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Lastenrad-Sharing in Deutschland: Die komplette Übersicht aller Angebote

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Donk-EE aus Köln ist eins der vielen Angebote zum Lastenrad-Sharing in Deutschland. (Foto: Green Moves Rheinland / D. Koebe)

Lastenrad-Sharing erobert langsam aber sicher die deutschen Städte. Welche Anbieter gibt es? Was kannst du erwarten? Wir haben alle aktuellen Angebote in einer Übersicht zusammengetragen.

Lastenräder oder Cargobikes liegen im Trend. Auch Sharing ist ein großer Trend. Warum nicht beides kombinieren?

Genau deshalb gibt es in Deutschland mittlerweile in sehr vielen Städten Lastenrad-Sharing, teilweise sogar auch kostenlos oder auch mit Elektromotor.


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Schließlich könnten die belastbaren Fahrräder insbesondere in der Stadt, aber durchaus auch im ländlichen Raum ein idealer Autoersatz sein. Das gilt sicherlich nicht für alle Fahrten.

Doch in einer Studie vom Institut für Tranformative Nachhaltigkeitsforschung aus 2016 unter Lastenrad-Fahrern kam heraus, dass gut die Hälfte von ihnen (46 Prozent) eine Autofahrt mit dem Lastenrad ersetzt hatten.

Damit sparst du nicht nur Emissionen und verbesserst deinen CO2-Abdruck, du tust auch etwas Gutes für deine Gesundheit. Warum also nicht mal eins der vielen Lastenrad-Sharing-Angebote ausprobieren?

Wir haben entsprechend alle Angebote, die wir online finden konnten, in einer Übersicht zusammengetragen und alphabetisch nach Städten geordnet.

Aachen

In Aachen gibt es zwei Lastenrad-Sharing-Angebote, Belade Schäng und Karl. Der Belade Schäng ist ein für Bürger kostenloses von der Stadt Aachen gefördertes Angebot. Der Beladeschäng kann von jedem genutzt werden, allerdings musst du das Lastenrad vorher online reservieren. Du darfst es maximal drei Tage lang behalten.

Neben dem Belade Schäng gibt es noch das Lastenrad Karl in Aachen. Auch Karl kostet nichts und kann von jedem ausgeliehen werden. Du musst aber ebenfalls vorab ein Online-Formular ausfüllen. Das Angebot stammt von der Bleiberger Fabrik, die sich aber natürlich trotzdem über Spenden für die Wartung von Karl freut.

Aurich

Der Verein Auriculum e.V. bietet in Aurich mehrere Lastenräder im Sharing an. Sie heißen Ammo, Sina, Daaje, Ubbo, Ida und Eez.

Die Auricher Lastenräder findest du an sechs Standorten, dem Druckzentrum Lützowallee, dem Familienzentrum Aurich, dem Bio-Markt Baier, am Edeka Nah und Gut Osterkamp sowie im DHL Paketshop beim Citroën-Autohaus Immoor und bei Gerald Fiene.

Üblicherweise kannst du die Räder online buchen – und das kostenlos „för elk un een“. Das Eez steht aktuell aber wegen Corona nur nach telefonischer Absprache zur Verfügung.

Bamberg

In Bamberg kannst du dir bereits seit 2017 kostenlos Lore ausleihen und seit März 2020 hat Lore einen kleinen Bruder, Hans. Hans ist ein E-Lastenrad.

Aufgrund von Corona sind die Lastenräder zwar derzeit im Privatverleih. Doch normalerweise kannst du die Lastenräder online buchen. Du kannst das Rad maximal drei Tage behalten und um Spenden wird gebeten.

Berlin

In Berlin ist das Angebot beim Lastenrad-Sharing erwartungsgemäß groß.

Freie Lastenräder

So gibt es mehrere freie Lastenräder. Die Flotte Berlin, eine Initiative des ADFC Berlin, stellt aktuell 40 Lastenräder in der Stadt zur Verfügung. Die Räder können online reserviert werden und bis zu drei Tage behalten werden. Kostenfaktor: Spenden sind erwünscht.

Darüber hinaus bietet der Verein Kunst-Stoffe-Berlin zwei Lastenräder an, jeweils an seinen Materiallagern in Pankow und Neukölln. Kostenfaktor: Drei Euro pro Stunde, zwölf Euro pro Tag und 60 Euro pro Woche. Zusätzlich wird eine Kaution von 80 Euro fällig.

Kommerzielle Anbieter

Zu den kommerziellen Anbietern in Berlin gehören Kiwibikes, ein Fahrradladen, der auch E-Lastenräder im Angebot hat (Kosten: 30 Euro pro Tag für ein normales und 45 Euro pro Tag für ein E-Bike, Wochenpreise ab 140 Euro) sowie Mogool Bikes und Moghul Rikshas. Hinter diesen beiden Angeboten steckt ein Fahrradladen aus Neukölln, der sowohl Lastenräder im Sharing anbietet als auch Rikschas.

Die Preise liegen bei 25 Euro für vier Stunden, 40 Euro pro Tag und 80 Euro pro Wochenende. Wochenmiete: 105 Euro. Für den E-Antrieb ist alles etwas teurer.

Dann gibt es noch das „Kiezlastenrad“ von Pedalpower in Lichtenberg, Rummelsburg und Viktoriastadt. Dieses kannst du dir ab fünf Euro pro Stunde, zwölf Euro für drei Stunden oder 20 Euro für den Tag ausleihen.

