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Caravan Salon 2020: Diese Camper bieten den größten Luxus

Groß, luxuriös, teuer: Die Premium-Modelle auf dem Caravan Salon 2020 sind nichts für bescheidene Camper. Sie zeigen aber, wie viel Komfort man in ein Fahrzeug packen kann. Wir fassen einige der größten Trends zusammen und zeigen euch sechs der luxuriösesten Wohnmobile auf der Messe. 

Der Düsseldorfer Caravan Salon 2020 ist aus vielen Gründen in diesem Jahr besonders spannend.

Erste Großmesse seit Corona-Pandemie

So ist es die erste Großveranstaltung zu Zeiten der Corona-Pandemie. Möglich macht das ein recht strenges Hygienekonzept.

Besucher mussten sich vorab online registrieren, was eine Kontaktverfolgung ermöglicht. Tageskarten gibt es nicht und die Besucherzahl wurde zudem auf 20.000 pro Tag begrenzt.

Zudem gibt es strikte Regeln zur Größe der Ausstellungsfläche und dann die gängigen Hygieneregeln zu Mindestabstand, Mund-Nasen-Schutz-Empfehlung und Möglichkeiten zur Desinfektion der Hände.

Auch sollen Lüftungsanlagen und offene Türen einen Luftaustausch und Frischluft verbessern. Das Bezahlen soll außerdem, wenn möglich, kontaktlos ablaufen und auch auf den Toiletten ist jedes zweite Handswaschbecken und jedes zweite Urinal gesperrt.

Es wird also interessant, wie die Corona-Bilanz am Ende ausfällt. Der Caravan Salon 2020 wird somit zum Versuchskaninchen für weitere Großveranstaltungen in diesem Jahr.

Caravaning erlebt trotz – oder wegen – Corona großen Boom

Darüber hinaus ist Caravaning, sowohl bei den Fahrzeugneuzulassungen als auch als Urlaubsform, bislang so ziemlich die einzige boomende Industrie im Corona-Jahr.

Kein Wunder. Kaum eine andere Reiseform bietet so viel Unabhängigkeit und damit Sicherheit.

So vermeldet der Caravaning-Verband einen Neuzulassungsrekord. Bislang verzeichnet der Verband einen Zuwachs von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Teilweise war Campen so beliebt, dass Stellplätze völlig ausgebucht waren und man sich mit Pop-up-Camps beholfen hat.

Auch Campersharing-Plattformen konnten sich über eine Corona-Flaute nicht beschweren. Sharing-Anbieter Yescapa etwa vermeldet zwischen Mai und August 2020 bei deutschen Nutzern einen Nachfrage-Anstieg von 88 Prozent.

Wenn Caravaning schon vor Corona im Trend lag, hat die Pandemie dies nur bestärkt. Der Caravan Salon 2020 bietet darum auch einen interessanten Einblick in die aktuellen Camping-Trends.

Caravan-Salon 2020: Keine E-Mobile, mehr Komfort und Luxus

E-Wohnmobile sind dabei weiterhin kein großes Thema. Wer also ein elektrisch angetriebenes Wohnmobil wünscht, muss sich hier weiter gedulden. Es gibt aber immerhin mit dem Carocito von Weinsberg, ein Wohnmobil, das ohne Gasanlage auskommt.

Stattdessen wird der nötige Strom für das Cerankochfeld sowie den Kühlschrank direkt über ein Stromkabel geliefert. Damit kannst du natürlich überhaupt nicht autark unterwegs sein. Doch für Reisende, die ohnehin nur auf Stellplätzen übernachten und sich zudem den Stress der Gasanlage sparen wollen, ist das durchaus unkomplizierter.

Weitere Trends sind Panoramadächer sowie Aufstelldächer, mit denen man die Natur um den Camper auch visuell schöner erleben kann. Auch geräumige Bugküchen scheinen beliebter zu werden.

Das besondere Highlight auf dem Caravan Salon 2020 sind aber bislang die Premium-Camper. Sie sind sicherlich nichts für jedermann und erst recht nichts für jedes Budget, zeigen aber, was so alles an Luxus in ein Wohnmobil passt.

Aus dem Premium-Sortiment möchten wir dir daher sechs besonders eindrucksvolle Modelle vorstellen.

Knaus Live 900 LEG

Dieses integrierte Wohmmobil könnte man auch als rollende Wohnung bezeichnen. Es bietet große Betten, durchaus geräumige Kleiderschränke und eine separate Dusche. Der Einsteigerpreis ist dabei sogar noch mit 76.511 Euro verhältnismäßig günstig. Bei entsprechender Ausstattung kannst du aber dann schnell auch im sechsstelligen Bereich landen.

Knaus Live 900 LEG, Wohnmobil, Luxusliner, Caravaning

Knaus Live 900 LEG. (Foto: Mhoch4)

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitätstrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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