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Mobility Mag Adventskalender: Tür 4 – Volabo entwickelt neuartigen Antrieb für E-Autos

Mobility Mag Adventskalender 2018
24 Tage, 24 innovative Mobility-Ideen. (Foto: Pixabay / Efraimstochter)
geschrieben von Marinela Potor

24 Tage, 24 kreative Mobility-Ideen. Im Mobility Mag Adventskalender öffnen wir jeden Tag ein Türchen zu einem Unternehmen oder einem Konzept, das Mobilität auf eine neue, kreative Art erlebbar macht. Heute: die Volabo GmbH aus Ottobrunn, die einen völlig neuartigen Antrieb für Elektrofahrzeuge entwickelt hat.

Warum sind Elektroautos immer noch ein Nischenprodukt? Dafür gibt es natürlich mehrere Gründe, aber eine bedeutende Rolle spielt dabei der Antrieb. Kurze Reichweiten, seltene Erden im Akku, schweres Gewicht und hohe Spannungen machen es schwer, die Elektroautos in den Massenmarkt zu bewegen.

Doch – muss das alles sein? Nö! Findet – salopp formuliert – die Volabo GmbH. Deswegen hat das Unternehmen eine neuartige Antriebstechnologie entwickelt, mit der es die Elektromobilität revolutionieren möchte.

Die Idee

Volabo ist eine Ausgründung der Universität der Bundeswehr München. Dort, am Lehrstuhl für Elektrische Antriebstechnik und Aktorik, kam Adrian Patzak und Florian Bachheibl vor etwa drei Jahren die zündende Idee.

Das Herzstück der neuen Antriebstechnologie, die Volabo entwickelt hat, ist der Intelligent Stator Cage Drive, Iscad und könnte viele der genannten Probleme der Elektromobilität lösen.

Die Technologie

Anders als bei herkömmlichen Elektroantrieben gibt es bei Iscad keine Kupferwindungen. Stattdessen werden Aluminiumstäbe zu einem großen Statorkäfig zusammengesetzt. Jeder Stab wird dabei separat mit Strom versorgt.

Das hat mehrere Vorteile. Das System ist dadurch robuster, günstiger im Bau, der Motor wird leichter und die Zahl der magnetischen Pole kann verändert und damit der Motor optimiert werden. Im Vergleich zu gängigen Antrieben von Elektroautos kann es dadurch Energieeinsparungen von bis zu 25 Prozent erreichen.

Auch die Spannung liegt bei lediglich 48 Volt (im Vergleich zu gängigen Batteriespannungen von 400 Volt). Das würde Elektrofahrzeuge viel sicherer machen. Gleichzeitig mindert die niedrige Spannung nicht die Performance, die laut Volabo bei beachtlichen 300 kW liegt.

Ebenfalls spannend: Das System erfordert keine seltenen Erden, sondern besteht hauptsächlich aus Aluminium, Eisen und Silizium.

Bei so vielen Verbesserungen, überrascht es nicht, dass Volabo schon mehrere Preise gewonnen hat. Aktuell ist das Unternehmen in Gesprächen mit Herstellern und Zulieferern, um die Technologie so schnell wie möglich auf den Markt zu bringen.

Morgen geht es natürlich weiter in unserem Mobility Mag Adventskalender – mit einer weiteren innovativen Mobility-Idee. Was sich hinter den bisherigen Türchen verborgen hat, könnt ihr hier nachlesen.

Zum Weiterlesen


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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin auf Weltreise und Chefredakteurin vom Mobility Mag. Seit 2013 hat sie keinen festen Wohnsitz mehr und schlägt sich als digitale Nomadin um den Globus.

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