Future Start-ups

Drei Brüder, ein Terminator und der Super-Akku

Kreisel Electric Arnold Schwarzenegger
Bild: Martin Hesz - Kreisel Electric
geschrieben von Marinela Potor

Die effizientesten Akkupacks der Elektromobilität kommen nicht etwa aus dem Hause Tesla oder von einem großen Autokonzern, sondern aus Oberösterreich. Hier sitzt das Unternehmen Kreisel Electric. Ein Familienbetrieb, der den Anspruch hat, die leichtesten und leistungsstärksten Akkus der Welt zu entwickeln. Da passt es nur zu gut, dass gerade „Terminator” Arnold Schwarzenegger zu den prominentesten Förderern des Familienunternehmens gehört.

Rainbach in Mühlkreis, Oberösterreich am 19. September 2017. Grelle Scheinwerfer, Kamerablitzlicht, ein riesiger roter Hummer und davor Arnold Schwarzenegger mit breitem Lächeln und einem Mikrofon wie ein stolzer Papa: „Kreisel Electric hat im letzten Winter meine G-Klasse elektrifiziert. Und nun einen Hummer. Wenn Kreisel in diesem Tempo weitermacht, fliege ich bald in einem elektrischen Flugzeug von L.A. hierher”, sagte der Terminator-Darsteller und ehemalige Gouverneur von Kalifornien bei der medienwirksamen Pressevorstellung des weltweit ersten Hummers mit Elektroantrieb.

Hummer 4 Arnold Schwarzenegger Kreisel Electric

Bild: Martin Hesz – Kreisel Electric

Besessen von der Elektromobilität

Im Hintergrund die drei Kreisel-Brüder, Philipp, Johann und Markus sowie der vierte Gründer im Bunde, Christian Schlögl, die diesen Prototyp in sage und schreibe zwei Monaten entwickelt haben. Wir „sind davon besessen, dass der elektrische Antrieb die effizienteste Form der Fortbewegung darstellt”, sagen die Gründer über sich auf ihrem Webauftritt.

Immerhin, die Familie Kreisel ist seit 35 Jahren in der Elektromobilität tätig. Dabei geht es den Kreisels aber nicht darum, eigene Elektroautos zu bauen. Sie konzentrieren sich lieber auf den Kern der Elektromobilität, den Akku. Die elektrischen Prototypen, von Golf bis BMW, die sie dafür eigens ausarbeiten, sind nur die hübsche Hülle für das, worum es ihnen wirklich geht: den effizientesten Akku der Welt zu entwickeln.

Kreisel Electric Gründer

Die vier Kreisel-Gründer (Bild: Kreisel Electric)

Super-Akku ist nur der Anfang

Das ist nicht so unbedeutend wie es klingen mag, ganz im Gegenteil. Denn in der Automobilbranche ist eins ganz offensichtlich: Wer Kunden die beste Reichweite und die effizientesten Akkus bieten kann, wird die Vorreiterrolle in der Elektromobilität für sich beanspruchen können. Kreisel Electric behauptet, genau diese Akkus bereits entwickelt zu haben.

Akkupack Kreisel Electric

Bild: Kreisel Electric

Das Akkupack von Kreisel Electric wiegt 4,1 kg pro Kilowattstunde, bei einer Energiedichte von 1,95 dm³ pro Kilowattstunde. Was das konkret bedeutet zeigt Kreisel Electronic mit einem Rechenbeispiel. Beim alten eGolf mit einer Reichweite von 190 Kilometer würde der Einbau eines Kreisel-Akkus Folgendes bedeuten: Die Reichweite könnte auf 350 bis 430 Kilometer (je nach Fahrweise) gesteigert werden, ohne das Gewicht oder Einbauvolumen des Akkus zu erhöhen.

Das ist natürlich nicht nur für die Automobilbranche interessant. So wird der Kreisel-Akku auch in Booten, Flugzeugen sowie im Rennsport eingesetzt. Das ist aber nur der Anfang. Kreisel Electric arbeitet zum Beispiel ebenfalls an einem Elektrospeichersystem für erneuerbare Energien im Hausbau, dem Mavero Hausspeicher.

Auch hat das Unternehmen eine der wohl stylischsten Ladesäulen entwickelt, den Kreisel Smart Charger.

Kreisel Smart Charger

Bild: Kreisel Electric

Die Design-Ladesäule lässt sich per Smartphone bedienen und hat einen Typ 2 Anschluss mit Drei-Phasen-Ladekapazität. Das bedeutet: E-Autos können damit über Gleichstrom per Schnellladung an der Heimsteckdose aufgeladen werden. Ein Super-Charger für Daheim sozusagen. Ende 2017 soll der Kreisel-Charger lieferbar sein.

Bei so viel geballter Superpower ist es daher wohl nicht überraschend, dass gerade Arnold Schwarzenegger, a.k.a der Terminator, Kreisel Electric unterstützt, oder?

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin auf Weltreise und Chefredakteurin vom Mobility Mag. Seit 2013 hat sie keinen festen Wohnsitz mehr und schlägt sich als digitale Nomadin um den Globus.

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