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Berliner Forscher wollen Mondlandung nachstellen und live übertragen

Astronaut Neil Armstrong Mondlandung
Die erste Mondlandung verpasst? Dann kommt jetzt die Version 2.0 (Foto: Pixabay / skeeze
geschrieben von Marinela Potor

Man nehme ein unvergessliches Weltereignis … sagen wir mal die Mondlandung … und reproduziere es als riesiges weltweites Medienevent, um damit unglaublich viel Geld zu verdienen. Genau das plant eine Gruppe Berliner Wissenschaftler namens „PTScientists“ mit dem Projekt „Mission to the Moon“.

In der zweiten Jahreshälfte 2019 soll es soweit sein. Dann soll in der privaten Mondmission wie schon bei den historischen Mondlandungen vor gut 50 Jahren zwar kein Mensch, aber erneut ein Rover auf der Mondoberfläche landen.

Wenn du die erste Mondlandung verpasst hat, plane einfach deine eigene

„Wir wollen einen Apollo-Moment für die neue Generation schaffen“, sagt Robert Böhme, Gründer der PTScientists zum Hintergrund der Mission.

Damit bezieht Böhme sich auf das „Projekt Apollo“. Unter diesem Namen lief die dritte US-Weltraummission, bei der von 1969 bis 1972 die ersten Menschen auf dem Mond landeten.

Zu den bekanntesten Apollo-Missionen der NASA gehört natürlich „Apollo 11“, als am 20. Juli 1969 Neil Armstrong mit den wohl berühmtesten (wenn auch umstrittenen) Worten der Raumfahrt als erster Mensch der Welt auf die Mondoberfläche trat: „Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit.“

„Apollo 17“ war die letzte Mission der Reihe, bei dem 1972 der Rover auf dem Mond als letzte Ruhestätte zurückgelassen wurde. Das erklärt auch den Einsatz eines Mond-Rovers bei dieser Mission.

Auch wenn wahrscheinlich ein großer Teil der Menschheit bei diesen historischen Missionen gebannt vor den Fernsehapparaten saß und die Ereignisse mitverfolgte, haben sehr viele von uns sie natürlich nicht live erlebt.

Warum sollte man aber den jüngeren Generationen (und denen, die glauben, dass die Mondlandung eh nur eine Verschwörungstheorie ist) ein solche großartiges Ereignis vorenthalten?

Die logische Schlussfolgerung: Lass uns mal die ursprüngliche Mission nachmachen und unsere eigene private Mondlandung planen.

Von Livestream bis Sponsoren: Mondlandung 2.0

Dazu hat sich PTScientists mit mehreren großen Partnern zusammengetan, um so aus der Mondlandung 2.0 ein gigantisches Spektakel zu machen.

Bisher bestätigte Partner der „Mission to the Moon“ sind Infineon und Vodafone 4G, die für die Übertragungstechnologie zuständig sein werden, Audi (die natürlich den Rover zur Verfügung stellen), der Schweizer Schuhersteller On, dessen Rolle wir uns angesichts der populären Moonboots gut vorstellen können sowie Red Bull Media House, die das Event auf allen Kanälen ausschlachten präsentieren werden.

Dazu gehören nach aktuellen Plänen drei Livestreaming-Kanäle, HD-Bilder aus dem Weltraum, eine dreiteilige Dokumentation, Bücher und Magazine sowie ein passender Soundtrack.

Natürlich spricht keiner der Beteiligten von Geldmacherei. Vielmehr gehe es darum den Weltraum für die Menschheit zu demokratisieren, sagt Robert Böhme: „Der Weltraum gehört allen, und mit Mission to the Moon laden wir die Welt ein, bei diesem bahnbrechenden Schritt hin zu einer für alle zugänglichen Weltraumerschließung mit dabei zu sein.“

Das mag ja alles sein, aber wir sind ziemlich sicher, dass die wahre Inspiration zur Mondmission eine ganz andere ist …

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin auf Weltreise und Chefredakteurin vom Mobility Mag. Seit 2013 hat sie keinen festen Wohnsitz mehr und schlägt sich als digitale Nomadin um den Globus.

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