Private Sharing-Plattformen

Berlin hat außerdem noch zwei Plattformen, die ganz im Sinne der Sharing-Economy sind: Upperbike und Velogistics. Auf beiden stellen Privatpersonen ihre Lastenräder für andere Nutzer zur Verfügung.

Upperbike für Lastenrad-Sharing findest du außerdem noch in Hannover und Bremen. Auch Velogistics ist deutschlandweit verteilt. Die Plattform Listnride funktioniert ähnlich, allerdings findest du hier vorwiegend kommerzielle Anbieter. Die Tagespreise für Privat-Bikes liegen bei 15 Euro pro Tag und aufwärts, für kommerzielle Anbieter geht es ab 25 Euro pro Tag los.

Auch hier gilt: Corona-bedingt kann es sein, dass nicht alle Räder derzeit zur Verfügung stehen.

Bielefeld

Bielefeld bietet seinen Anwohnern kostenlosen Zugang zu Bisela. Wie in anderen Städten auch, musst du dich für die Nutzung registrieren, dann einen Termin vorab reservieren, das Rad abholen und wieder zurückbringen – und eine Spende hinterlassen.

Biesla sind eigentlich drei Lastenräder, Biesela eins bis drei. Noch dazu gibt es jetzt ein Lastenrad von Bakfiets im Angebot.

Übrigens: Biesela ist auch ein Angebot von Bürgern für Bürger, da sich die Anschaffung der Räder ausschließlich über Crowdfunding-Spenden finanziert.

Bischofswerda

Das freie Lastenrad von Bischofswerda heißt Leihschiebock. Dahinter steckt eine kleine Gruppe von Fahrradfans, die ihren Mitbürgern gerne mit nachhaltigeren Transportmitteln helfen wollen. Dazu gibt es aktuell in Bischofswerda zwei Lastenräder der Gruppe, Schubi und Speedy.

Auch hier ist die Nutzung kostenlos, Leihschiebock empfiehlt aber eine Spende von fünf Euro pro Nutzung und freut sich außerdem über alle, die beim Projekt mit anpacken wollen.

Bonn

Bolle heißt das freie Lastenrad-Sharing in Bonn. Derzeit gibt es darunter sechs verschiedene Lastenräder im kostenfreien Verleih, einige davon auch mit E-Antrieb. Auch  hier sind Spenden natürlich willkommen.

Das Schöne an Bolle ist auch, dass die Organisatoren Lastenrad-Sharing-Geschichten sammeln, die sie dann auf ihrer Website veröffentlichen.

Zum Beispiel: Studenten (der visuellen Technikkommunikation) haben sich nach mehrmaliger Nutzung bereiterklärt, einen Imagefilm für Bolle zu drehen. So hat man wirklich das Gefühl, dass Lastenrad-Sharing caring ist.

Braunschweig

In Braunschweig kannst du dir Heinrich, den Lastenlöwen ausleihen. Drei Lastenräder stehen hier kostenfrei zur Verfügung. Zwei davon sind vom niederländischen Hersteller Bakfiets und ein E-Cargobike kommt von Riese-Müller. Wie überall, freut man sich auch hier über eine Spende.

Bremen

Wie auch in Berlin, gibt es auch in Bremen die Sharing-Plattform Upperbike. Darüber hinaus hat auch Bremen sein freies Lastenrad in Kooperation mit dem örtlichen ADFC und mit Unterstützung der Stadt, Fietje.

Bremen hat keine festen Stationen für die Räder. Vielmehr rotieren die Stationen regelmäßig. Auf der Website findest du aber aktuelle Standorte.

Buchholz in der Nordheide

Buchholz bietet im Lastenrad-Sharing das Bike „Heidschnucke“. Getragen wird Heidschnucke vom Verein Buchholz fährt Rad e.V. – der für Wartung und Betreibung der Website auf Spenden angewiesen ist, da auch hier die Nutzung kostenfrei ist. Insgesamt bietet der Verein aktuell fünf verschiedene Lastenrad-Modelle zum Verleih an.

Celle / Faßberg

Das Celler Lastenrad heißt Clara und es gibt Clara in drei Varianten, von Clara 1 bis Clara 3. Auch das Faßberger Lastenrad Fariba kannst du hier ausleihen. Andersrum funktioniert es auch. Die Clara-Räder (und einige weitere der Region) stehen dir über die Faßberger Schnucken-Stulle zur Verfügung.

Der Verleih ist kostenlos und du kannst dir die Räder bis zu drei Tage leihen. Die Räder werden nach dem Rotationsprinzip an unterschiedliche Stationen gebracht.

Die Initiative freut sich über Spenden – sowie über Fahrräder oder Fahrradzubehör, das du teilen möchtest.

Chemnitz

Der ADFC Chemnitz verleiht das Lastenrad Karli. Karli verfügt über Elektroantrieb sowie zwei Kindersitze und steht Interessierten gratis zur Verfügung. Der ADFC bittet aber für Wartung und Organisation um Spendenbeträge von zehn bis 20 Euro pro Ausleihtag.

Darmstadt

Das freie Lastenrad von Darmstadt heißt Heinerbike. Genau genommen sind es fünf Heinerbikes vom Typ Bakfiets Cargobike Cruiser Long. Sie haben also eine elektrische Unterstützung. Als Teil der Initiative der freien Lastenräder ist auch das Heinerbike kostenfrei. Du musst die Nutzung vorab online reservieren. Über Spenden beschwert sich auch in Darmstadt niemand.

