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Keine Ausreden mehr! Lufthansa MUSS Geld für ausgefallene Flüge zurückzahlen

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So geht man nicht mit Kunden um, Lufthansa - auch nicht in der Corona-Krise! (Foto: Pixabay / Pit Karges)

Es ist vollbracht: Lufthansa und die Bundesregierung haben sich auf ein Hilfspaket für die Fluglinie geeinigt. Damit ist eine Insolvenz erstmal abgewendet. Für Passagiere heißt das erstmal Aufatmen. Denn: Damit muss die Lufthansa dir das Geld für abgesagte Flüge zurückzahlen. 

Du hattest einen Flug mit der Lufthansa gebucht, der dann Corona-bedingt ausgefallen ist – und wartest immer noch auf die Erstattung deiner Tickets? Damit stehst du definitiv nicht alleine da.

Denn die Lufthansa hatte bislang sehr viele Forderungen nach Rückzahlung einfach ignoriert, hinausgezögert – oder es Kunden überhaupt sehr schwer gemacht, Rückerstattungsanträge zu stellen. Stattdessen sollten Kunden mit Reisegutscheinen vertröstet werden. Wer an Geld wollte, war meist gezwungen zu klagen.


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Das Einbehalten der Rückzahlungen war aber sicherlich auch strategisch.

Lufthansa-Insolvenz: Kunden würden leer ausgehen

Denn die Fluglinie ist durch Corona durchaus angeschlagen. Angeblich verliere das Unternehmen etwa eine Million Euro pro Stunde und die ausstehenden Ticket-Rückzahlungen veranschlagt die Fluglinie aktuell bei 1,8 Milliarden Euro. Genau darum hätte eine Insolvenz viele Vorteile für das Unternehmen gehabt. Das gaben Mitglieder des Aufsichts­gremiums von Lufthansa gegenüber dem Magazin Focus zu.

Einer der Vorteile: Wenn eine Fluglinie insolvent ist, muss sie keine Ticket-Rückerstattungen mehr zahlen. Auch Reisegutscheine verlieren damit ihren Wert. Mit anderen Worten: Die Kunden würden leer ausgehen. Von Mitarbeitern ohne Jobs einmal völlig abgesehen.

Doch nach der Einigung mit der Bundesregierung könnte sich das ändern.

Einigung noch nicht endgültig

Denn die Staatshilfen – Kredite und Staatsgarantien in Milliardenhöhe – würden dafür sorgen, dass sich die finanzielle Lage der Lufthansa bessert. Eine Insolvenz wäre damit vom Tisch. Mitarbeiter würden ihre Jobs behalten, Kunden wiederum ein Recht darauf haben, Geld für abgesagte Flüge ausgezahlt zu bekommen.

Das sei ein „positives Signal an die Verbraucher“, sagte Philipp Kadelbach, Gründer der Verbraucherplattform Flightright.

Noch ist das Verhandlungsergebnis aber noch nicht endgültig. Sowohl der Lenkungsausschuss des staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds als auch die Lufthansa-Gremien und die EU-Komission müssen den Deal noch absegnen.  

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitätstrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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