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Bosch entwickelt E-Kinderwagen – ernsthaft?

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Dieser Kinderwagen fährt elektrisch. (Foto: Screenshot / Youtube)
geschrieben von Marinela Potor

Bosch hat einen elektrischen Kinderwagen entwickelt und nennt das Ganze „E-Stroller“. Brauchen Eltern wirklich einen E-Kinderwagen?

Bei manchen Produkten fragt mach sich wirklich: Braucht die Menschheit das wirklich?

Gut, in einigen Fällen, wie etwa dem Strampelanzug von Tesla, ist es wirklich lustig. Im Fall des neuen E-Kinderwagens von Bosch mutet das zunächst Blick seltsam an. Doch werfen wir zunächst einen Blick auf den „E-Stroller“.


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E-Motor hilft beim Schieben

Bosch hat dem klassischen Kinderwagen einen Elektromotor verpasst sowie Sensoren eingebaut. Damit bekommen Eltern nicht nur Anschieb-Hilfe. Der E-Kinderwagen kann über die Sensoren auch das Terrain automatisch erkennen und somit entscheiden, welche Motorunterstützung gerade gebraucht wird.

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So soll der E-Kinderwagen aussehen. (Foto: Emmaljunga)

Geht es beispielsweise bergauf, schaltet sich der Motor ein und man muss nicht mehr so stark anschieben. Bergab wiederum gibt der E-Kinderwagen Bremshilfe.

Die Sensoren können aber beispielsweise auch erkennen, ob der Kinderwagen nicht mehr angeschoben wird oder heftiger Windwiderstand besteht. Merkt der smarte Kinderwagen so, dass man die Kontrolle verloren hat, wird er automatisch gestoppt. Das soll mehr Sicherheit bieten.

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Lässt sich mit Smartphone verbinden

Der E-Kinderwagen wird über einen Akku angetrieben. Die Reichweite beträgt hierbei etwa 15 Kilometer. Das Praktische daran: Bosch hat keinen Sonder-Akku für den E-Stroller entwickelt. Stattdessen kannst du ihn theoretisch auch mit anderen Bosch-Akkus, etwa aus deinem Bohrer, austauschen. Das Aufladen funktioniert über ein USB-Kabel.

Allerdings hat das System auch einen großen Nachteil: Wenn der Akku leer ist, muss man auf einmal durch den schweren Motor sehr viel heftiger schieben als bei einem normalen Kinderwagen.

Den Akku-Stand kannst du aber über das Handy checken. Der E-Kinderwagen lässt sich nämlich über Bluetooth mit Smartphones verbinden. So kannst du auch einstellen, wie stark die Motorunterstützung sein soll. Auch kann man so einen Alarm schalten.

Sollte jemand den Kinderwagen stehlen wollen, gibt das System Alarm.

E-Kinderwagen: Brauchen Eltern das?

Während ein E-Kinderwagen zunächst nach einem überflüssigen Gadget klingt, kann er durchaus auch Vorteile bieten. Es ist schließlich kein Spaß ein Baby samt Kinderwagen bei starkem Wind einen steilen Berg hochzuschieben.

Auch ist die Bremshilfe und das automatische Anpassen der Motorleistung ans Gelände durchaus hilfreich, wenn Eltern mit ihrem Baby auf unebenem Terrain unterwegs sind oder der Kinderwagen wegzurollen droht.

Ob sich Eltern aber wirklich dafür begeistern werden, wird der Markt zeigen.

Bosch wird seinen E-Stroller allerdings nicht selbst herausbringen, sondern arbeitet dafür mit verschiedenen Partnern zusammen.

So wird das schwedische Unternehmen Emmaljunga als Erstes den E-Kinderwagen herausbringen. Marktstart ist voraussichtlich Ende 2019. Einen Preis hat das Unternehmen allerdings noch nicht bekannt gegeben.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitätstrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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