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Fürs Klima: Flixbus fährt jetzt mit Solarmatten von Dortmund nach London

Flixbus München, Doppeldecker Bus, Fernbus
Flixbus will mit neuem Pilotprojekt Emissionen reduzieren. (Foto: Flixbus)
geschrieben von Marinela Potor

Wie können Fernbusse noch nachhaltiger unterwegs sein? Dazu probiert Flixbus etwas Neues: Solarmatten auf dem Bus-Dach. Sie sollen für weniger Emissionen sorgen. 

Und hier kommt noch ein Pilotprojekt von Flixbus in Sachen Nachhaltigkeit. Nachdem das Unternehmen mehr oder weniger erfolgreich mit alternativen Treibstoffen experimentiert hat, hat es sich nun etwas Neues überlegt: Flixbus möchte Solarmatten auf dem Dach testen und so Emissionen verringern.

Flixbus: Solarmatten senken Emissionen und generieren Strom

Die Flixbus-Solarmatten kommen vom britischen Unternehmen Trailar. Sie sind mit etwa drei Millimeter Dicke sehr dünn und wiegen etwa zwei Kilogramm pro Quadratmeter, was verhältnismäßig leicht ist.


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Sie haben einen interessanten Effekt: Die Solarmatten reduzieren den Luftwiderstand der Fahrzeuge beim Fahren, was dafür sorgt, dass man weniger Treibstoff braucht. Weniger Sprit heißt wiederum weniger Emissionen und natürlich sparen Unternehmen dadurch auch Kosten, was das Produkt auch wirtschaftlich interessant macht.

Diese Solarmatten hat Trailar vor allem für Cargo-Fahrzeuge wie etwa LKWs entwickelt. Nun möchte also auch Flixbus diese Solarmatten ausprobieren.

In ersten Tests konnten die Matten nach Angaben von Flixbus den Diesel-Verbrauch der Busse um 1,7 Liter pro 100 Kilometer senken. „Bei einer durchschnittlichen Entfernung von 600 Kilometern pro Tag entspricht das einer Einsparung von etwa zehn Litern oder sieben Prozent“, rechnet Flixbus vor.

Hinzu kommt, dass die Solarzellen auch Strom generieren. Dieser wird wiederum zur Stromversorgung im Bus genutzt, wie etwa bei den Steckdosen, der Klimaanlage, dem W-LAN oder dem Licht.

Flixbus Solarmatte, Fernbus, Bus

So sieht die Solarmatte auf dem Flixbus-Dach aus. (Foto: Screenshot / Flixbus)

Flixbus wird die Solarmatten vorerst lediglich auf der Strecke Dortmund – London testen. Aktuell fahren die Fernbusse auf dieser Route zweimal pro Woche. Ab April starten dann mehr Fahrten.

Weniger Diesel statt E-Bus: Rückschritt?

Im Vergleich zu den vorigen Nachhaltigkeitsprojekten von Flixbus scheinen die Solarmatten etwas rückschrittlich. Schließlich hatte Flixbus schon batteriebetriebene E-Busse im Test und experimentiert aktuell auch mit Brennstoffzellen. Wieso dann noch auf Diesel setzen?

Weil Elektrobusse derzeit ebenfalls noch problematisch sind. Da wäre zum einen die geringe Reichweite der Akkus, beziehungsweise die mangelhafte Infrastruktur bei Wasserstofftankstellen. Hinzu kommt, dass sowohl Akkus als auch Wasserstoff in der Ressourcengewinnung aus Umweltsicht nicht ganz unumstritten sind.

Die Flixbus-Solarmatten sind daher keine schlechte Zwischenlösung, auch wenn nicht klar ist, ob das Unternehmen die Matten auch über den Pilotversuch hinaus einsetzen wird.

Doch wenn du um mehr Nachhaltigkeit bei deinen Busreisen bedacht bist, kannst du auch selbst einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Du kannst bei Flixbus für jede Fahrt freiwillig deine CO2-Emissionen kompensieren.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitätstrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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