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Blablahelp: Mit dieser App kannst du deinen Nachbarn in Coronazeiten helfen

Danke, Zettel, Küche, Smiley
Mit dieser App kannst du deinen Nachbarn in Coronazeiten helfen. (Foto: Pixabay / congerdesign)

Blablahelp heißt die brandneue App des Mitfahrportals Blablacar. Darüber kannst du deinen Nachbarn in Coronazeiten helfen – oder selbst Hilfe finden. Wir stellen dir die App genauer vor. 

Wer fährt in diesen Tagen eigentlich noch mit Mitfahrgelegenheiten irgendwohin?

Wahrscheinlich kaum jemand. Erstens soll und darf man aktuell gar nicht so mobil sein wie sonst. Zweitens gibt es ohnehin kaum Anlässe, um irgendwohin zu fahren. Und drittens ist die Idee von „Teilen statt Besitzen“ – sonst sicher ein löblicher Gedanke – in Zeiten, in der jeder verstärkt auf persönliche Hygiene achtet, für viele sicherlich einfach unbehaglich.


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Genau darum überlegen sich Shared-Mobility-Unternehmen kreative Alternativen für ihr momentan kaum bis gar nicht genutztes Angebot. Das Mitfahrportal Blablacar hat zum Beispiel eine neue Hilfe-App entwickelt: Blablahelp.

Blablahelp: So kannst du deinen Nachbarn helfen

Die Idee zu Blablahelp ist bei einem Hackathon von Blablacar entstanden. Ursprünglich sollte er unter dem Hashtag #CodeNight stattfinden, wurde dann aber in #CovidFight umbenannt.

Darunter konnte die Community des Unternehmens Hilfsideen einsenden, die dann von einem Team von Freiwilligen ausgewertet und umgesetzt wurden. So entstand am Ende Blablahelp.

Die App verbindet über die Standort-Funktion im Smartphone Nachbarn miteinander, solche, die Hilfe brauchen und die, die ihre Hilfe anbieten. „Besonders für hilfsbedürftige Menschen kann es in der aktuellen Situation schwierig sein, selbst einzukaufen. Aber vielleicht sind Nachbarn in der Nähe bereit zu helfen“, sagt Blablacar zum Hintergrund der App.

Um das Angebot zu nutzen, musst du dir die App entweder im Play Store oder im App Store* herunterladen. Dann kannst du dich entweder mit deinem Blablacar-Profil einloggen oder ein neues Konto erstellen.

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Einfach anmelden – und deinen Nachbarn per App helfen. (Foto: Screenshot / Blablacar)

Anschließend fragt dich die App, ob du ein Helfer sein möchtest oder selbst Hilfe brauchst. Wenn du helfen möchtest, kannst du anschließend angeben, was du für deine Nachbarn erledigen kannst. Dazu gehören zum Beispiel Aufgaben wie Einkäufe erledigen oder Medikamente abholen. Du kannst ebenfalls angeben, ob du ein Auto hast oder sogar mit Geld aushelfen kannst.

Sobald du deine Eingaben fertigstellst, erscheinst du als Helfer auf der Blablahelp-Karte. Dazu musst du natürlich der App Zugriff zu deinem Standort erlauben. So können dann anschließend auch deine Nachbarn dich als Helfer ausmachen – und anfragen.

Die Anfragen bekommst du per SMS und kannst dich dann mit deinen Nachbarn über die Details verständigen sowie natürlich die gegenseitigen Profile prüfen.

Bevor du als Helfer loslegst, bekommst du auch noch die Corona-Sicherheitsanweisungen zu Abstand und Hygiene, damit die Nachbarschaftshilfe auch den aktuellen Auflagen entsprechend abläuft.

Gute Idee, aber…

Die Blablahelp-App ist eigentlich eine schöne Idee, um in der Coronakrise Menschen miteinander zu verbinden und in der Nachbarschaft helfen zu können, beziehungsweise, um Hilfe zu finden. All das ist natürlich auf freiwilliger Basis. Die Helfer werden also nicht bezahlt. Schließlich geht es ja darum Bedürftigen zu helfen.

Daraus können sich auch langfristig schöne neue Nachbarschaftsbeziehungen entwickeln.

Es gibt jedoch ein kleines Aber. Ein Teil der Menschen, die auf die Hilfe von Blablahelp angewiesen sind, sind wahrscheinlich älter als 60 Jahre alt.

Die Nutzung der App setzt aber nicht nur ein Smartphone voraus, sondern auch, dass man sich einigermaßen mit Apps auskennt, also ein digitales Grundverständnis mitbringt.

Das trifft sicher auf einige in der älteren Generation zu, ist aber auch keine Selbstverständlichkeit. Darum kann es natürlich sein, dass die App einige Menschen, die die Hilfe wirklich bräuchten, leider nicht erreicht.

Dennoch ist die App sicher eine schöne Möglichkeit, um Menschen in deiner Nachbarschaft zu helfen.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitätstrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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