GRÜN

Elektroautos: General Motors will „Millionen-Meilen-Akku“ herausbringen

Chevrolet Bolt EV, GM, General Motors, Elektroauto, Auto, Landschaft
General Motors arbeitet am Millionen-Meilen-Akku. (Foto: GM)

Kommt jetzt der Millionen-Meilen-Akku? Wenn es nach US-Autobauer General Motors geht, ja. Das Unternehmen behauptete jetzt, man stehe kurz vor dem Durchbruch.  

General Motors will bald einen Millionen-Meilen-Akku für Elektroautos herausbringen. Um Missverständnisse gleich auszuräumen: Es geht nicht um eine Reichweite von einer Million Meilen (ca. 1,6 Millionen Kilometer)!

Vielmehr geht es um die Haltbarkeit der Batterie, also darum, wie viele Kilometer du mit einem Akku fahren kannst, bevor du ihn austauschen musst.


Neue Stellenangebote

Mobility Mag Freiberuflicher Redakteur (m/w/d) für Mobility Mag
BASIC thinking GmbH in Home Office
Mitarbeiter IT Support Non-SAP Business Application (m|w|d)
SCHWENK Baustoffgruppe in Ulm
IT Supporter Non-SAP Business Application (m|w|d)
SCHWENK Baustoffgruppe in Ulm

Alle Stellenanzeigen


Angesichts der Tatsache, dass die Akkus mitunter das teuerste Produkt am Elektroauto sind und lediglich um die fünf Jahre halten sollen, ist auch das eine Sensation.

General Motors Millionen-Meilen-Akku ist „fast da“

Denn bislang geben Hersteller Garantien für eine Lebensdauer der Akkus um die 100.000 bis 160.000 Kilometer an.


Was bedeutet Akku-Lebensdauer?

Wenn wir von der Akku-Laufzeit oder der Lebensdauer der Akkus in Elektroautos sprechen, ist damit ein ganz spezifischer Wert gemeint. Das Ende des „Lebenszyklus“ der Akkus bezieht sich auf den Zeitpunkt, in dem die Leitungsfähigkeit der Batterie sich auf 70 bis 80 Prozent der ursprünglichen Kapazität verringert hat.

Wann dieser Wert erreicht wird, hängt vom Auto, vom Akku, vor allem aber auch von der Fahrweise und der Aufbewahrung der Akkus ab. Hersteller geben bislang Garantien von 100.000 bis 160.000 Kilometern an. All das sind aber Schätzwerte, da Elektroautos bislang noch gar nicht so lange auf den Straßen sind, um das mit großer Sicherheit sagen zu können.

Auch ist das Ende der Lebensdauer der Akkus in Elektroautos nicht das Ende der Akkus. Diese haben mit 80 Prozent Kapazität im „Second Life“ durchaus noch Verwertungspotenzial, beispielsweise als Energiespeicher.


Wenn also General Motors nun verkündet, man sei kurz vor der Marktreife eines Akkus mit mehr als einer Million Kilometern Laufzeit, ist das schon beeindruckend.

So wird das Unternehmen zumindest von der Nachrichtenagentur Reuters zitiert. Eine General-Motors-Führungskraft habe der Agentur gesagt, man sei „fast da“.

Gemeint ist damit die Entwicklung der langlebigen Akkus, die GM in Zusammenarbeit mit dem koreanischen Partner LG Chem in den USA ausarbeitet. Wann genau „fast“ ist, verriet General Motors jedoch nicht.

Akkus ohne Kobalt-Elektroden

Erst im März präsentierte General Motors seinen Ultium-Akku der neuen Generation. Diese Akkus bieten eine Kapazität von 50 kWh bis 200 kWh. Zum Vergleich: Teslas Model X und Model S haben 100-kWh-Akkus.

Der langlebiege Akku soll noch fortschrittlicher sein. Dazu gehört nicht nur die lange Lebensdauer, sondern auch der Versuch einen Akku mit „Null-Kobalt-Elektroden“ herauszubringen, schreibt Reuters.

Auch arbeite GM an Technologien wie Festkörper-Elektrolyten und ultra-schnellem Laden.

General Motors ist nicht das einzige Unternehmen, das an fortschrittlichen Akkus arbeitet. Unter anderem arbeitet auch Tesla an einem Millionen-Meilen-Akku. Nach einem Bericht von Reuters enwickelt das Unternehmen diesen gemeinsam mit dem chinesischen Batteriekonzern Contemporary Amperex Technology (CATL).

Der ehrgeizige Plan von General Motors zeigt damit, dass der US-Autobauer ernsthaft in den Elektroauto-Markt einsteigen will. Das Unternehmen hatte angekündigt, bis 2025 eine Million Elektrofahrzeuge in China und den USA verkaufen zu wollen.

Zum Weiterlesen


Teile diesen Beitrag!

Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitätstrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

KOMMENTIEREN