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Weltneuheit: Hyundai will mit Solardach den CO2-Ausstoß von Autos verringern

Hyundai Solardach
Foto: Hyundai Motor Group
geschrieben von Marinela Potor

Wie kann man gleichzeitig Sprit sparen, Energie erzeugen und den CO2-Ausstoß beim Autofahren verringern? Der japanische Autohersteller Hyundai glaubt, dass die Antwort darauf ein neuartiges Solardach für Autos sein könnte.

Das Konzept dafür haben Hyundai und Kia Motors auf der SEMA Show 2018 in Las Vegas vorgestellt. Das Spannende daran: Die Solarzellen können nicht nur von Elektro- und Hybridfahrzeugen genutzt werden, sondern auch von Autos mit Verbrennungsmotoren.

Solarenergie auch für Verbrennungsmotoren nutzbar

Solarzellen für Autos sind kein neues Konzept. Einige Autohersteller setzen diese bereits ein, wenn auch meist in Elektroautos. Das Hauptproblem dabei ist, dass Solarzellen auf dem Dach nicht sehr viel Energie generieren. Beim PHEV Prius von Toyota reichte die so produzierte Solarenergie lediglich, um das Lüftungssystem zu betreiben.

Doch die Systeme werden besser und Automobilhersteller bemühter, wie nun das Solardach von Hyundai und Kia zeigt.

Hyundai und Kia versprechen mit ihrem Solardach nicht nur eine erhöhte Energieproduktion, sie wollen die Technologie auch für Autos mit Verbrennungsmotoren nutzen. Solarzellen für Diesel und Benziner wären ein weltweit völlig neues Konzept.

Ab 2020 möchten sie ihre Fahrzeuge mit dieser Technologie ausstatten.

Drei Generationen von Solardächern

Die Umsetzung ist in drei Phasen gegliedert: die erste Generation von Silikon-Solarzellen, die zweite Generation von halbdurchsichtigen Zellen und schließlich die dritte Generation mit Solarzellen am Dach und an der Motorhaube.

Die erste Generation von Solarzellen aus Silikon, die in wenigen Jahren serienreif sein soll, wird dabei zunächst an Hybridfahrzeuge angebracht werden. Diese können die Batterie pro Tag zwischen 30 und 60 Prozent aufladen, je nach Wetterbedingungen.

In der zweiten Generation werden die Solarzellen halbdurchsichtig. Hyundai möchte damit ein transparentes Solardach erzeugen.

Hyundai Solardach transparent Innenraum

Foto: Hyundai Motor Group

Die Zellen aus dieser Generation können sowohl Akkus in Elektrofahrzeugen aufladen als auch Batterien in Autos mit Verbrennungsmotoren. Über die Solarenergie soll die Batterie von Verbrennungsmotoren aufgeladen werden. Die beiden japanischen Hersteller glauben, dass damit sowohl Kraftstoff gespart als auch der CO2-Ausstoß reduziert werden kann.

Zwar sagen die Unternehmen nicht, wie hoch die CO2-Einsparungen durch diese Technologie sein werden. Doch sie glauben, dass ihre Autos damit auch strengere gesetzliche Anforderungen beim CO2-Ausstoß einhalten können.

Die dritte Generation von Solarzellen ist für Ökofahrzeuge gedacht. Neben dem Dach möchte Hyundai die Solarzellen auch an der Motorhaube anbringen und somit nicht nur für bessere Reichweiten sorgen, sondern auch den Energieoutput erhöhen. Das große Ziel ist es, mit dieser Technologie die Autos selbst zu Energiespeichern zu verwandeln.

Hyundai Solardach Solarzellen Detail

Foto: Hyundai Motor Group

Solardach allein ist nicht sehr effektiv

Tatsächlich könnten die Solarzellen erst in dieser Phase eine größere Wirkung entfalten. Denn auch wenn Akkus und Solarzellen immer effizienter werden – Autodächer allein sind flächenmäßig zu klein, um damit sehr viel Energie zu generieren. Konzepte, bei denen die gesamte Karosserie aus Solarzellen besteht, sind daher vielversprechender.

Dennoch: Hyundai zeigt, dass sie sich neben Nissan und Tesla ebenfalls an vorderster Front mit ihren umweltfreundlicheren Autos positionieren wollen – und ein transparentes Solardach ist definitiv ein Hingucker!

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin auf Weltreise und Chefredakteurin vom Mobility Mag. Seit 2013 hat sie keinen festen Wohnsitz mehr und schlägt sich als digitale Nomadin um den Globus.

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