Basics

In sechs Schritten zum digitalen Nomaden – der ultimative Selfguide

geschrieben von Marinela Potor

Du hast das langweilige Leben im Büro satt? Möchtest raus aus dem fucking Hamsterrad? Du willst endlich weg vom kalt-nassen deutschen Winter? Du willst ein Location-Independent Business aufbauen und die Welt als digitaler Nomade bereisen? Das kann ja nicht so schwer sein …

Schritt eins: Finde die richtige Motivation

Du hast eigentlich keine Ahnung, was digitale Nomaden so jobmäßig tun, aber das ist ja auch egal. Wenn sie so viele Fotos von sich am Strand posten, kann das ja nicht so schwer sein. Ja, du könntest dir einige längere Bücher zum Thema durchlesen, aber die sind alle auf Englisch und das wäre ja Arbeit und würde echt mal so gar keinen Spaß bringen. Wenn du eins von den digitalen Nomaden verstanden hast, dann das: Arbeit ist voll geil und macht IMMER Spaß! Also: stattdessen erstmal ein Video-Tutorial angucken und ein paar Podcastfolgen reinziehen. Läuft.

Schritt zwei: Gute Vorbereitung ist alles

Du hast wirklich deine Hausaufgaben gemacht. Seit Jahren folgst du dem Blog von Conni Biesalski und die 4-Hour Workweek hast du auch gelesen. Damit weißt du also schon ganz genau, was auf dich zukommt: Ein Leben voller Zen und wenn es nach dir geht, die Null-Stunden Arbeitswoche. Es kann losgehen!

Schritt drei: Einen fundierten Geschäftsplan entwickeln

Der Businessplan steht: Du wirst einen Reiseblog starten (nischig natürlich, du bist ja nicht von gestern) und ihn schön mit Affiliate Links füllen. Sobald du genug Fans hast, wirst du dann dein erstes Ebook schreiben und anderen neuen Nomaden erklären, wie sie mit einem Blog Geld verdienen können.

Es ist auch gar nicht schlimm, dass du vorher noch nie geschrieben hast oder dich kaum mit dem Internet auskennst. Dafür gibt es ja Mastermindgruppen. Tutorials. YouTube Videos. Da hast du schon eh die wichtigste Message rausgezogen: Der einzige, der deinen Träumen im Weg steht, bist du. Und du hast definitiv nicht vor, dein eigener Stolperstein zu sein. Karriere: steht!

Schritt drei: Sich für den Notfall absichern

Rentenvorsorge ist was für Spießer. Mensch, wir leben doch im Hier und Jetzt, warum sollten wir uns mit 22 Jahren um die Rente kümmern. Wenn wir alt und klapprig sind und uns kaum noch rühren können und uns die Ärzterechnungen überhäufen, können wir uns ja immer noch darüber Gedanken machen.

Du hast da eine viel bessere Vorsorge: Muddi und Vaddi! Das Kinderzimmer ist ja auch noch sehr bequem und Muddi macht eh den besten Braten. Und wenn´s dann richtig hart auf hart kommt, dann gibt’s ja das immer noch das gute alte deutsche soziale Netz.

Schritt vier: Stelle deine Ausrüstung zusammen

iPad – haste! Boze-Kopfhörer – bestellt! Macbook Air – kommt von Muddi und Vaddi als Geburtstagsgeschenk. Ebook Reader – Omi wird noch bearbeitet.

Nur die ganzen Klamotten kriegst du irgendwie nicht in den Carry-On Rucksack gequetscht. Da bleibst du aber hart. Minimalismus ist schließlich das Zauberwort. Welche Loser reisen schon mit großen Backpacks oder noch schlimmer – mit Koffern? Geht gar nicht!

Schritt fünf: Baue dir ein Netzwerk auf

Du bist Mitglied in so ziemlich allen Facebook-Gruppen für digitale Nomaden und deine Mastermindgruppen für „Geld verdienen mit Amazon“ und „Erfolgreiches Bloggen“ stehen auch schon. Für die Digitale Nomadenkonferenz hast du nicht so wirklich die Kohle, aber sobald du so richtig abgehst mit deinem Blog, wirst du ja eh eingeladen. Bis dahin machst du die Konnäktions im Netz – digital halt!

Schritt sechs: Die richtige Location wählen

Das ist echt hart. Die Welt ist ja so mega groß. Wo sollst du bloß hin? Du hast ja jetzt die volle Freiheit! Also am besten was ganz was anderes, was Exotisches. Bali. Chiang Mai. Taghazout. Barcelona. Oder doch lieber Tarifa? Kitesurfen soll ja mega energizing sein! Wobei … du magst Wind gar nicht so.

Und überhaupt, wäre Koh Lanta nicht eh besser wegen der richtig geilen Coworking Spaces und dieser Sache mit der Geoarbitrage? Du willst ja auch slow traveln. Also, keinen Stress und erstmal ´ne Runde meditieren – dann kommt schon die richtige Eingebung!


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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin auf Weltreise und Chefredakteurin vom Mobility Mag. Seit 2013 hat sie keinen festen Wohnsitz mehr und schlägt sich als digitale Nomadin um den Globus.

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