Transport

Kairo will erstes Bikesharing-System in Ägypten einführen

geschrieben von Marinela Potor

Gesünder leben, die Straßen von Autos entlasten und die Fahrradkultur stärken: Das sind die erklärten Ziele von Kairos Gouverneur Atef Abdel Hamid. Dazu unterzeichnete er jetzt ein Protokoll mit dem UN Human Settlements Programme, UN-Habitat. Mittelfristiges Ziel: Ägyptens erstes Bikesharing-System einführen.

Kairo setzt fürs Bikesharing auf ein staionenbasiertes System. Dazu sollen die Fahrradstationen an strategischen Punkten wie etwa dem Hauptplatz, entlang der Cornice und an der Universität aufgestellt werden. „Wir konzentrieren uns auf Orte, an denen sich junge Menschen normalerweise aufhalten, wie zum Beispiel Universitäteten, da sie unsere Hauptzielgruppe sind“, sagt Abdel Hamid.

Radfahren: Ägyptens neuer Nationalsport

In der ersten Phase will Kairo mehrere Fahrradwege bauen und 300 Fahrräder einsetzen. Das Projekt soll 1,5 Millionen-Dollar kosten und wird komplett von der Zürcher Drosos Stiftung finanziert. Die Stiftung will mit der Initiative „Bicicletta“ junge Menschen mobiler machen: „Bicicletta führt ein Bikesharing-Modell ein, das Hindernisse abbaut, mit denen sich junge Leute hinsichtlich ihres Zugangs zu Beschäftigung, Bildung und anderen Chancen konfrontiert sehen.“

Damit knüpft die Initiative an eine bereits existierende Fahrradkultur im Land: In den letzten Jahren ist Fahrradfahren in Ägypten so etwas wie ein nationaler Sport und Trend geworden, vor allem unter jungen Menschen. So beliebt, dass das Land mittlerweile eine sichtbare Fahrradgemeinschaft hat. So ist es zum Beispiel auch keine Seltenheit mehr, Frauen alleine auf Rädern zu sehen.

Mit der steigenden Beliebtheit des Radfahrens sind auch viele nationale Fahrradorganisationen entstanden. Genau diese sollen bei der Umsetzung des Bikesharing-Systems in Kairo mithelfen. Die Projektdauer wird von Drosos auf drei Jahre angesetzt.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin auf Weltreise und Chefredakteurin vom Mobility Mag. Seit 2013 hat sie keinen festen Wohnsitz mehr und schlägt sich als digitale Nomadin um den Globus.

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