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Der Deepspot in Polen hat den tiefsten Pool der Welt

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So soll der Deepspot im Herbst 2019 aussehen. (Foto: Screenshot / Deepspot)
geschrieben von Vivien Stellmach

Im Herbst 2019 eröffnet ein neues Taucherparadies in Polen: Das Hotel Deepspot in der Nähe von Warschau. Es bietet: den tiefsten Pool der Welt. Bald dürfen Unterwasser-Liebhaber dort 45 Meter tief auf Erkundungstour gehen.

40 Kilometer südwestlich von Polens Hauptstadt Warschau laufen die Bauarbeiten gerade auf Hochtouren. In Mszczonow soll im kommenden Herbst der tiefste Tauchspot der Welt eröffnen – und mit Konferenzeinrichtungen, Trainingsräumen und Hotelzimmern auch ganz viele Nichtschwimmer anlocken.

Wie die britische Boulevardzeitung Daily Mail berichtet, entsteht das Projekt gerade unter der Leitung des gleichnamigen Unternehmens Deepspot. Es ist eine Tochterfirma der polnischen Firma Flyspot, die sich auf Skydiving spezialisiert hat.

Wie sieht der Deepspot aus?

Nach den Plänen auf der Homepage wird nicht der gesamte Pool, sondern nur eine schmalere Wasserröhre 45 Meter tief sein.

Der obere Bereich ist dabei in verschiedene Tiefen eingeteilt. Dort sollen vor allem Anfänger und fortgeschrittene Taucher die Möglichkeit haben, bis zu 20 Meter tief zu trainieren und unter Aufsicht durch mehrere Überhänge und Tunnel zu schwimmen.

Nichtschwimmer können dann durch einen abgedichteten Besuchertunnel laufen, der durch den riesigen Pool verläuft. Auch Trainingsräume und Hotelzimmer mit Blick auf das Taucherparadies sind geplant.

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Der Deepspot wird durch seinen abgeschirmten Besuchertunnel auch für Nichtschwimmer interessant sein. (Foto: Screenshot / Deepspot)

Und wer gerne dort arbeiten möchte, kann sich Konferenzeinrichtungen mieten. Meetings in besonderer Unterwasser-Atmosphäre kann man schließlich auch nicht gerade überall abhalten.

Wer darf im Deepspot tauchen?

Tauchen ist ein Sport, der, je nach Land, Tiefe, Tauchart oder Gewässertyp, in bestimmten Fällen nur mit einer entsprechenden Zertifizierung durchgeführt werden darf. Dafür kann man zum Beispiel weltweit Tauchkurse beim US-amerikanischen Verband Professional Association of Diving Instructors (PADI) machen und dadurch verschiedene Tauchscheine bekommen.

Der Deepspot soll aber nicht nur für zertifizierte Taucher zugänglich sein, sondern für alle Besucher mit oder ohne Sauerstoff-Ausrüstung. Unterwasser-Liebhaber ohne Bescheinigung bekommen deshalb einen Lehrer an die Hand.

Unter dem Namen „Intro Diving“ erhält man als ungeübter Sportler dann gegebenenfalls Equipment, ein Briefing und die ständige Aufsicht eines zertifizierten Trainers.

Der tiefste Pool der Welt

Der Deepspot ist aber nicht das erste extrem tiefe Tauchbecken der Welt. Im italienischen Padua steht der bisherige Rekordhalter „Y-40 – The Deep Joy“. Wie der Name schon sagt, ist das Becken 40 Meter tief.

Das Schwimmbecken in Polen wird jetzt aber rund fünf Meter tiefer sein. Es fasst dann 8.000 Kubikmeter Wasser, welches ein bisschen wärmer als in traditionellen Becken sein wird. Das erlaubt es Tauchern nämlich, auf wärmende Kleidung zu verzichten.

Bis auf Weiteres darf der Deepspot sich dann auf die Fahne schreiben, der tiefste Pool der Welt zu sein.

In den nächsten Jahren soll zwar schon die nächste Pool-Anlage im britischen Colchester folgen und nochmal fünf Meter tiefer werden. Laut mehreren Medienberichten sollen die Bauarbeiten für das Projekt „Blue Abyss“ aber noch nicht gestartet sein.

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Über den Autor

Vivien Stellmach

Vivien Stellmach ist seit Mai 2019 Redakteurin beim Mobility Mag.
Nebenbei schreibt sie als freie Autorin über alternative Musik für das VISIONS Magazin. Sie liebt Fußball, steht seit ihrem siebten Lebensjahr selbst auf dem Rasen und hält zum SV Werder Bremen.

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