Transport

Uber Green? Blacklane kontert mit „Green Class“ und Elektroautos von Tesla

Tesla Model S
Foto: Tesla
geschrieben von Marinela Potor

Der On-Demand-Fahrdienstleister Blacklane erweitert sein Angebot. Ab sofort gibt es eine neue E-Flotte mit Autos von Tesla sowie den Flughafen-Service „Airport Concierge”, mit dem man unter anderem Schlangen überspringen kann.

Unter dem Namen „Green Class” sollen die luxuriösen Elektroautos von Tesla den Kunden von Blacklane in 20 Städten zur Verfügung stehen. Dazu zählen Adelaide, Amsterdam, Auckland, Austin, Basel, Birmingham, Denver, Dublin, Edinburgh, Hongkong, Honolulu, Lissabon, London, Mailand, Montreal, Paris, Phoenix, Sydney und Zürich. In Deutschland steht der Service vorerst nur in München zur Verfügung.

Warum Tesla? Wer sonst?!

Da Blacklane sich auf Chaufferdienste mit Limousinen spezialisiert hat, sind die Luxusmodelle von Tesla wohl die logische Wahl für eine Elektroflotte. Das liegt auch daran, dass Tesla in diesem Segment wenig Konkurrenz hat.

Es gibt zwar Hybrid-Modelle von Lexus oder BMW, allerdings hat keiner der beiden Hersteller bislang ein reines Elektroauto in Serienproduktion. Auch Jaguar oder Mercedes stecken in dieser Hinsicht noch in der Konzeptphase. Audis e-tron soll erst später in diesem Jahr herauskommen.

Kein Wunder, dass Blacklane-Mitgründer Jens Wohltorf die Autobauer dazu auffordert, ihr Angebot dahingehend zu erweitern: „Wir freuen uns auf neue Fahrzeuge von sämtlichen Premiumherstellern, die den hohen Ansprüchen eines Chauffeurwagens genügen und über batterieelektrischen Antrieb verfügen.“

Mit anderen Worten: Wenn es andere Anbieter in diesem Bereich gegeben hätte, hätte Blacklane auch mit ihnen zusammengearbeitet.

Blacklane zieht bei E-Angebot mit Uber gleich

Blacklane sieht die Erweiterung seiner Fahrzeuge um Elektroautos als einen Beitrag zu einem umweltfreundlicheren Transport. Auch wenn Carsharing nicht immer so umweltfreundlich ist, wie es die Anbieter gerne darstellen und auch die Herstellung von Elektroautos nicht ohne negative Folgen für Umwelt und Klima ist, glaubt Wohltorf an den positiven Effekt von „Green Class.“

Wir sind stolz darauf, dass wir nun emissionsfreies Reisen und den Fahrzeugkomfort, den unsere Gäste erwarten, unter einen Hut bringen können.

Das neue Angebot könnte aber über den Umweltaspekt hinaus auch eine Antwort an Blacklane-Konkurrent Uber sein.

Dieser bietet in München und Berlin nicht nur ebenfalls einen On-Demand-Chauffeurdienst an, sondern hat seit April 2018 mit „Uber Green” auch Elektroautos in seine Flotte. Uber setzt dabei das Modell „Zoe“ des französischen Autobauers Renault ein. Das Angebot wurde so gut angenommen, dass Uber die E-Flotte nun auch in Berlin starten möchte.

Für 100 Euro keine Warteschlangen mehr

Neben den neuen Tesla-Modellen hat Blacklane aber einen weiteren Service gestartet, Blacklane PASS. Die Abkürzung PASS steht für Premium Airport Services & Solutions und soll nach Vorstellung von Blacklane wie ein „Airport Concierge“ funktionieren.

Mit dem Dienst soll die Zeit am Flughafen insgesamt angenehmer und effizienter gestaltet werden. Nutzer können Blacklane Pass entweder separat oder gemeinsam mit einer Limousine buchen,

Beim Abflug hilft Concierge Reisenden zum Beispiel mit der Gepäckaufgabe und hilft ihnen Warteschlangen zu umgehen. Beim Shoppen im Duty-Free-Shop steht der Concierge ebenfalls mit Rat und Tat zur Seite. Gleiches gilt für Zwischenlandungen.

Bei der Ankunft werden Passagiere vom Concierge begrüßt. Er hilft ihnen dann mit dem Gepäck und begleitet sie bis zum Fahrzeug. Auch hier können Reisende mit dem Service Warteschlangen überspringen.

Darüber hinaus erhalten Nutzer, die den „Airport Concierge“ buchen auch drei Stunden Zugang zu den exklusiven Lounges an Flughäfen, inklusive Speisen, Getränke, Duschen und WLAN.

Der Concierge-Service kostet 100 US-Dollar pro Person und ist an über 500 Flughäfen verfügbar.

Auch spannend


Vernetze dich mit uns!

Like uns auf Facebook oder folge uns bei Twitter


Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin auf Weltreise und Chefredakteurin vom Mobility Mag. Seit 2013 hat sie keinen festen Wohnsitz mehr und schlägt sich als digitale Nomadin um den Globus.

Kommentieren