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Gewohnheit oder Lebensstil: Wie viel Minimalismus ist genug?

Minimalismus
geschrieben von Mittwald Hosting

Jeder Webworker wird früher oder später auf das Thema Minimalismus stoßen. Die meisten können sich dafür begeistern, aber wie extrem sollte man minimalisieren? In dieser Artikelreihe möchte euch Viktor von Mittwald CM Service nicht nur erklären wie viele Paar Socken ihr mindestens braucht, sondern auch, wie ihr die Balance zwischen Genießen und Minimalisieren findet.

Ist Minimalismus ein Lebensstil, wie ihn Joshua und Ryan von theminimalist.com vorleben? Lässt es sich vielleicht als ein Projekt mit Anfang und Ende ansehen? Oder anders gesagt: Reden wir hier davon, die Wohnung beim Verlassen immer ordentlich zu hinterlassen, oder dem jährlichen Frühjahrsputz?

Bevor wir diese Frage klären können, müssen wir eine gemeinsame Definition von Minimalismus schaffen. Lasst es uns damit versuchen: Minimalismus ist der Versuch, sich in sämtlichen Lebensbereichen auf das Wesentliche zu konzentrieren.

„Also ist echter Minimalismus ein Lebensstil?“

Das scheint eine logische Schlussfolgerung zu sein. Denn die Definition erklärt: du musst jede Entscheidung über Wegwerfen, Behalten und Kaufen unter dem Minimalismus-Gedanken treffen. Das kann doch nur ein Lebensstil sein?!

Jetzt wird es etwas wortklauberig, aber wichtig zum Verstehen: Wenn du deinen Arbeitsplatz am Ende des Tages sauber hinterlässt, dein Auto beim Verlassen abschließt, jeden Morgen deinen Kaffee in die Spülmaschine stellst, sprechen wir nicht von einem Lebensstil der Ordnung, sondern vielmehr von Gewohnheiten.

Minimalistisch zu denken ist also eine Gewohnheit, kein Lebensstil. Ebenso wie ordentlich zu sein eine Gewohnheit ist und kein Lebensstil. Treibt man jedoch etwas ins Extreme (ordentlich oder Ordnungszwang, unordentlich oder Messie-Syndrom), wird es zum Lebensstil.

„Willkommen Minimalismus, bitte schaffe Ordnung in meinem Leben!“

Das ist die Einstellung, mit der sich viele mit dem Thema Minimalismus beschäftigen. Irgendwie ist das Leben zu voll. Voll mit Krams im Abstellraum, Apps auf dem Smartphone, Kleidung in den Regalen, Essen im Kühlschrank, Kisten im Keller, Informationen auf dem Smartphone, Lesezeichen im Browser. Minimalismus soll uns zurück zum Wesentlichen führen, nicht nur bezogen auf alles, was wir irgendwie besitzen, sondern auch bezogen auf unsere Persönlichkeit.

Wir erwarten viel von Minimalismus – und investieren in freudiger Erwartung viel. Kistenweise Dinge spenden oder wegwerfen? Ich bin jetzt Minimalist! Massenweise Profile im Netz löschen? Ich bin jetzt Minimalist! Kleidung von Kindern aufs Wesentliche aussortieren? Ich bin jetzt Minimalist!

Minimalismus Lebensstil

Ein aufgeräumter Schreibtisch macht noch keinen minimalistischen Lebensstil

Früher oder später müssen wir uns aber bewusst machen: Extreme Lebensstile, unabhängig von ihrer Ausrichtung, beeinflussen sämtliche Lebensbereiche. Egal ob nun das Home-Office, die Küche, deine Kleidungswahl, Familie und Ehe, Kindererziehung oder Grundsatzentscheidungen über Fortbewegungsmittel und Lebensmitteleinkauf.

Was bist du: Extrem oder beeinflusst?

Wir stellen also fest, dass Minimalismus in extremer Umsetzung zum Lebensstil werden kann. Mir geht es jedoch nicht darum, euch einen neuen Lebensstil nahezubringen, sondern klar aufzuzeigen: Wo und bis wohin lasse ich mich von Grundregeln des Minimalismus leiten, lasse neue Gewohnheiten entwickeln oder lasse bestehende adaptieren?

Suchst du nach einem Leitfaden zum extremen Minimalismus, wirst du in dieser Artikelreihe leider nicht fündig werden. Worum es hier geht, ist aus den Grundprinzipien des Minimalismus Ratgeber für ein „normales“ Leben zu finden. Wo man nicht Minimalist ist, unter Ordnungszwang oder dem Messie-Syndrom leidet, sondern Entscheidungen einfach mal aus einem anderen Blickwinkel betrachtet.

Was euch in der Artikelreihe erwartet

In der 3-teiligen Artikelreihe zum Thema „Wie viel Minimalismus ist genug?“ wollen wir in den kommenden Artikeln zwei wichtige Lebensbereiche von euch anschauen: Essen und Software auf euren Computern, Tablets und Smartphones. Beides scheint auf den ersten Blick nicht viel mit Minimalismus zu tun zu haben, nimmt jedoch viel Zeit von euch in Anspruch. Aber lasst euch überraschen, ich bin sicher, ihr werdet einige gute Ansätze für euren Alltag mitnehmen können.

Über den Autor: Viktor Peters ist Online Marketing Spezialist bei Mittwald, dem Exklusivpartner des Mobility Mag, und großer Fan des Themas Minimalismus.


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