Darüber hinaus gibt es in Darmstadt noch seit Neuestem den kommerziellen Anbieter Sigo. Hier kannst du dir ebenfalls E-Lastenräder ausleihen. Dazu soll es langfristig vier Stationen geben, an denen die E-Bikes automatisch laden können.

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Die erste Station von Sigo in Darmstadt. (Foto: Sigo)

Die Sigo-Bikes buchst du über eine App. Preisfaktor: 1,50 Euro Startgebühr plus 1,00 Euro für jede angefangene halbe Stunde. Sigo möchte langfristig Lastenbike-Sharing in ganz Deutschland anbieten.

Detmold

Das freie Lastenrad von Detmold nennt sich Dela. Dela gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, von Dela 1 bis Dela 3. Auch Dela ist kostenfrei (und gerne gegen Spenden) zu mieten und du findest sie an festen Stationen. Du musst die Räder aber vorab online reservieren.

In Detmold bietet die Dela-Initiative zudem monatliche Einführungskurse ins Lastenrad-Fahren, für alle, die sich beim Umgang mit den größeren Rädern noch unsicher sind.

Dortmund

Dortmunder können sich Rudolf ausleihen. Die Initiative verleiht zwei Lastenräder in Dortmund und zwei in Bochum. Der eigentliche Rudi ist im Moment aber nicht verfügbar.

Ansonsten findest du die Rudolf-Räder an verschiedenen Stationen, wo du sie abholst und wieder zurückbringst. Wie bei fast allen Initiativen musst du die Ausleihe vorab online über ein Formular anfragen und dann vor Ort deine Personalien hinterlegen. Rudolf ist kostenfrei, du kannst auch hier aber mit Spenden helfen.

Dresden

Dredsen bietet seinen Bürgern Frieda & Friedrich an. Dahinter verbergen sich 15 verschiedene Lastenräder an unterschiedlichen Stationen innerhalb der Stadt und Radebeul. Du kannst die Räder online buchen. Über einen Kalender auf der Website ist die Verfügbarkeit auch direkt erkennbar. Die Lastenräder sind kostenfrei, Spenden sind willkommen.

Duisburg

In Duisburg gibt es Duisbock – das Leihlastenrad. Seit Sommer 2018 waren das Duisbock und Max, seit Mai 2020 kommt nun auch durch Spenden Alexa dazu. Ach Duisbock gehört zur Initiative der freien (also kostenlosen) Lastenräder in Deutschland.

Düsseldorf

In Düsseldorf bringen dich und deine Lasten die schicke Minna und die schicke Ulla durch die Stadt. Minna gibt es bereits seit 2015. Seit 2017 ist auch Ulla dazugekommen. Die Lastenräder sind kostenfrei, erfordern aber wie überall auch ehrenamtliches Engagement, damit das Projekt betrieben werden kann.

Übrigens: Minna und Ulla haben nun auch zwei  Brüder bekommen, die beiden E-Lastenräder Konrad und Bert von der Radstation Düsseldorf.

Eberswalde

Hinter dem Lastenrad-Eberswalde verbirgt sich die freie Lastenrad-Sharing-Initiative des Ortes. Das Schöne daran: Sehr viele Bürger beteiligen sich daran, indem sie der Initiative Lastenräder zur Verfügung stellen, wie etwa der Verein Brot und Hoffnung.

Die Lastenräder werden von der Barnimer Transition-Initiative wandelBar und dem Hebewerk e.V. getragen. Im Hebewerk selbst sind zahlreiche der Lastenräder im Eigenbau entstanden.

Emsdetten (und Umgebung)

Das Emsrad ist die freie Lastenrad-Initiative in Emstdetten (und umzu). Darunter fahren aktuell vier Lastenräder in der Region. Sie wurden entweder von den Eigentümer der Räder selbst (wie etwa Privatpersonen, Firmen, Vereinen) unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

Erlangen

Auch in Erlangen gibt es Transporträder zum kostenlosen Verleih. Sage und schreibe neun Lastenräder bietet die Stadt, von Fahrrad 1 bis Fahrrad 9. Fahrrad eins ist beispielsweise Pedelec Roberta mit Anhänger (Big Boy Roland). Fahrrad 9 heißt Chike und ist ein zweispuriges Lastenfahrrad mit Neigetechnik und Transportkiste. Dazwischen findest du alles, was dein Lastenrad-Herz begehrt.

Auch diese Räder stehen kostenfrei (oder gegen Spenden) an festen Stationen zur Verfügung.

Erfurt

ELLA ist Erfurts langersehntes Lastenrad, so heißt die freie Lastenrad-Initiative wirklich. Die Idee ist es, Menschen zu zeigen, dass ein autofreies Leben möglich ist und Lastenräder eine tolle Alternative sein können. Ella gibt es kostenfrei zum Ausleihen. Die Flotte besteht aus vier Lastenrädern und einem E-Lastenbike.

Essen

Wer es noch weiß: Essen war grüne europäische Hauptstadt 2017. Dazu gehören auch die Essener Lastenräder. Insgesamt bietet Essen fünf Lastenräder des Modells Bullit Lizzard King sowie zwei andere Modelle (eins davon ein E-Bike) und Anhänger.

