REISEN ZUKUNFT

Ab sofort kannst du diese mobile „Raumkapsel“ auf Airbnb mieten

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Diese "Raumkapsel" kannst du ab sofort in Bratislava als Urlaubsunterkunft buchen. (Foto: Ecocapsule)
geschrieben von Marinela Potor

Mobil, völlig autark und futuristisch: Die Ecocapsule ist eine Mischung aus Tiny House, Wohnmobil und unabhängiger „Raumkapsel“. Was zunächst als Angebot für einen Nischenmarkt gedacht war, entpuppte sich als Publikumsliebling. Jetzt kannst du die Ecocapsule ab sofort sogar als Urlaubsunterkunft mieten.

Als wir vor mehr als zwei Jahren über die Ecocapsule der slowakischen Architekturfirma Nice Architects stolperten, war unser Fazit: Tolles Konzept, aber nur für die, die sich das leisten können.

Tiny House für extreme Bedingungen

Denn auf der einen Seite bietet die Ecocapsule wirklich alles, was man von einem mobilen Haus nur erwarten kann.


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Da wäre zum Beispiel die unabhängige Energieversorgung über Solarzellen und eine Windturbine. Selbst wenn einige Tage lang absolut kein Lüftchen weht und gar keine Sonne durchkommt (was extrem unwahrscheinlich ist auf dieser Erde), kann ein Batteriespeicher Strom für bis zu fünf Tage liefern.

Für die Wasserversorgung sorgen vier Behälter. Hier wird Wasser in vier Kategorien geteilt: Regenwasser, gefiltertes Regenwasser, Grauwasser zum Duschen und schwarzes Abfallwasser. Ach so, und eine wasserlose Toilette gibt es auch. Sogar WLAN kann man in der Ecocapsule empfangen.

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Die kleine Kapsel hat sowohl Küche als auch ein Bad. (Foto: Ecocapsule)

Das futuristische Design, das auch gut eine Raumkapsel auf dem Mars sein könnte, sorgt außerdem dafür, dass Energieverluste sehr gering sind.

Doch auch wenn die Ecocapsule natürlich nicht Mars-tauglich ist, sie hält durchaus extreme Wetterbedingungen auf der Erde aus, von -15 Grad bis zu +40 Grad Celsius und Windstärken bis zu 150 Kilometer pro Stunde.

Damit ist die Ecocapsule nicht nur ein völlig autarkes mobiles Haus oder ein Gefährt, mit dem du richtig coole Vanlife-Fotos für Instagram machen kannst. Darüber hinaus ist sie die perfekte Forschungsstation in abgelegenen Gebieten.

Doch all das hat auf der anderen Seite seinen Preis: 79.900 Euro. Das schreckt möglicherweise Käufer ab. Denn bislang hat das Unternehmen weniger als 50 Eco-Kapseln verkaufen können.

Da das Interesse an der Unterkunft aber groß ist und die Präsentation der Kapsel auf dem Times Square in New York City ein voller Erfolg war, probiert das Unternehmen nun einen neuen Ansatz – und bietet die Ecocapsule daher ab sofort erstmal als Kennenlern-Angebot zum Mieten.

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Auf engstem Raum ist alles, was man zum Leben braucht. (Foto: Ecocapsule)

Ecocapsule mieten: 132 Euro pro Nacht

Es wird zunächst lediglich eine einzige Miet-Ecocapsule geben, und zwar in Zuckermandel, einem Stadtteil in der Altstadt von Bratislava. Hier ist sie auf einer Fußgängerbrücke platziert, mit Blick über die Donau.

Ähnlich wie ein Hotelzimmer kannst du auch die Ecocapsule pro Nacht mieten. Das Buchen läuft über Airbnb. Eine Nacht in der Ecocapsule kostet 132 US-Dollar. Auch das ist nicht gerade ein Schnäppchen, aber natürlich um einiges günstiger als der Kaufpreis.

Mit dem Angebot wolle man die Ecocapsule einem breiteren Publikum vorstellen, sagt Gründer und CEO Tomáš Žáček. „Gleichzeitig bekommen Kunden, die daran interessiert sind eine Ecocapsule zu kaufen, nun die Gelegenheit diese vorab zu testen.“

Doch die kleine „Raumkapsel“ soll nicht nur für Touristen und Kaufinteressenten zur Verfügung stehen. Darüber hinaus möchte das Unternehmen die Ecocapsule auch für kleine Veranstaltungen zu den Themen „Umwelt“ und „Zero Waste“ vermieten.

Die Ecocapsule-Unterkunft in Bratislava soll aber nur der Anfang sein. Das Unternehmen möchte in Zukunft noch weitere Kapseln „an schönen Orten auf der ganzen Welt“ aufstellen.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitätstrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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