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Fahrradpanne? Mit „Gaadi“ wechselst du in Minuten den Schlauch

Fahrradpanne Gaadi Schlauch
Foto: Gaadi
geschrieben von Marinela Potor

Fahrradpanne? Schlauch kaputt? Das ist in erster Linie nervig! Denn wer seinen Schlauch austauschen will braucht Zeit und einiges an Geschick. Doch jetzt kommt „Gaadi“ – ein innovativer Fahrradschlauch, der sich in wenigen Minuten ganz unkompliziert austauschen lässt.

Wer so gerne Fahrrad fährt wie Gabriel Petrovan, kennt auch die Schattenseite des Radelns: die Panne. Als jemand, der selbst zahllose Stunden damit verbracht hat, Vorder- und Hinterräder abzumontieren, Löcher im Schlauch zu finden und zu flicken sowie neue Schläuche anzubringen, kann ich bestätigen: Es ist extrem nervig!

Doch zum Glück war Petrovan kreativer und als Maschinenbauingenieur sicherlich auch wesentlich geschickter als ich und hat so eine kleine Revolution der Fahrradschläuche losgetreten.

Der Schlauch, der eigentlich keiner ist

Diese nennt sich „Gaadi“ und gemeint ist damit ein neuartiger patentierter Fahrradschlauch. Gaadi ist genau genommen kein typischer runder Schlauch, sondern eher eine Art Rohr mit zwei Enden.

Schlauchenden Gaadi Innenansicht

Das Innovative an Gaadi: Der Schlauch hat zwei Enden! (Grafik: Gaadi)

Dieses Rohr wird beim Schlauchwechsel nur noch unter den Mantel gelegt, die Enden zusammengesteckt und wenige Minuten später ist der Schlauch ausgetauscht.

Der Wechsel erfolgt in vier Schritten.

  1. Mit einem Reifenheber den alten Schlauch unter dem Mantel herausholen.
  2. Den Gaadi-Schlauch ein bisschen aufpumpen. Das macht das Einlegen leichter und sorgt dafür, dass der Schlauch nicht verrutscht.
  3. Nun das Ventil durch die entsprechende Öffnung stecken. Der Schlauch wird mit der kurzen Seite zuerste eingelegt.
  4. Die zwei Enden müssen sich am Ende gegenüberliegen.

Fertig!

Denn die typische Schlauchmontage erfordert viel Zeit, Geschick und nicht selten muss man das Rad komplett abmontieren. Beim Hinterrad mit Gangschaltung oder E-Bikes mit Akkuhalterung am Rad ist dies sogar noch komplizierter.

Kein Wunder also, dass der Gaadi-Schlauch die Fahrradszene im Sturm erobert hat.

Die drei Gründer – Adi Jetten, Dana Fischer und Gabriel Petrovan – der GAADI Bicycle Tube GmbH aus Mönchengladbach stellten ihren Schlauch 2013 auf der Fahrradmesse Eurobike vor und heimsten prompt den ersten Preis für herausragende Qualität und innovatives Design in der Kategorie “Fahrradzubehör” ein.

Bewertungen auf Fahrradportalen belegen zudem: Der Gaadi-Schlauch hält was er verspricht – einen schnellen und unkomplizierten Austausch.

Stolperstein „Wo produzieren wir den Schlauch?“

Doch obwohl ihr Schlauch bei Fahrradfahrern beliebt ist, stießen die Gaadi-Gründer auf ein ganz unerwartetes Problem: Die Produktion. Sie fragten dafür zuerst bei deutschen Herstellern wie Continental oder Schwalbe nach.

Diese winkten ab und so landeten die Gründer schließlich beim tschechischen Unternehmen Rubena. „Die anderen Hersteller haben sich herausgeredet. Mit Rubena hatten wir den einzige Produzenten gefunden, der das Projekt mit uns umsetzen wollte,“ sagt Dana Fischer gegenüber Mobility Mag.

Aktuell ist der Gaadi-Schlauch in sechs verschiedenen Zoll-Reifengrößen erhältlich und kostet im Webshop 11,95 Euro. Bei Amazon gibt es ihn schon ab 7,99 Euro. Das ist zwar immer noch teurer als ein regulärer Schlauch, wer aber Zeit und vor allem Nerven sparen will, investiert dies sicher gern.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin auf Weltreise und Chefredakteurin vom Mobility Mag. Seit 2013 hat sie keinen festen Wohnsitz mehr und schlägt sich als digitale Nomadin um den Globus.

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