Die Ausleihe ist kostenlos, wer aber ein Spendengeld hinterlassen möchte, kann dies in der Spendenbox hinterlassen (bei der Abholung an der Station) oder online spenden.

Flensburg

In Flensburg bieten die Fjordbeweger sieben verschiedene Lastenräder im kostenlosen Verleih an (inklusive ein Tandem). Seit Kurzem ist auch ein E-Cargobike dabei. Die Buchung erfolgt online.

Frankfurt am Main

In Frankfurt heißt das freie Lastenrad passenderweise Main Lastenrad. Hier gilt wie überall auch: Die Nutzung ist gratis, Spenden sind willkommen. Auch Crowdfunding-Initiativen sind möglich.

Und: Wenn ihr dabei helfen wollt, mehr Stationen aufzubauen, meldet euch bei der Initiative. Gesucht werden Läden mit langen Öffnungszeiten sowie Paten, die sich hin und wieder um das Rad kümmern können.

Freiburg

Auch Freiburg bietet ein freies Lastenrad-Sharing namens Lasten Velo Freiburg. Und es zeigt sich, dass Freiburg seinem Ruf als Fahrradstadt gerecht wird. Gleich 19 Lastenräder gibt es hier zu verleihen.

Neben Spenden kannst du Lasten Velo Freiburg auch als Pate unterstützen. Dabei kümmerst du dich ums Rad und behebst Mängel. Du kannst das Team aber auch beim Verleih oder in der Selbsthilfewerkstatt sowie bei der Wartung der Räder unter die Arme greifen.

Fürth

In Fürth findest du die Flotte Gerti, ein freies Lastenrad-Sharing-Angebot des ADFC in Fürth. Damit möchte der Allgemeine Deutsche Fahrradclub e.V. „beweisen, dass Individualverkehr in Fürth ohne Auto besser, umweltfreundlicher und platzsparender funktionieren kann.“ Und zwar mit der flotten Gerti, ein Christiania Bike mit E-Antrieb.

Aktuell pausiert Gerti, ab Juli kannst du das Lastenrad dann wieder kostenfrei ausleihen.

Bis dahin kannst du dir aber die Strom-Esel vom Energiedienstleister Infra Fürth ausleihen. Hier hast du die Wahl zwischen zwei E-Modellen, die du an zwei Standorten in der Innenstadt findest. Auch die Strom-Esel kannst du gratis nutzen.

Gelsenkirchen

Mit dem Lastenrad-Sharing „Gerda“ testet die Stadt Gelsenkirchen das Konzept im Stadtteil Ückendorf. Das E-Lastenrad hat zehn Gänge und kann bis zu 100 Kilogramm Traglast aushalten. Buchen kannst du Gerda über ein Online-Formular. Das Abholen erfolgt dann bei der SEG zwischen 09.00 Uhr und 10.00 Uhr morgens mit Ausweis.

Du darfst Gerda maximal drei Tage lang buchen, die Nutzung ist kostenlos. Auch hier darfst du natürlich gerne spenden.

Gießen

Über Allrad, das Allmende Lastenrad-Projekt hast du in Gießen Zugang zu verschiedenen Lastenrädern. Insgesamt fünf Modelle gibt es, die du kostenlos nutzen kannst. Denke aber auch hier über eine Spende nach, da sich das Projekt über Spenden finanziert.

Übrigens: Allrad bietet nicht nur Lastenräder an, sondern auch Bollerwagen und Inklusionsräder.

Göttingen und Umland

Leila ist eine Initiative des ADFC Göttingen und das erste Projekt der Stadt für freie Lastenräder. Die Ausleihe und Nutzung ist kostenlos (mit willkommenen Spenden) und läuft über das Online-Formular der Website. Ab Juli 2020 bekommt der Ort ein zweites Lastenrad, ein Bakfiets.

Gütersloh

Gütersloh freies Lastenrad für den Kreis heißt Gustaf. Die Initiative wurde vom ADFC Gütersloh gestartet und bietet aktuell ein Lastenrad an. Du kannst auf der Website im Kalender zwar erkennen, wann es verfügbar ist, die Reservierung erfolgt allerdings derzeit noch per E-Mail.

Es ist übrigens auch sehr schön zu sehen, dass Bürger auf dem Gustaf-Blog aktiv über ihre Erfahrungen mit dem Lastenrad berichten und Fotos posten.

Hamburg

In Hamburg findest du Klara – das kostenlose Lastenrad für Hamburg. Zur Flotte gehören sechs Lastenräder. Die Buchung erfolgt online und die Nutzung ist kostenlos.

Im Münzviertel in Hamburg findest du außerdem noch Müra. Dahinter steckt die Fahrradselbsthilfe Radküche Münze, die Fahrräder repariert, und eben auch mal ein Lastenrad baut, das sie mit anderen Radfahrern teilen möchte. Bevor du Müra ausleihen kannst, bittet dich das Team persönlich für eine Einweisung vorbeizukommen.

Das Stadtrad in Hamburg ist ein städtisches Angebot, allerdings kostenpflichtig. Es gibt unterschiedliche Tarife, wobei die ersten 30 Minuten immer gratis sind. Im Minutentarif zahlst du beispielsweise ab der 31. Minute zehn Cent pro Minute. Der Tagespreis liegt bei 15 Euro. HVV-Card-Besitzer sowie Bahncard-Nutzer bekommen Ermäßigungen.

