Future Transport

Mobility Mag Adventskalender: Tür 1 – Country Cab. Das Taxi, das fährt und fährt und fährt

Mobility Mag Adventskalender 2018
24 Tage, 24 innovative Mobility-Ideen. (Foto: Pixabay / Efraimstochter)
geschrieben von Marinela Potor

24 Tage, 24 innovative Mobility-Ideen. Im Mobility Mag Adventskalender öffnen wir jeden Tag ein Türchen zu einem Unternehmen oder einem Konzept, das Mobilität auf eine neue, kreative Art erlebbar macht. Heute öffnen wir das erste Türchen. Dahinter: Country Cab, das Zugtaxi für den ländlichen Raum, das sage und schreibe Tag und Nacht fahren kann.

Öffentlicher Verkehr. Rund um die Uhr. Auf dem Land. Ist das möglich?

Wenn man bedenkt, wie unzuverlässig der ÖPNV im ländlichen Raum ist und wie wenig Menschen daher dort Bus und Bahn fahren, klingt dies in der Tat utopisch.

Es sei denn man heißt Thorsten Försterling, ist vom Verein Landeseisenbahn Lippe und hat eine Idee.

Die Idee

Von Lemgo-Lüttfeld bis Exertal-Bösingfeld in Nordlippe liegen 30 Kilometer Schiene. Darauf fährt allerdings seit Jahren kein Zug mehr. Nur der Verein Landeseisenbahn Lippe pflegt die Strecke und stellt hier immer wieder historische Eisenbahnen aufs Gleis.

Thorsten Försterling ist aber nicht nur Eisenbahnfan. Der Diplom-Ingenieur ist ebenfalls Innovationsmanager in Bielefeld-Sennestadt. So kam ihm folgender Gedanke: Warum sollten auf der brachliegenden Fläche nicht „Monocabs“ (mono: griechisch für einzeln; cab: englisch für Taxi) autonom fahren?

Und nicht nur das!

Die Fahrzeuge sollten auch on-demand wie ein Uber oder ein Taxi per App gebucht werden können.

Country Cab Skizze

Wie kleine Shuttle sollen die Monocabs Passagiere auf Abruf transportieren. (Foto: Deutscher Mobilitätspreis)

Country Cab war geboren!

Die Technologie

Die Monocabs balancieren dabei auf einer einzigen Schiene auf rotierenden Kreiseln. Die Kreiselkraft sorgt dafür, dass die Monocabs nicht umfallen, so ähnlich wie beim Segway. Mehrere Monocabs sollen auf der Strecke nach dem Paternoster-Prinzip zirkulieren.

So wäre der Einsatz der Monocabs wäre rund um die Uhr gegeben: 24 Stunden, an 365 Jahren und on-demand abrufbar.

Bevor wirklich Passagiere mitfahren können, soll das Monocab aber zunächst nur Forschungszwecken dienen. Dennoch wäre dies ein einmaliges Projekt, nicht nur für die Mobilität auf dem Land, sondern auch für die Forschung. Kein Wunder, dass Försterling davon spricht, Nordlippe zum „Mekka der Mobilitätsforschung“ zu machen.

Das ist vielleicht nicht zu hoch gegriffen. Immerhin wurde „Country Cab“ mit dem deutschen Mobilitätspreis ausgezeichnet.

Große Innovationen beginnen eben oft mit kleinen Ideen. Das zeigt auch das Konzept, das wir euch morgen vorstellen werden. Dann machen wir nämlich das zweite Türchen in unserem Mobility Mag Adventskalender auf.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin auf Weltreise und Chefredakteurin vom Mobility Mag. Seit 2013 hat sie keinen festen Wohnsitz mehr und schlägt sich als digitale Nomadin um den Globus.

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