Transport

Mercedes stellt Elektro-SUV EQC vor: Konkurrenz für Tesla? [Bildergalerie]

EQC Mercedes-Benz Außenansicht
Foto: Daimler
geschrieben von Marinela Potor

Nachdem Tesla mit dem Model X weltweit neue Maßstäbe für Elektro-SUVs gesetzt hat, zieht Mercedes-Benz nun nach – mit dem ersten Fahrzeug aus seiner EQ-Elektroserie. Der EQC 400 4 Matic feierte jetzt in Stockholm Weltpremiere. Kann er mit seinem US-Konkurrenten mithalten?

Die Antwort darauf liegt wahrscheinlich im Auge des Betrachters und kommt darauf an, welche Vorlieben man als Autokäufer hat. Dennoch ist es immerhin begrüßenswert, dass Kunden ab 2019 endlich mehr Auswahl an E-SUVs bekommen.

EQC langsamer, dafür mit hoher Reichweite und geringer Ladezeit

Was die technischen Details angeht, muss man vorwegsagen, dass die Daten, die Mercedes-Benz für den EQC angibt, nur als vorläufige Größen gelten. Das Fahrzeug wird voraussichtlich erst ab 2019 in Bremen in Serienproduktion gehen.

Dennoch kann man schon absehen, dass man den Fokus eher auf den Akku gelegt hat als auf das Tempo. Denn nicht nur liegt die Reichweite bei ca. 450 Kilometern, auch die Ladezeit an der hauseigenen Wallbox liegt scheinbar bei rasanten 40 Minuten (für 80 Prozent Akkuleistung). Dafür kommt der EQC nur auf maximal 180 Kilometer pro Stunde.

Kritiker bemängeln aber, dass das im Vergleich zu anderen Elektroautos und insbesondere Tesla alles andere als „State of the Art“ sei.

Das Problem sind nicht nur der schwere Akku (650 Kilogramm) und der vermutlich hohe Kobalt-Anteil. Andere Elektroautos schaffen trotzdem mehr und Mercedes gibt seine Reichweite – warum auch immer – nach freundlicheren NEFZ-Standards an, obwohl das Fahrzeug eigentlich WLTP-Normen entpricht.

Ob das eine Wallbox-Ladung beim Tesla schlägt, lässt sich bezweifeln. Doch die Ladezeit am Supercharger kann der EQC immer noch nicht schlagen. Ab 2020 soll jedoch auch das europaweite Schnellladenetzwerk IONITY an den Start gehen, mit dem der EQC kompatibel ist. Wie schnell eine Ladung dann ist, wird man sehen.

Insgesamt lässt sich sagen: Der Tesla Model X kommt (wahrscheinlich) auf schnellere Ladezeiten auf eine höhere Reichweite von 565 km, allerdings nur in der Premium-Variante. Die Spitzengeschwindigkeit liegt dafür bei 210 Kilometer pro Stunde.

EQ steht für elektrische Intelligenz

Auch in Sachen Assistenzsystemen muss sich der EQC nicht hinter den Tesla-Karosserien verstecken. EQ steht für elektrische Intelligenz und die hat man wohl wörtlich genommen.

So lassen sich beim EQC verschiedene Fahrmodi – Comfort, Eco, Max Range und Sport – einstellen und man bekommt Hinweise, wann man als Fahrer den Fuß vom Gas nehmen kann oder das Auto rekuperieren lassen soll.

Das können andere Elektroautos aber auch. Hier scheint der Tesla-Pilot bereits mehr autonome Features mitzubringen. Aber vielleicht ist man gerade aufgrund der Überschätzung der Fahrer genau dieser Systeme bei Mercedes erstmal vorsichtig.

Und der Preis? Beim EQC wird der Preis voraussichtlich, je nach Batterieleistung, zwischen 60.000 und 80.000 Euro liegen. Damit ist er wesentlich günstiger als das Model X, dessen Einstiegspreis bei 91.250 Euro liegt.

Design? Na ja …

Das Design des EQC ist nicht schlecht, unterscheidet sich aber kaum von anderen SUVs. Insgeheim hätte man sich doch ein bisschen mehr Kreativität gewünscht. Es müssen ja nicht immer die Flügeltüren wie beim Model X sein, aber wer auch ein visuelles Statement mit seinem Elektroauto setzen möchte, kann sich ruhig etwas mehr trauen.

Doch macht euch selbst ein Bild! Wir zeigen euch den EQC im Detail!

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin auf Weltreise und Chefredakteurin vom Mobility Mag. Seit 2013 hat sie keinen festen Wohnsitz mehr und schlägt sich als digitale Nomadin um den Globus.

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