Hameln

Die Lastenratte ist normalerweise das freie Lastenrad für Hameln, das du im Sharing-System gratis (und / oder gegen eine Spende) ausleihen kannst. Aufgrund von Corona jedoch, hat man die Lastenratte zwischenzeitlich aus dem Verleih genommen. Der Grund: In einer Nachbarschaftsinitiative nutzt jemand das Rad, um Einkäufe für ältere Bewohner zu erledigen.

Hannover und Umlands­gemeinden

Die Initiative für freie Lastenräder in Hannover und Umzu heißt Hannah. Dahinter stecken seit fünf Jahren der ADFC Hannover sowie der Fahrradladen Velogold. Die Lastenräder rotieren ihre Stationen, sodass möglichst viele Bürger Zugang zu ihnen bekommen. Die Nutzung der Räder läuft nach Anmeldung gratis, beziehungsweise gegen Spendengelder.

Da viele Bürger sich eine stundenweise Nutzung gewünscht haben, hat die Initiative das Angebot nun erweitert. Über den Carsharing-Anbieter Stadtmobil kannst du nun Lastenräder punktuell buchen. Dieses Angebot ist allerdings kostenpflichtig. Du zahlst eine einmalige Anmeldegebühr von 29 Euro. ADFC-Mitglieder bekommen einen Rabatt von 50 Prozent.

Darüber hinaus gibt es hier auch die Sharing-Plattform Upperbike für Bürger.

Heidelberg

Heidelberger finden Lastenrad-Sharing im ZuM. Das ist das Zentrum für umweltbewusste Mobilität in Heidelberg. Hier findest du drei Lastenräder im kostenlosen Verleih, eins ohne und zwei mit E-Antrieb. Du kannst die Lastenräder bis zu fünf Tage lang kostenlos ausleihen, musst aber eine Kaution von 100 Euro hinterlassen.

Heilbronn

Unter dem Motto „Buchen. Losfahren. Fertig“ haben sich in Heilbronn die Initiative „Gemeinsam für Klimaschutz“, der Landkreis Heilbronn, der RadKULTUR BW, der Verein für Elektromobilität Heilbronn-Franken sowie zahlreiche weitere Unterstützer zusammengetan, um Bürgern ein kostenloses Lastenrad im Landkreis Heilbronn zu bieten.

Zur Ausleihe stehen drei Transporträder sowie ein Pedelec. Du kannst die Lastenräder der Initiative kostenfrei nutzen. Um Spenden wird aber gebeten.

Hildesheim

Das Hilde Lastenrad in Hildesheim wird von der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gefördert und bietet Bürgern derzeit fünf Lastenräder (mit und ohne E-Antrieb an): Mathilde, Brunhilde, Clothilde, Hildegard und Irmhilde. Du kannst dir die Hildes an verschiedenen Stationen ausleihen. Das Angebot ist kostenfrei, man freut sich aber über Spenden.

Hohenbrunn

Hohenbrunn bietet seinen Bürgern Lagenda – das Lastenrad zum Ausleihen. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt der Agenda 21 Hohenbrunn und Ottobrunn-Neubiberg sowie Lautlos durch Deutschland. Um das Lastenrad auszuleihen, musst du dich vorab registrieren. Das funktioniert entweder online oder persönlich bei der Verwaltung des Wolf-Ferrari-Hauses, wo du das Rad auch abholst.

In der Regel ist die Nutzung für einen Tag gedacht. Wer das Lastenrad darüber hinaus benötigt, kann dies nach persönlicher Aussprache tun.

Jever, Varel, Wilhelmshaven

In Friesland und Wilhelmshaven teilen sich die Orte Jever, Varel und Wilhelmshaven das Deichrad. Es wird vom Verein Dein Deichrad e.V. zur Verfügung gestellt. Insgesamt lassen sich drei Lastenräder ausleihen: Willem, Sophie und Maria. Die Nutzung ist kostenlos. Der Verein finanziert die Räder über Crowdfunding, Spenden oder Fördergelder.

Karlsruhe

In Karlsruhe hat man das geteilte Lastenrad der Stadt Lastenkarle getauft. Tatsächlich sind es acht verschiedene Lastenräder, die an Stationen quer in der ganzen Stadt ausgeliehen werden können. Dahinter steckt die Lastenrad-Initiative für die Region Karlsruhe e.V. Die Nutzung ist kostenlos, doch der Verein bittet um Spenden zwischen fünf und zehn Euro pro Ausleihtag.

Kassel

In Kassel gibt es Karla. Auch dahinter verbirgt sich ein freies Lastenrad. Die Ausleihe ist kostenlos, auch hier sind Spenden willkommen, um das Projekt weiterhin zu ermöglichen.

Köln

Köln hat ebenfalls ein freies Lastenrad, Kasimir. Darüber stehen dir neun Räder in wechselnden Stationen zum Verleih zur Verfügung (auch hier gratis). Über das Portal Hinsundkunzt kannst du außerdem Lastenräder länger ausleihen. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann natürlich, wie überall, spenden oder auch selbst zur Leihstation werden.

Zu den freien Lastenrädern in Köln gehören übrigens auch das Rothehausrad und Chor Rider.

