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Chargemap: Endlich nur noch eine Karte für (fast) alle Ladestationen

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Diese App macht das Aufladen von E-Autos an Ladestationen endlich einfacher. (Foto: Chargemap)

Ladestationen sind der Albtraum eines jeden Elektroauto-Fahrers. Mal sind sie nicht leicht zu finden. Dann passt der Steckertyp doch nicht. Oder man verzweifelt am umständlichen Zahlsystem. Ganz klar: Das System kann verbessert werden. Zum Beispiel mit Chargemap. Die App zeigt dir nicht nur Ladepunkte in deiner Nähe, sondern bietet dir auch eine einheitliche Bezahlkarte.

Spätestens wenn du mit einem Elektroauto weitere Strecken fährst oder ins Ausland in den Urlaub fahren möchtest, zeigt sich eins der größten Probleme der Fahrzeuge: die derzeit noch komplizierte Lade-Infrastruktur.

Wo ist die nächste Ladestation? Kann man da auch schnell aufladen? Passt der Steckertyp? Gibt es da Ökostrom? Und die wichtigste Frage: Habe ich überhaupt die passende Karte zum Bezahlen?


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Denn anders als an der Tankstelle, kann man an den Ladestationen nicht einfach mit Kreditkarte oder bar bezahlen. Man braucht auch noch ein Abo zu fast jedem einzelnen Ladenetz. Mit jedem dieser Abos gibt es eine separate Ladekarte. Diese kann man wiederum meist nur für dieses einzige Netz benutzen.

Wer also durch Europa reisen will, braucht eine gute Sammlung an Abos (und Karten), um sein Elektroauto überhaupt aufladen zu können.

Chargemap ist ein französisches Start-up, das eine gleichnamige App* entwickelt hat, die all das endlich einfacher macht.

Route mit Ladestationen planen

Zum einen bietet Chargemap eine sehr detaillierte Karte mit Ladestationen in Europa (und auch darüber hinaus).

Du kannst Ladestationen auch nach bestimmten Kriterien, wie etwa Ladestecker-Typ, filtern. Dabei können Nutzer selbst neue Ladestationen vermerken, mit Fotos und Kommentaren versehen und Bewertungen abgeben.

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Mehr als 100.000 User nutzen die App von Chargemap. (Foto: Chargemap)

Besonders praktisch ist auch, dass du vor dem Losfahren eine Routen-Karte anlegen kannst, die dir alle Ladestationen anzeigt, die auf deiner Strecke liegen.

Doch nun hat das Start-up auch ein weiteres Feature im Angebot, das das Laden von Elektroautos in ganz Europa wirklich vereinfacht: Einen Lade-Pass, mit dem du an fast jedem Ladenetz laden und zahlen kannst.

Ein Pass für (fast) alle Ladestationen

Dafür hat Chargemap allein 2019 neue Kooperationen mit fast 45.000 Ladepunkten in Europa abgeschlossen, unter anderem auch mit Schnellladenetzen wie etwa Ionity.

Das bedeutet: Elektroauto-Fahrer können nun mit einer einzigen Karte, dem Chargemap-Pass, an 45.000 Punkten laden und bezahlen. Anstatt also wie bislang mit zehn oder 20 Karten reisen zu müssen, kann man nun theoretisch nur mit dem Chargemap-Pass unterwegs sein.

Theoretisch, weil eben viele Ladenetze noch nicht im Netzwerk von Chargemap sind. Gerade außerhalb von Europa und Nordamerika wird das Netz recht dünn.

Der Chargemap-Pass kostet einmalig 19,90 Euro. Danach berechnet Chargemap nach eigenen Angaben eine „angemessene Provision“ und es gibt kein Abo-Modell.

Gerade wer ansonsten in der eigenen Garage lädt und die Lade-Infrastruktur nur im Urlaub oder hin und wieder braucht, zahlt damit also wirklich nur dann, wenn er das Netzwerk nutzt.

Chargemap verspricht 100 Prozent Ökostrom

Chargmap gibt dazu noch ein Ökostrom-Versprechen ab. Denn: „Was nützt es, Ihr „emissionsfreies“ Fahrzeug aufzuladen, wenn der verwendete Strom aus umweltschädlichen Produktionsmitteln stammt?“, fragt das Unternehmen.

Darum sichert das das Start-up seinen Nutzern 100 Prozent Ökostrom zu. Ökostrom heißt für Chargmap übrigens 50 Prozent Solarenergie und 50 Prozent Windenergie.

Das funktioniert allerdings über einen Umweg. Denn natürlich bietet nicht jeder Ladepunkt im Chargemap-Netzwerk Ökostrom.

Daher macht das Start-up Folgendes: Es verpflichtet sich dazu, das Äquivalent von dem, was die Nutzer mit dem Chargemap-Pass an Energie verbrauchen, selbst wieder in Form von Ökostrom einzuspeisen.

Das tut Chargemap über Ökostrom-Herkunftsnachweise. Jedes Produktionszentrum, das Ökostrom herstellt, hat ebenfalls Nachweise, die zeigen, wie viel Ökostrom genau ins Stromnetz eingespeist wurde.

Das Unternehmen erwirbt nun Herkunftsnachweise in genau der Menge, die die Ladevorgänge über den eigenen Lade-Pass abdecken. Wenn du ohnehin Ökostrom lädst, erwirbt Chargemap trotzdem den Ausgleich.

Die Idee ist: Wenn so am Ende mehr Energie aus regenerativen Quellen ins Stromnetz eingespeist wird, gibt es auch mehr Anreiz für Produzenten mehr nachhaltigen Strom zu produzieren.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitätstrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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