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Franzose überquert Ärmelkanal – auf fliegendem Hoverboard!

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"Raketenmann" Franky Zapata überquert Ärmelkanal auf seinem Flyboard Air. (Foto: Screenshot / Twitter / France 3 TV)
geschrieben von Marinela Potor

Im zweiten Versuch erfolgreich! Heute hat der Franzose Franky Zapata den Ärmelkanal überquert – in einem selbstgebautem Hoverboard. 

Der 25. Juli 1909 war ein großer Tag für Louis Blériot. An diesem Tag überquerte der Franzose als erster Mensch der Welt den Ärmelkanal – in einem Flugzeug. Der Flug von Calais nach Dover dauerte 37 Minuten. Sein Flugzeug, die Blériot XI, hatte er selbst entworfen.

Genau 110 Jahre später, am 25. Juli 2019 wollte Franky Zapata es seinem Landsmann gleichtun. Allerdings hatte Zapata dafür ein etwas anderes Fluggerät gewählt: ein Hoverboard namens „Flyboard Air“.


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„Raketenmann“ erfolgreich im zweiten Versuch

Genau genommen ist das Flyboard Air aber kein klassisches Hoverboard, sondern eher eine Art Düsenjet. Der Pilot steht dabei auf einer schrägen Plattform und wird von mehreren Gasturbinen angetrieben. Der Sprit für das Flyboard Air kommt aus dem Rucksack des Piloten.

Der erste Versuch mit dem Flyboard Air den Ärmelkanal zu überqueren war jedoch nicht besonders erfolgreich. Nach 18 Kilometern landete Franky Zapata im Wasser. Zapata wollte eigentlich sein Flyboard Air auftanken, landete aber nicht auf dem dafür vorgesehenen Schiff, sondern im Wasser.

Doch davon ließ er sich aber nicht abbringen. Jetzt, am 4. August startete er einen neuen Versuch.

Und dieses Mal war er erfolgreich. Mit seinem selbstgebautem Fluggerät schaffte der „Raktenmann“ die Strecke von rund 35 Kilometern in 22 Minuten. Angeblich kann das Flyboard Air eine Top-Geschwindigkeit von bis zu 190 Kilometer pro Stunde erreichen. Begleitet wurde Zapata dabei zur Sicherheit von mehreren Hubschraubern.

Damit schreibt Franky Zapata einen neuen Weltrekord: Er ist der erste Mensch, der den Ärmelkanal in einem Düsenflugzeug überquert hat.

Du kannst das Flyboard kaufen

Es ist kein Zufall, dass Franky Zapata den Ärmelkanal ausgerechnet in einem Jet-Flugzeug überquert. Mit 17 Jahren lernte er einen Jetski zu fahren, machte dann eine Ausbildung zum Mechaniker und nahm viele Jahre lang verschiedenen Jet-Wettbewerben teil.

2011 kam er schließlich mit seinem Flyboard heraus, eine Mischung aus Paddelboard, Surfbrett und Jetski.

Das war so erfolgreich, dass er danach innerhalb von sechs Monaten insgesamt 1.500 Flyboards verkaufte – und damit sogar eine neue Sportart erfand.

Im April 2016 schließlich stellte Zapata das Flyboard Air vor, sein fliegendes Hoverboard. Er bekam erneut sehr viel Aufmerksamkeit, als er damit am 14. Juli 2019 in der Parade zum französischen Nationalfeiertag in Paris flog.

Besonders nach der erfolgreichen Überquerung des Ärmelkanals scheint auch sein Flyboard Air ein Verkaufshit zu werden. Die französische Armee ist an der Technologie interessiert und gab Franky Zapatas Unternehmen, Z-Air, kürzlich 1,3 Millionen Euro.

Fragt sich nur, was der 40-jährige Erfinder und Abenteurer damit als Nächstes anstellen wird…

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitätstrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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