Darüber hinaus gibt es in Köln auch den kommerziellen Anbieter Donk-EE. Das Start-up ist eine Tochter des Öko-Energieversorgers Naturstrom. Dementsprechend gibt es für Naturstrom-Kunden bei Donk-EE auch spezielle Rabatte.

Wie du am Namen schon sehen kannst, bietet Donk-EE E-Lastenräder, und davon insgesamt 60 Stück an 50 Stationen in Köln. Der Preis wird minutengenau mit acht Cent pro Minute abgerechnet (maximal 24 Euro pro Tag) und die Monatsmiete kostet 149 Euro pro Monat (Naturstrom-Kunden zahlen 129 Euro).

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Ein Donk-EE Lastenrad in Köln. (Foto: Conk-EE)

Konstanz

Das Lastenrad-Sharing in Konstanz heißt TINK. Das Kürzel steht für „Transportrad Initiative Nachhaltiger Kommunen“ und ist ein Förderprojekt vom Bund, an dem sich aber auch unter anderem Bikesharing-Anbieter Nextbike beteiligt.

TINK gibt es bislang in zwei Modellstädten, Konstanz und Norderstedt und verfügt sowohl über eine reguläre Lastenrad-Flotte als auch über E-Cargobikes.

Die erste halbe Stunde pro Tag ist kostenlos. Jede weitere Stunde wird mit einem Euro abgerechnet, maximal aber zahlst du neun Euro für 24 Stunden. Darüber hinaus gibt es auch zwei Modelle für ein Monatsabo.

Die Reservierung läuft über die Nextbike-App.

Leipzig

Das freie Lastenrad für Leipzig heißt Lara. Auch hier ist der ADFC an dem Angebot beteiligt. Leipziger können online drei Lastenräder reservieren: Lore, Lara und das Bundte Lastenrad Leipzig. Die Nutzung ist kostenfrei, Spenden sind aber natürlich willkommen.

Mainz

In Mainz nennt sich das freie Lastenrad Elma. Dabei handelt es sich um ein Bakfiets ohne Elektromotor. Allerdings: Ausleihen kannst du es noch nicht. Das Angebot ist nämlich noch im Aufbau.

Magdeburg

In Magdeburg gibt es Lara. Wie bei fast allen Angeboten auf dieser Liste ist auch Lara ein kostenfreies Lastenrad, das du online reservieren und dann bis zu drei Tagen nutzen kannst. Tatsächlich gibt es mittlerweile vier Lastenräder in der Stadt. Neben Lara findest du auch Pauline, Täve und Alpaka.

Mannheim

In Mannheim nennt man seine Räder offenbar Velos und entsprechend heißt das freie Lastenrad der Stadt Lama, dein Lastenvelo Mannheim. Das Motto lautet: „kostenlos, umweltfreundlich und für jedes Alter“. An den Ausleihstationen findest du Spendendosen, um das Lastenrad-Sharing zu unterstützen.

Marbach

Das Lastenrad Marbach bietet ein Lastenrad für seine Bürger an. Auch hier ist das Angebot kostenlos. Spenden sind aber ausdrücklich erwünscht. Ins Leben gerufen hat das Projekt die Interessengemeinschaft Lastenrad Marbach, die damit alternative Verkehrsformen vorstellen und testbar machen wollen.

Marburg

Insgesamt zehn Lastenräder bietet die Initiative freie Lasten in Marburg an. Dazu tragen auch verschiedene Bürger und Organisationen bei, die Räder zur Verfügung stellen. Neben verschiedenen Formen von Transporträdern findest du hier so auch das Rolli-Rad, ein E-Bike für den Rolli-Transport – bereitgestellt von Jörg Fretter.

Zeitweise war das Projekt vom Bund gefördert. Da die Räder aber kostenlos angeboten werden, ist die Initiative auf Spendengelder angeweisen.

Mülheim a.d. Ruhr

In Mühlheim an der Ruhr kannst du dir Klara das Klimarad ausleihen. Klara ist ein E-Bike vom Modell i:SY eCar:go und auch Klara ist kostenlos. Allerdings finanziert sich das Projekt über Spenden, sodass auch hier Geldgaben gerne gesehen sind.

München

Daniel – Dein Lastenrad für München ist eine ADFC-Initiative und bietet damit auch Münchnern ein kostenfreies Lastenrad.

Darüber hinaus gibt es auch die Initiative Freie Lastenradler, die ebenfalls kostenfreie Lastenräder zur Verfügung stellen. Hinter Lastenradler stecken zwei engagierte Münchner Bürger, Raphael Draeger und Thomas Schmidt. Sie haben zwei Lastenräder im Verleih: das Lastenrad Levi sowie Trudi, ein E-Bike mit Tragkorb.

Lastibike ist die dritte Option, um in München ein Lastenrad auszuleihen. Es ist ein kommerzielles Angebot, mit vielen Stationen in der Stadt verteilt. Die Preise gestalten sich wie folgt: Zehn Minuten kosten ein Euro, 60 Minuten belaufen sich auf fünf Euro, ein Tag (acht Stunden) kosten 25 Euro und für ein Wochenende (Samstag bis Montag) zahlst du 39 Euro.

Münster

Es ist natürlich nicht überraschend, dass auch die Fahrradstadt Münster ein Lastenrad-Sharing hat. Hier nennt es sich Lasse. Neben dem Lastenrad Lasse kannst du auch noch Lotte und Lemmy buchen. Du findest die Lastenräder an verschiedenen Läden in der Stadt. Wer sich als Station bewerben möchte, kann dies über die Website tun.

