Transport

Mobility Mag Adventskalender: Tür 3 – Etrofit macht Dieselbusse elektrisch

Mobility Mag Adventskalender 2018
24 Tage, 24 innovative Mobility-Ideen. (Foto: Pixabay / Efraimstochter)
geschrieben von Marinela Potor

24 Tage, 24 kreative Mobility-Ideen. Im Mobility Mag Adventskalender öffnen wir jeden Tag ein Türchen zu einem Unternehmen oder einem Konzept, das Mobilität auf eine neue, kreative Art erlebbar macht. Heute: die in-tech GmbH. Sie hat mit Etrofit ein Konzept entwickelt, mit dem man Dieselbusse zu Elektrobussen umrüsten kann.

Was passiert eigentlich, wenn eine Stadt beschließt, von Dieselbussen auf Elektrobusse umzusteigen? Es müssen erstmal passende E-Busse bestellt, gebaut, geliefert und gegen die alten Busse ausgetauscht werden. Die oft noch funktionstüchtigen Dieselbusse werden wiederum entsorgt. So löblich der Versuch der Stadt damit auch ist, weniger CO2 in die Luft zu blasen, besonders nachhaltig ist das nicht.

Genau hier springt die in-tech GmbH ein. Mit dem Konzept Etrofit rüstet das Unternehmen aus München Nutzfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren auf Elektrofahrzeuge um.

Die Idee

Deutsche Kommunen haben ein Problem. Auf der einen Seite drohen Dieselfahrverbote und hohe Emissionswerte auf den Straßen. Auf der anderen Seite klafft beim Angebot an Elektrobussen momentan eine große Lücke. Einige Kommunen müssen daher Busse aus Asien importieren.

Das geht auch besser, findet die in-tech GmbH und hat deshalb Etrofit entwickelt.

Etrofit in-tech GmbH Umrüstung Dieselbus

Aus Diesel macht das Konzept „Etrofit“ einen Elektrobus. (Foto: in-tech GmbH)

Die Technologie

Zunächst analysiert das Unternehmen das jeweilige Liniennetz und ermittelt daraus, welche Reichweite und Motorleistung die jeweilige Flotte benötigt und erstellt anschließend ein passendes Ladekonzept.

Das bedeutet: Jede Umrüstung ist sehr individuell und sorgt dafür, dass der Antrieb so ausgelegt ist, dass die Fahrzeuge nur so viel Batterieleistung haben, wie sie auch benötigen. Damit spart man nicht nur beim Gewicht der Batterie, was die Fahrzeuge effizienter macht. Auch die Kosten bleiben dadurch niedrig.

Genau genommen ist die Umrüstung damit um bis zu 50 Prozent günstiger als ein Neukauf. Für notorisch knappe Stadtkassen ist das kein unwichtiges Argument.

Bislang rüstet in-tech nur Nutzfahrzeuge um. Das Ziel des Unternehmens ist es, in zwei Jahren Umrüstkits für verschiedene Nutzfahrzeuge anzubieten. Das Etrofit-Konzept lässt sich aber auch auf andere Fahrzeuge übertragen. Damit könnten zum Beispiel auch private PKWs umgerüstet werden.

Um Elektrotechnik, die begeistert, geht es auch morgen im Mobility Mag Adventskalender. Dann öffnen wir das 4. Türchen. Welche Ideen wir euch bislang vorgestellt haben, könnt ihr hier nachlesen.

Zum Weiterlesen


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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin auf Weltreise und Chefredakteurin vom Mobility Mag. Seit 2013 hat sie keinen festen Wohnsitz mehr und schlägt sich als digitale Nomadin um den Globus.

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