GRÜN REISEN

Kaufprämie (haarrrharrrr) – for the win!

Katja Diehl, Mobilität, Glosse
In unserer Mobility Mag Glosse "Ganz schön verfahren" teilt Katja Diehl gewohnt scharfzüngig aus.
geschrieben von Katja Diehl

Vom fahrerlosen Auto bis Carsharing, vom E-Scooter bis zum E-Bike: Die Art, wie wir von A nach B kommen, verändert sich gerade massiv. Eine, die mittendrin im Geschehen steckt ist Mobilitätsexpertin Katja Diehl. Über das, was sie dort so alles erlebt – von tragisch bis komisch – berichtet sie regelmäßig in der Mobility Mag Glosse. Diesmal lässt sie sich über die Kaufprämie für Elektroautos aus. 

Ich war kurz davor, über Alternativen zum PKW nachzudenken. Frag mich nicht… Es stimmt aber. Kurz, ganz kurz habe ich reflektiert, ob ich wirklich noch ein Auto möchte.

Nicht, weil ich es nicht liebe mit seinen überbreiten Felgen und der Sonderlackierung. Sondern,weil ich umgezogen bin und das Parkplatzsuchen in der Stadt heimlich leid habe. Sind schließlich fast anderthalb Stunden am Tag!


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Klar, mit der Bahn wäre ich deutlich schneller, aber mal ehrlich: Wer will schon so wenig Raum mit Menschen teilen, mit denen er nicht mal in einem Restaurant am Nachbartisch sitzen möchte?

In meiner Großraumlimousine höre ich dagegen Andreas Gabalier, so laut ich will, telefoniere und mache Business, auch wenn mich das manchmal sehr vom eigentlichen Verkehrsgeschehen ablenkt.

Nun ja. Ich dachte also nach. Und hörte sofort damit auf, als ich von der 6.000 Euro Kaufprämie für neue Elektroautos hörte. Fast schon unheimlich dieses Zeichen.

Wundervoll gar!

Kaufprämie: E-Autos für alle! (Die es sich leisten können)

Regierung und Industrie schenken mir mit dieser Kaufprämie Geld, damit ich ein Produkt kaufe, dass ich nie im Leben effizient ausnutzen muss. Sondern einfach besitzen und über 23 Stunden parken kann. Ich finde das sehr weitsichtig.

Denn

  1. Kommen so vor allem Menschen in den Genuss der elektrischen Fahrweise, die es sich leisten können (denn mal ehrlich, welcher Normalverdiener kann sich auch mit Prämie ein Elektroauto leisten?).
  2. Kann ich mir so auch was Ordentliches leisten und muss nicht auf ein kleineres Fahrzeug umschwenken.
  3. Bleibt alles so, wie es ist, weil ja nur meine Mobilität individuell spürbar Anschub erfährt – durch Cash auf Täsch – und eben nicht in den Rachen der DB und anderer Möchtegern-Ökos geschmissen wird.
  4. Steigern wir so weiter die PKW-Dichte in Deutschland, was ja wohl hoffentlich heißt, dass ich auch weiterhin keinen Platz an diese Rad- und Fuß-Rowdys abgeben muss.

Kontinuität zahlt sich eben aus!

Und ich brauche erstmal zwei Jahre nicht mehr nachdenken. Bestens.

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Über den Autor

Katja Diehl

Katja Diehl kommt aus Hamburg und ist Kommunikations- und Unternehmensberaterin mit Schwerpunkten in Neuer Mobilität, Neuem Arbeiten und Diversität.

Sie hält Keynotes, moderiert Events und Workshops und hostet alle 14 Tage den Podcast "#SheDrivesMobility"

Nach Start als Journalistin und Pressesprecherin sowie Expertise in leitender Funktion bei Konzernen der Logistik- und Mobilitätsbranche berät sie Unternehmen und Start-ups bei ihrer Markenkommunikation und Positionierung und ist beim MaaS-Lösungsanbieter (Mobility as a Service) door2door in Berlin Lead PR & Communications.

Katja Diehl hat den Hub von "womeninmobility"
womeninmobility in Hamburg gegründet. Im Bundesvorstand des Verkehrsclub Deutschland e. V. (VCD) treibt sie unter anderem die Themen Mobilität 2050, Mobilitätswandel durch Wandel von Mindset sowie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit voran.

Desweiteren ist sie Mentorin bei MentorMe und Yoldas, einem Projekt der Bürgerstiftung Hamburg.

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