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Wohnmobil-Boom: Mit diesem Trick will sich Indie Campers von der Konkurrenz abheben

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So holt Wohnmobil-Vermieter Indie Campers zum Angriff aus. (Foto: Indie Campers)

Indie Campers, die Plattform für Wohnmobilvermietung, holt zum Angriff aus. Mit einer Änderung auf ihrer Plattform bietet sie nun ein größeres Angebot für Urlauber, aber auch mehr Konkurrenz für Wettbewerber. 

Sommerzeit ist Wohnmobilzeit. Das ist nichts Neues. Seit Jahren hält der Trend zum Caravaning an. Corona hat jetzt der Branche noch zusätzlich Schwung verliehen.

Denn viele bevorzugen im Corona-Sommer 2020 aufgrund von Reisebeschränkungen und der Gesundheitslage einen Urlaub im eigenen Land oder in europäischen Nachbarländern. Gleichzeitig bieten Wohnmobile eine ideale Möglichkeit, um unabhängig – und damit risikofreier – unterwegs zu sein.


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All das beflügelt geradezu den Wohnmobilverleih in Deutschland. Das geht aktuell so weit, dass es für Urlauber schwierig ist, verfügbare Wohnwagen, aber auch Stellplätze zu finden.

Um in dieser Situation Grundstückbesitzer und Urlauber zusammenzubringen, hat sich beispielsweise die Initiative Pop-up-Camps gegründet, auf der Grundstückbesitzer mit freiem Stellplatz und Wohnmobil-Urlauber zusammenfinden können.

Nun reagiert auch die kommerzielle Plattform für Wohnmobilverleih, Indie Campers, auf die gestiegene Nachfrage – und den Wohnmobil-Mangel.

Nach eigenen Angaben ist Indie Campers Europas größte Plattform für Wohmobil-Vermietung. Nun öffnet das Unternehmen aus Eschborn bei Frankfurt am Main ab sofort seine Plattform für andere Anbieter. Das könnte ein genialer Trick sein, um sich von der Konkurrenz abzuheben.

Indie Campers öffnet Plattform für andere Anbieter

Denn bislang konnten Nutzer über Indie Campers „lediglich“ einen der 1.200 Wohnmobile des Unternehmens mieten. Das scheint aber aktuell nicht auszureichen. So können nun sowohl andere kommerzielle Anbieter als auch private Wohnmobilbesitzer ihre Fahrzeuge auf die Plattform stellen – und zum Vermieten anbieten.

„Innerhalb der sich derzeit verändernden Reiselandschaft ermöglicht uns dieser Schritt, uns noch mehr an die ständig aufkommenden Trends der Sharing Economy anzupassen, unser Angebot an flexiblen, authentischen und nachhaltigen Reiseerlebnissen zu erweitern und dem wachsenden, weit verbreiteten Interesse gerecht zu werden, in die Natur und weg von den Menschenmassen zu gelangen“, sagt Hugo Oliveira, CEO von Indie Campers in einer Pressemitteilung.

Indie Campers bezeichnet sich mit diesem Schritt sogar als „Amazon der Wohnmobilvermietung“.

Kampfansage an Campersharing-Plattformen

Gleichzeitig kann man das auch als einen gewaltigen Angriff auf die Konkurrenz verstehen, insbesondere auf andere große Sharing-Plattformen, wie Paul Camper, Yescapa oder Campanda. Diese sind mit ihrem Peer-to-Peer-Konzept bei der Vermittlung von Campervans, Wohnmobilen und Wohnwagen sehr erfolgreich.

Diese Campersharing-Plattformen vermitteln so zwischen überwiegend privaten Fahrzeug-Besitzern einerseits und Urlaubern auf der Suche nach einem passenden Wohnmobil andererseits. Kommerzielle Anbieter gibt es entweder gar nicht oder stehen absichtlich nicht im Fokus. Damit will man ganz bewusst eine familiäre Atmosphäre und den regen Austausch unter den Nutzer fördern.

Doch mit der Öffnung der Plattform von Indie Campers könnten diese nun abwandern – oder zumindest Indie Campers einen großen Zufluss an neuen Nutzern beschaffen.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitätstrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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