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Mit diesem Trick kannst du in Bus und Bahn bares Geld sparen

Turnit BiBo, ÖPNV, Bus
Mit diesem Trick sparst du Geld im ÖPNV. (Foto: Turnit)
geschrieben von Marinela Potor

Einige Städte in Deutschland testen kostenlosen ÖPNV. Doch in den meisten Orten musst du für deine Fahrkarte in Bus und Bahn noch bezahlen. Allerdings gibt es einen Trick, mit dem du viel Geld sparen kannst. 

So rein vom Kopf her wissen wir es ja alle: Es ist besser für die Umwelt, deinen Geldbeutel und den Stadtverkehr, den ÖPNV zu nutzen. Doch wenn es gerade mal wieder in Strömen regnet oder du verzweifelst, weil du schon seit einer halben Stunde die Fahrkartentarife studierst, aber nichts kapierst – dann ist das eigene Auto doch verlockender und bequemer als der Bus oder die U-Bahn.

Hinzu kommt, dass es trotz der vielen Sparangebote für den öffentlichen Transport, vor allem für Gelegenheitsfahrer sehr teuer werden kann mit dem ÖPNV zu fahren. Doch auch reguläre Monats- oder Wochenkarten können, je nach Stadt, ins Geld gehen. In Hamburg musst du zum Beispiel über 100 Euro für eine Monatskarte hinlegen.


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Immerhin: Die deutschen Städte und Verkehrsverbünde bemühen sich. Von bequemen On-Demand-Angeboten, bei dem ein Shuttle dich vor der Haustür abholt bis hin zu lustigen Werbeaktionen, möchten sie den ÖPNV wieder attraktiver machen.

Doch am Preis ändert sich eigentlich nur eins: Er wird (fast) jedes Jahr teurer. Es gibt aber einen kleinen Trick, mit dem du beim Fahrkartenkauf Geld sparen kannst.

Spare mit Handyticket bis zu zehn Prozent

Das Geheimnis heißt: Handyticket. Gemeint sind damit die Fahrkarten-Apps der jeweiligen Verkehrsverbünde, über die du am Smartphone Tickets kaufen kannst.

Dabei wählst du in der App die passende Fahrkarte, zahlst entweder über ein Prepaid-Verfahren, Paypal oder deine Kreditkarte und bekommst dann ein mobiles Ticket ausgestellt.

Für Nutzer ist das generell praktisch Angebot. Sie können ihre Fahrkarten bequem zu Hause am Smartphone kaufen und müssen sich zum Beispiel nicht mehr mit nervigen Kleingeld-Regelungen an Fahrkartenautomaten herumschlagen. Ein weiterer Vorteil: Eine Papierfahrkarte ist schnell verloren. Das Smartphone dagegen kommt nicht so schnell weg.

Hinzu kommt aber, dass die Handytickets bei sehr vielen Verkehrsverbünden billiger sind als die Fahrkarten, die du am Automat oder beim Fahrer kaufst.

Je nach Verkehrsverbund kannst du damit mindestens fünf Prozent, manchmal sogar bis zu zehn Prozent des Ticketpreises sparen. In einigen Städten, wie zum Beispiel in Dortmund oder in Hamburg, findest du über die App bestimmte vergünstige Fahrkarten, die es am Automaten oder am Schalter gar nicht gibt.

Mit diesem einfachen Trick kannst du also langfristig beim Fahrkartenkauf im ÖPNV bares Geld sparen.

Doch warum sind die Handytickets eigentlich günstiger?

Zeit ist Geld

Die Verkehrsverbünde möchten durch die Rabatte natürlich Nutzer dazu anregen, ihre Fahrkarten über die jeweiligen Verkehrs-Apps zu kaufen.

Doch was haben die Verkehrsunternehmen davon? Zum einen spart das unglaublich viel Zeit. Es dauert zum Beispiel im Schnitt eine halbe Minute, bis ein Busfahrer eine Fahrkarte pro Person ausstellt. Der schnelle Blick auf euer Smartphone kostet den Fahrer lediglich wenige Sekunden.

Dadurch sparen Fahrer also viel Zeit, die Busse kommen pünktlicher an. Das ist angenehmer für wartende Fahrgäste und entspannter für die Fahrer.

Warum bieten das also nicht alle Verkehrsverbünde an? Weil es unter Umständen viel aufwendiger sein kann, eine App zu betreiben als einen Fahrkartenautomat, erklärt Daniel Ackers vom Branchenverband VDV (Verband Deutscher Verkehrsunternehmen) gegenüber Mobility Mag.

So gebe es bislang auch keine branchenweite Regelung zu den günstigeren Handytickets, sagt Ackers. Allerdings gehe die Entwicklung durchaus dahin, Nutzer über bequeme (und günstigere) mobile Fahrkahrten in den ÖPNV zu locken: „Mittel- und langfristig geht es darum, mehr Gelegenheitskunden einen einfachen Einstieg in den ÖPNV zu ermöglichen.“

Wenn du also vor der Frage stehst: Tram oder Carsharing, soll es zumindest auf technischer Ebene genauso leicht sein, ein Ticket für den öffentlichen Transport zu buchen wie ein Carsharing-Auto. Damit, so die Hoffnung, könnten aus Gelegenheitsnutzern regelmäßige Nutzer werden – was natürlich besser für den Stadtverkehr und die Umwelt wäre.

Gleichzeitig liefern die Handytickets den Transportunternehmen auch wertvolle Daten. Welche Tickets sind besonders beliebt? Zu welcher Tageszeit werden die meisten Fahrkarten gekauft? All das kann dabei helfen, den ÖPNV effizienter – und damit schneller und nachhaltiger – zu gestalten.

Ist das Handyticket besser fürs Klima?

Doch ist es nicht ohnehin besser für die Umwelt, wenn wir unsere Tickets nicht mehr ausdrucken? Ganz so einfach ist es nicht.

Ja, auf der einen Seite sparst du Papier. Doch auf der anderen Seite nutzt du natürlich dein Smartphone mehr, genauso wie das Internet und damit auch mehr Strom und mehr Ressourcen. Wenn aber dadurch wirklich mehr Menschen den ÖPNV nutzen, ist das E-Ticket unterm Strich durchaus klimafreundlicher.

Die einzige Frage ist nur: Wenn Städte und Transportunternehmen wollen, dass mehr Menschen den ÖPNV nutzen, warum ist das günstigere Handyticket ein derart gut gehütetes Geheimnis?

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitätstrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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