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Flugsommer 2019: Weniger Entschädigungen für Fluggäste

Flughafen Passagier im Warteraum
Der Flugsommer 2019 ist vorbei. Das ist die Bilanz. (Foto: Pixabay / JESHOOTS-com)
geschrieben von Marinela Potor

Der Flugsommer 2019 ist vorbei. Jetzt wird es Zeit Bilanz zu ziehen. Eine Analyse des Verbraucherportals Flightright zeigt unter anderem: In diesem Jahr dürften Fluggäste mit weniger Entschädigungen wegen Ausfall oder Verspätungen rechnen. 

Das ist aber eine gute Nachricht. Denn sie bedeutet, dass das Flugchaos vom letzten Flugsommer in diesem Jahr ausgeblieben ist.

Nur halb so viele Flüge ausgefallen

Im Flugsommer 2019, also von Juni bis August, sind wesentlich weniger Flüge ausgefallen als zum gleichen Zeitraum im Vorjahr. Flightright rechnet vor, dass 2018 rund 6.200 Flüge gestrichen wurden. In diesem Sommer waren es dagegen nur knapp 3.300. Damit gab es 47 Prozent weniger Ausfälle.


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Zum einen waren die Streiks in diesem Jahr weniger dramatisch. Zum anderen waren die Fluglinien wohl besser vorbereitet, sagt Oskar de Felice, Fluggastrechtexperte bei Flightright in einem Statement: „Die Fluggesellschaften haben aus den Problemen des letzten Jahres gelernt und ihre Planung entsprechend angepasst.“

Die Fluglinien mit den meisten Ausfällen sind übrigens Sun Express (5,3 Prozent), Germanwings (2,2 Prozent) und Lufthansa Cityline (1,9 Prozent).

Rekordverspätung dauerte 40 Stunden

Die Airlines haben sich aber nicht nur bei der Ausfallquote gebessert. In diesem Sommer gab es auch weniger Verspätungen. Die Anzahl der verspäteten Flüge ging um 18 Prozent zurück. Fast alle Fluglinien haben ihre Bilanz verbessert.

Nennenswerte Ausnahmen sind dabei Easyjet und die türkische Airline Sun Express. Das Extrembeispiel des Sommers ist wahrscheinlich der Flug von Nürnberg nach Hurghada von Sun Express – mit 40 Stunden Verspätung!

Weniger Ausfälle und weniger Verspätungen bedeuten aber auch, dass die Entschädigungsansprüche der Fluggäste zurückgehen. Laut Flightright beläuft sich dieser Anspruch für die Monate Juni bis August auf rund 166 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr lag der Anspruch für diesen Zeitraum bei 300 Millionen Euro.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitätstrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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