwagen.

Die Innenstädte von stinkenden Rollern befreien

In Ländern, wie Indien und China, die besonders vom Smog der Zweiräder in den Innenstädten betroffen sind, geht die Regierung rigoros gegen die rollenden Luftverschmutzer vor. Zum Teil dürfen motorisierte Roller gar nicht mehr in die Innenstädte fahren.

Auch in Europa gibt es in einigen Städten gesetzliche Maßnahmen gegen Scooter mit Verbrennungsmotor. In Tübingen wurde zum Beispiel eine „Abwrack-Prämie“ eingeführt, wenn Rollerfahrer ihre alten Gefährte gegen einen E-Roller oder ein Pedelec eintauschen.

Dem niederländischen Start-up Bolt ging das alles nicht weit genug. Das Unternehmen mit Sitz in Delft will darüber hinaus „eine sichere, skalierbare und umweltfreundliche Alternative zu Benzin- und Dieselfahrzeugen schaffen.“

AppScooter Bolt

Bild: Bolt

Schnell, smart und 400 Kilometer Reichweite

Doch nicht nur das. Mit seinen technischen Features hat der E-Scooter den Spitznamen „Tesla auf zwei Rädern“ bekommen. Zu den Specs gehören zum Beispiel eine Reichweite von 400 Kilometern (möglich gemacht durch die Kapazität des AppScooter sechs Batteriemodule gleichzeitig aufzubewahren) sowie eine Beschleunigung von 0 auf 45 Kilometer pro Stunde in 3,3 Sekunden – was den Scooter zum am schnellsten beschleunigenden Roller auf dem Markt macht.

Hinzu kommt ein Touchscreen, mit einer 4G-Internetverbindung und smarten Funktionen wie etwa das Annehmen von Anrufen, automatische Antwortverschickung („Ich fahre“) damit die Fahrer nicht abgelenkt werden, Navigationssystem sowie das Abspielen von Musik während der Fahrt. Und all das, ohne die Hände vom Lenkrad nehmen zu müssen.

Touchscreen AppRoller Bolt

Bild: Bolt

Nicht schlecht. Oder, wie das Unternehmen es ausdrückt,

pretty freaking awesome!

Bolt will Rollermarkt aufmischen

Das Ganze ist natürlich nicht nur aus Liebe zur Umwelt entstanden. Der Rollermarkt ist ein Markt im Wert von rund 30 Milliarden US-Dollar. Ein Markt, den die Bolt-Gründer mit dem AppScooter gründlich aufmischen wollen. „Unser Ziel ist es, bis 2020 mehr als eine Viertel Millionen Roller an Kunden geliefert zu haben. Wir sind hocherfreut an der Spitze eines lukrativen Marktes, im Wert von über 30 Milliarden Pfund pro Jahr, zu sein“, sagt Mitgründer und CEO Bart Jacobsz Rosier.

Die Serienproduktion soll direkt beginnen. Kunden können ab sofort ein Modell bestellen und dabei Optionen wie Farbe, Motor, Batteriegröße, Felgen oder Windschutzscheibe individuell auswählen. In Deutschland soll der AppScooter ab Frühjahr 2018 lieferbar sein. Kostenfaktor: 2990 Euro.

Auch spannend:


Vernetze dich mit uns!

Like uns auf Facebook oder folge uns bei Twitter


Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin auf Weltreise und Chefredakteurin vom Mobility Mag. Seit 2013 hat sie keinen festen Wohnsitz mehr und schlägt sich als digitale Nomadin um den Globus.

Kommentieren