Die Nutzung der Räder ist gratis. Der ADFC Münsterland, der hinter dem Angebot steckt, freut sich aber über Spenden nach der Nutzung.

Norderstedt

Tink heißen die Cargobikes in Norderstedt. Diese stellt seit 2019 der Bikesharing-Anbieter Nextbike zur Verfügung. 24 davon sind klassische Lastenräder, 15 weitere haben einen E-Antrieb.

Nürnberg

Auch in Nürnberg gibt es freie Lastenräder. Die Initiative nennt sich hier Klara. Insgesamt stehen vier Lastenräder zur Auswahl: Klara, Martha, Rosina und Zabiene. Wie überall abei den Projekten der freien Lastenräder ist die Nutzung prinzipiell kostenfrei, kann aber gerne mit Spenden aufgestockt werden. In Nürnberg sucht die Initiative außerdem noch Paten und Patinnen für die Lastenräder.

Oldenburg

Oldenburg konnte sich erst kürzlich in einem Ranking der fahrradfreundlichsten Städte in Deutschland als Sieger durchsetzen. So überrascht es nicht, dass sich hier auch ein freies Lastenrad-Sharing findet. Es heißt Rädchen für alle(s).

Im Angebot sind derzeit fünf verschiedene Räder, die du kostenfrei (oder gegen eine Spende) nutzen kannst. Nachdem das Angebot Corona-bedingt pausieren musste, sind die Räder jetzt wieder im Einsatz.

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Oldenburgs Lastenrad-Sharing heißt „Rädchen für alle(s)“. (Foto: Ernst Schäfer / Rädchen für alle(s))

Oranienburg

In Oranienburg findest du das freie Lastenrad Jette. Es gehört zur Außenstelle der Flotte Berlin.

Osnabrück

In Osnabrück bieten die Stadtwerke das E-Lasten Rad an. Du findest das E-Lastenrad (der E-Radlader von Pendix) an drei Stationen (E-Center Möllenkamp, der DM-Drogerie an der Bohmter Straße sowie im Tara Unverpackt-Laden. Zur Nutzung musst du dich lediglich online anmelden, dann ein Rad reservieren und an der jeweiligen Station mit Personalausweis abholen. Die Nutzung ist kostenlos.

Auch Karlos ist ein freies Lastenrad in Osnabrück. Neben Karlos gibt es auch Karlotta. Die beiden Lastenräder werden vom Verein Lastenrad Osnabrück e.V. angeboten. Auch hier sind Spenden willkommen.

Schließlich gibt es in Osnabrück auch einen kommerziellen Service, Osna Bike. Die zwei angebotenen Räder kannst du online buchen. Die Preise: Zwei Euro pro Stunde, elf Euro pro Tag und 65 Euro pro Woche.

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Osna Bike bietet Lastenräder ab zwei Euro pro Stunde an. (Foto: Osna Bike)

Ottobrunn

Ottobrunn möchte mit dem freien Lagenda-Lastenfahrrad „ein Umdenken in der urbanen Mobilität“ schaffen und zwar hin zu mehr „Ressourcenschonung, Verkehrsberuhigung sowie für eine gemeinsame Nutzung statt individuellen Konsums.“ Aktuell findest du zwei Transporträder in Ottobrunn, ein Lastenrad sowie ein Fahrrad mit Anhänger. Das Projekt trägt sich durch eigene Mittel und Spenden.

Potsdam

Parallel zum Angebot der freien Lastenräder der Flotte Berlin und Oranienburg, gibt es in Potsdam die Flotte Potsdam. Wer die Initiative über Spendengelder hinaus unterstützen möchte, kann sich entweder als Station anbieten, Stationspate werden oder auch offene Werkstätten anbieten. Besonders schön ist die Idee eines offenen Bauworkshops, in dem Interessierte selbst ihr eigenes Lastenrad ganz im DIY-Stil bauen können.

Radebeul

Das freie Lastenrad von Radebeul nennt sich Lösnitzesel, oder auch einfach nur Lösel und wird von der örtlichen ADFC-Gruppe angeboten. Lösel hat keinen E-Antrieb, dafür aber drei Räder und kann bis zu 150 Kilogramm Last aushalten. Die Nutzung ist kostenfrei, Spenden sind jedoch gerne gesehen.

Rostock

Rostock hat einmal Helge als freies Lastenrad im Angebot für alle Bürger, die mal ausprobieren wollen, ihre Einkäufe & Co. mal mit dem Rad statt mit dem Auto zu transportieren. Insgesamt hast du dabei die Auswahl zwischen Helge, Floki und Fjola. Die Nutzung ist kostenfrei, die Initiative freut sich aber über Unterstützung, egal, ob in Form von Spendengeldern, Lastenrädern oder hilfreichen Händen.

Als zweites Angebot gibt es in Rostock HRO-Bike. Betrieben wird es von der Transportrad-MV in Kooperation mit der Pironex GmbH und ist ein kostenpflichtiges Angebot. Allerdings: Die ersten sechs Stunden Nutzung sind kostenfrei. Ab sechs Stunden zahlst du einmalig 100 Euro. Angeblich funktioniert die gesamte Ausleihe komplett automatisch, entweder über eine App oder eine Ausleihkarte.

