ZUKUNFT

Umfrage: Wie stehen die Deutschen zu autonomen Autos?

Grafik autonomes Fahren
Wie stehen die Deutschen zu fahrerlosen Autos? (Foto: Screenshot / Capgemini)
geschrieben von Marinela Potor

Vorfreude oder Panik: Wie stehen die Deutschen eigentlich zu autonomen Autos? Eine Umfrage des Capgemini Research Institute zeigt: Die Skepsis ist groß, die Neugierde aber auch.

Roboterautos statt Polizeistreife, fahrerlose Busse und Autopiloten, die das Steuern unserer PKW übernehmen: Für manche klingt das aufregend und spannend, andere bekommen schlichtweg Panik, wenn sie an autonome Fahrzeuge denken.

Wo genau stehen die Deutschen? Was ist ihre Sicht auf fahrerlose Autos? Das Capgemini Reserach Institute wollte dies herausfinden und hat daher über 5.500 Verbraucher aus aller Welt dazu befragt, darunter auch Verbraucher aus Deutschland.

Deutsche sind noch skeptisch

Im internationalen Vergleich gehören die deutschen Verbraucher eher zu den Skeptikern, wenn es ums autonome Fahren geht. Während die Mehrheit der Chinesen oder Schweden sich auf fahrerlose Autos freuen, ist Deutschland hier gespalten.

30 Prozent der Deutschen gaben an, negative Gefühle gegenüber der Technologie zu haben. Dazu gehören unter anderem Angst, Kontrollverlust oder Wut.

Immerhin: 38 Prozent der Befragten scheinen autonome Fahrzeuge eher positiv zu sehen. Sie verbinden die neue Art der Mobilität mit Vorfreude, Freiheitsgefühl und Vertrauen.

Selbst wenn viele Deutsche die Technologie positiv sehen, ein gewisses Misstrauen bleibt. Die größte Sorge bereitet den Verbrauchern auf der ganzen Welt das Thema „Sicherheit“. 72 Prozent der Befragten trauen dem System der autonomen Technologie nicht und 73 Prozent trauen den Fahrzeugen an sich nicht.

Würdest du heute in ein autonomes Auto steigen?

Dazu passt auch, dass lediglich 17 Prozent der Deutschen heute in ein autonomes Auto steigen würden. Allerdings scheint es dennoch ein großes Vertrauen in die Entwicklung und Forschung zu geben.

Denn 61 Prozent der Deutschen könnten sich nach der Capgemini-Umfrage durchaus vorstellen, in zehn Jahren in autonome Autos zu steigen.

Doch wem vertrauen die Verbraucher sichere Fahrzeuge zu entwickeln? Wenn man bedenkt, wie viel Computertechnologie in den Autos steckt, überrascht die Antwort etwas.

Die meisten setzen hierbei nämlich nicht auf die Expertise von Technologie-Unternehmen, sondern auf die der traditionellen Autobauer (68 Prozent), dicht gefolgt – auch das ist interessant – von Elektroauto-Entwicklern wie Tesla (66 Prozent).

Neuen Tech-Start-ups trauen Verbraucher dagegen am wenigsten. Nur 39 Prozent glauben, dass sie zuverlässige Fahrzeuge entwickeln können.

Große Sorgen um Datenschutz

Ähnlich sieht es bei der Frage zum Datenschutz aus. Denn klar ist, wer in autonomen Autos unterwegs sein wird, der wird auch seine Daten weitergeben. Das kann an die Autohersteller selbst sein, an Behörden oder auch an Versicherungsunternehmen.

Generell fühlen sich die meisten Verbraucher weltweit dabei sehr unwohl. Die Mehrheit hat kein gutes Gefühl beim Teilen ihrer Daten in fahrerlosen Autos. Wenn sie schon ihre Daten offenlegen müssen, dann am liebsten an traditionelle Autobauer (49 Prozent) oder Behörden (45 Prozent).

Damit ist klar: Wenn man Verbraucher von der neuen Technologie überzeugen will, muss sowohl die Sicherheit der Fahrzeuge als die auch der Daten verbessert werden.

Mehr „Me-Time“ im Auto

Wenn gefragt, was sie sich denn eigentlich von einem fahrerlosen Auto erhoffen, ist die Antwort weltweit erstaunlich einheitlich: Die meisten Verbraucher erhoffen sich, dass sie mit autonomen Fahrzeugen Zeit sparen können.

Die meisten würden diese freie Zeit im Auto dafür nutzen, um mehr Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen oder einfach mehr „Me-Time“ zu genießen.

Besonders interessant dabei: 46 Prozent der Deutschen würden die Zeit im fahrerlosen Auto dazu nutzen, um digitalen Detox zu betreiben.

Was ist deine Einstellung zu autonomen Autos: Freust du dich auf die Technologie oder macht sie dir eher Angst?

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin auf Weltreise und Chefredakteurin vom Mobility Mag. Seit 2013 hat sie keinen festen Wohnsitz mehr und schlägt sich als digitale Nomadin um den Globus.

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