ZUKUNFT

Über Chark lässt du dir Online-Einkäufe direkt in deinen Kofferraum liefern

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Der neue Service Chark verspricht einfache Kofferraum-Lieferungen für Mercedes-Fahrer. (Foto: Daimler)
geschrieben von Vivien Stellmach

Autos stehen im Schnitt 23 Stunden pro Tag (dumm) herum. Das geht auch sinnvoller, findet die Damiler AG und hat dafür Chark herausgebracht. Der neue Lieferservice für Mercedes-Fahrer, geht jetzt in die Betaphase: Im Großraum Stuttgart testen rund 500 Teilnehmer, Einkäufe direkt in ihre parkenden Autos liefern zu lassen.

Wenn schon herumstehen, dann auch nützlich: Lab1886, das globale Innovationslabor der Daimler AG, will seine Mercedes-Fahrzeuge offenbar zu echten Butlern machen.

Das Unternehmen testet nämlich gerade einen Kofferraum-Lieferservice namens Chark. Mercedes-Fahrer können sich dabei Einkäufe einfach in ihre parkendes Autos liefern lassen.


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Getreu dem Motto: Weil das Fahrzeug ja sowieso meist nur herumsteht, kann es auch gleich als Lieferstation fungieren.

An der aktuellen Testphase können rund 500 Mercedes-Fahrer aus dem Großraum Stuttgart teilnehmen. Weitere Großstädte sollen folgen. Aber der Reihe nach.

So funktioniert Chark

Die Grundidee hinter Chark ist einfach: Du erlaubst verschiedenen Service-Partnern Zugang zu deinem Fahrzeug, ohne dass du in der Nähe bist. Diese können dann deine Einkäufe in dein Fahrzeug legen, damit du nicht selbst in die Geschäfte gehen musst.

Konkret funktioniert Chark über eine App aus dem iOS-App-Store. Du meldest dich an, erhältst eine Chark-ID und bestellst über die Anwendung online bei Supermärkten und anderen Chark-Partnern. Bezahlt wird ebenfalls direkt bei den Anbietern.

Die Anwendung ist vorerst kostenlos. Lieferungen vom Lebensmittel-Discounter müssen aber zum Beispiel einen Mindestbestellwert von 40 Euro haben.

Der Chark-Bote darf dein Auto nur ein Mal öffnen

Ein Lieferservice bringt deinen Einkauf anschließend zum Fahrzeug. Sobald der Bote sich im Umkreis von 500 Metern deinem Auto nähert, kann er es per GPS orten und öffnen.

Auf dem Smartphone erhält der Kurier zudem eine Freigabe, damit er dein Fahrzeug ein einziges Mal öffnen kann. Dafür definierst du ein Zeitfenster. Bewegen lässt sich dein Auto dadurch übrigens nicht.

Wenn der Bote an deinem Auto ankommt, kommt er nach einer Sicherheitsprüfung an deinen Innenraum, um beispielsweise Lebensmittel und Getränke zu deponieren.

Dabei wirst du von der Öffnung, Lieferung und Schließung in Echtzeit auf deinem Handy informiert. Außerdem erhältst du Vorher- und Nachher-Fotos.

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Der Lieferbote darf nur einmal den Kofferraum öffnen und muss Beweisfotos liefern. (Foto: Daimler)

500 Mercedes-Benz-Fahrer können an der Testphase teilnehmen

An der aktuellen Testphase nehmen gerade auch eine Wäscherei, eine Apotheke und ein Fahrzeugreiniger teil. Derzeit steht dieser Dienst aber nur Mitarbeiterin von Mercedes Benz in Stuttgart zur Verfügung.

Für den normalen Supermarkt-Dienst können sich Mercedes-Besitzer im Großraum Stuttgart weiterhin bewerben. Für die Teilnahme gibt es allerdings eine Voraussetzung.

Dein Fahrzeug muss die „Me Connect“-Funktion besitzen, in der Regel ist sie in Autos ab dem Baujahr 2015 dabei. Ob du ein Privatauto, ein Leasing-Fahrzeug oder einen Dienstwagen fährst, ist dabei egal.

Der Vorteil von Chark: Wir gewinnen Zeit

Susanne Hahn, Leiterin des Lab1886, sagt: „Mit Chark bringen wir Bewegung ins Parken.“ Das kann man so formulieren. Immerhin übernimmt ein Fahrzeug mit Chark tatsächlich eine neue Funktion.

Außerdem ist der Gedanke schön, nach einem langen Arbeitstag nicht mehr in den Supermarkt fahren zu müssen, weil alle notwendigen Lebensmittel schon im Kofferraum auf einen warten. Wir müssen dann nur noch einsteigen und nach Hause fahren.

Ob der neue Lieferservice sich wirklich etablieren kann, bleibt abzuwarten. Immerhin hinterlässt der Gedanke, einen fremden Paketboten Zugang zu seinem eigenen Auto zu gewähren, doch ein mulmiges Gefühl.

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Über den Autor

Vivien Stellmach

Vivien Stellmach ist seit Mai 2019 Redakteurin beim Mobility Mag.
Nebenbei schreibt sie als freie Autorin über alternative Musik für das VISIONS Magazin. Sie liebt Fußball, steht seit ihrem siebten Lebensjahr selbst auf dem Rasen und hält zum SV Werder Bremen.

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