Rüsselsheim am Main

Rüsselsheim am Main ist eine weitere Stadt, in der das Unternehmen Nextbike Cargobikes im Sharing anbietet. Die Ausleihe funktioniert über die App. Hier wird das Bike auch abgerechnet. Die Konditionen für Cargobikes sind bei Nextbike genau wie bei den regulären Fahrrädern. Allerdings: Du musst die Cargobikes an die gleiche Station zurückbringen, wo du sie dir ausgeliehen hast.

Siegburg

Das Lastenfahrrad Lottchen fährt durch Siegburg. Es ist Teil des energetischen Stadtteilprojekts am Quartier Brückberg-Süd. Die Idee ist es, gemeinsam mit Bürgern ein zukunftsfähiges, nachhaltiges Wohnviertel zu gestalten. Dazu gehört auch Lottchen. Dahinter steckt eine Kooperation der Stadt mit der Ortsgruppe des ADFC in Siegburg und verschiedenen Landesorganisationen.

Das Angebot ist kostenlos in der Nutzung und kann eine Traglast von bis zu 100 Kilogramm transportieren.

Stuttgart

In Stuttgart gibt es zwei Lastenrad-Sharing-Angebote, das Lastenrad Stuttgart sowie das Lasten Regio Rad.

Das Lastenrad Stuttgart gehört zu den Initiativen der freien Lastenräder und ist damit kostenfrei in der Nutzung und finanziert sich unter anderem über Spendengelder. Oder, wie der Verein es ausdrückt: gratis, aber nicht kostenlos, da schließlich Kosten für Wartung, Betrieb und Organisation anfallen. Also: Spende, wenn du kannst.

Der Verein stellt dir dafür zehn verschiedene Modelle zur Verfügung (mit E-Antrieb). Besonders genial ist dabei das Bike „Kicky“, der mobile Kickertisch.

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Mit „Kicky“ hast du deinen mobilen Kickertisch stets dabei. (Foto: Screeshot / lastenrad-stuttgart.de)

Lastenrad Regio wiederum ist ein kommerzielles Angebot. Lastenrad Regio bietet neben klassischem Bikesharing auch Lastenräder im Sharing an. Für die Nutzung zahlst du zwölf Cent pro Minute, fünf Euro die Stunde oder zwölf Euro für 24 Stunden.

Kreis Unna (Unna, Schwerte, Lünen, Selm)

Unter der Federführung des ADFC gibt es im Kreis Unna, Ulf, unser Lastenrad. Darunter fallen fünf Lastenräder sowie vier Anhänger. Die Nutzung ist kostenfrei, Spenden werden dankend angenommen.

Besonders erwähnenswert ist noch der Radparcours, der sich hier ebenfalls buchen lässt – etwa zum Einsatz im Verkehrsunterricht.

Unterhaching

Ja, auch Unterhaching bietet Lastenrad-Sharing. Das Angebot hier heißt Elektra. Das Lastenrad kannst du über ein Online-Buchungssystem reservieren. Unter der Woche darfst du es nur maximal 24 Stunden behalten, übers Wochenende dann auch drei Tage. Du musst eine Kaution von 50 Euro hinterlegen, darüber hinaus ist die Nutzung aber gratis.

Villingen-Schwenningen

Lastenrad-VS ist ein Projekt des ADFC Schwarzwald Baar und somit Teil der Initiative der freien Lastenräder in Deutschland. Das Angebot steht allen Bürgern zur Verfügung (nicht nur ADFC-Mitgliedern). Allerdings: Die Online-Buchung der Räder ist nur für örtliche Mitglieder freigeschaltet.

Wuppertal

Wenn du in Wuppertal mal Wasserkisten oder ein Buchregal von A nach B bringen musst, gibt es für dich Fienchen, das freie Wuppertaler Lastenrad. Wobei, eigentlich müsste es Lastenräder heißen. Das Angebot erstreckt sich immerhin über 14 Räder. Aktuell sammelt die Initiative Spenden für ein weiteres Fienchen in Ronsdorf.

Würzburg

Last, but not least: Auch Würzburg hat ein kostenfreies Lastenrad-Sharing für seine Bürger, das freie Lastenrad Würzburg. Hier können Bürger zwischen neun verschiedenen Modellen wählen.

Eins davon ist übrigens streng genommen kein Lastenrad, aber dennoch eine tolle Idee: das Tandem. Angeboten wird es entsprechend auch von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Deutschhaus / Erlöser Würzburg und bringt sicher nicht so viele Lasten durch die Stadt, aber viel Spaß.

Noch mehr Lastenrad-Sharing?

Wenn du dich generell für Cargobikes und Lastenrad-Sharing interessierst, können wir dir außerdem noch den Blog Cargobike von Arne Behrensen wärmstens ans Herz legen (von dem wir auch viele Infos für diese Liste gesammelt haben).

Auf der Website Dein-Lastenrad findest du zudem detaillierte Informationen zu den vielen freien Angeboten in Deutschland. Es ist zudem ein Open-Source-Portal, bei dem Interessierte sich ebenfalls beteiligen können.

Haben wir ein Angebot übersehen? Hat sich etwas an den Informationen geädert? Oder kennst du ein Lastenrad-Sharing, das wir noch mit in die Liste aufnehmen sollten? Dann hinterlasse uns einfach einen Kommentar und wir tragen es gerne nach. 

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitätstrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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