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Erste Hyperloop-Strecke: Das müsst ihr wissen

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Der Bau der ersten Hyperloop-Strecke hat begonnen (Foto: HyperloopTT)
geschrieben von Marinela Potor

In Toulouse, Frankreich entsteht derzeit die erste Hyperloop-Strecke in Originalgröße. Schon 2019 könnten dann erste Passagiere im Hyperloop fahren. Wir fassen die wichtigsten Fakten zum Baustart zusammen.

„Ist es einfach nur eine langweilige Röhre? Aber nein! Es ist DIE Röhre, die die Zukunft des Transports nachhaltig prägen wird.“ Mit diesen Worten kündigt Hyperloop Transportation Technologies (HyperloopTT) den Baustart der ersten Hyperloop-Strecke in Originalgröße an.

Das ist nicht mal sonderlich übertrieben. Hyperloop könnte tatsächlich die Art und Weise wie und vor allem wie lange wir reisen revolutionieren. Der Baustart in Frankreich ist der nächste große Meilenstein dahin. Wir haben deshalb alles Wichtige zum Hyperloop-Bau für euch zusammengefasst.

Wer genau baut die Hyperloop-Strecke?

Die Firma HyperloopTT steckt hinter dem Bauprojekt. Das ist deshalb interessant, weil aktuell viele Unternehmen und Investoren auf der ganzen Welt versuchen, das Hyperloop-Konzept umzusetzen. Elon Musk ist wohl einer der bekanntesten.

HyperloopTT, verfolgt bei der Entwicklung einen ganz eigenen Ansatz, nämlich eine Art Open-Source-Projekt. So arbeiten mehrere Unternehmen, Forschungsinsitute, Organisationen und Wissenschaftler auf der ganzen Welt an der Umsetzung des Konzepts von HyperloopTT.

Die Idee ist: Jeder unabhängige Partner stellt einen Teil der Konstruktion fertig, sodass am Ende alle Hyperloop gemeinsam bauen. Geld erhalten die Projektpartner bisher nicht, dafür sollen sie aber bei erfolgreicher Fertigstellung am Gewinn beteiligt werden. Damit erhofft sich HyperloopTT nicht nur die schlausten Köpfe für das Projekt zu begeistern, sondern auch eine schnelle und kostengünstige Umsetzung.

Was sind die Dimensionen der ersten Strecke

Bisher weiß man, dass die Hyperloop-Strecke in zwei Abschnitten gebaut werden sollt. Der erste ist 320 Meter lang, kreisförmig und soll eine Röhre mit vier Metern Durchmessern umfassen.

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Aus diesen Bauteilen entsteht bald die erste Hyperloop-Strecke (Foto: HyperloopTT)

Darin soll der Hyperloop angeblich mit einer Geschwindigkeit von über 1.000 Kilometern pro Stunde fahren. Wobei man sagen muss, dass das bisher eher Theorie ist. Konkurrent Virgin Hyperloop One stellte in einer Testversion bisher einen Rekord von 387 Kilometern pro Stunde auf.

Die zweite Phase soll 2019 beginnen und umfasst laut HyperloopTT eine Strecke von einem Kilometer Länge auf 5,80 Meter hohen Stelzen.

Warum ist diese Strecke so besonders?

Hyperloop ist bisher ein theoretisches Konzept, das Entwickler bisher nur in Miniaturversionen getestet haben. Dies ist der erste Bau von Hyperloop in Originalgröße. Zwar handelt es sich auch hierbei noch um eine sehr kurze Teststrecke, dennoch könnte die Technologie damit zum ersten Mal im wahren Maßstab und mit Passagieren getestet werden.

Wie fährt der geplante Hyperloop?

Die Technologie basiert auf einem elektromagnetischen System namens „Inductrack“, bei dem Magneten den Hyperloop in einem Niedrigdruck-Umfeld quasi nach vorne saugen, wie bei einem riesigen Staubsauger. Dadurch sollen die hohen Geschwindigkeiten mit wenig Energieverlust möglich sein.

HyperloopTT Röhre Ausschnitt erste Hyperloop-Strecke

So schnell wie ein Flugzeug soll der Hyperloop sein (Foto: HyperloopTT)

Ab wann können Passagiere mitfahren?

Angeblich soll die Strecke 2019 fertig sein. Die Passagierkabine stellt aktuell noch das Unternehmen Carbures in Spanien fertig, will diese aber noch in diesem Sommer nach Frankreich liefern. Ob dann direkt schon Personen mitfahren können oder vorher noch weitere Tests absolviert werden müssen, ist unklar.

Zur Passagierkabine noch ein kleiner Fun-Fact für Black-Panther-Fans: HyperloopTT hat für die Kapseln ein eigenes Material entwickelt und es „Vibranium“ getauft.

Mehr Details zum Bau und zur Strecke hat HyperloopTT noch in diesem Jahr zur Enthüllung der Strecke versprochen.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin auf Weltreise und Chefredakteurin vom Mobility Mag. Seit 2013 hat sie keinen festen Wohnsitz mehr und schlägt sich als digitale Nomadin um den Globus.

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