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Dieses nachhaltige Unternehmen baut Bambusfahrräder in Ghana

My Boo, Fahrrad, Nachhaltigkeit, soziales Engagement
Die Bambusfahrräder von My Boo sind in Deutschland natürlich auch zugelassen. (Foto: My Boo)
geschrieben von Vivien Stellmach

My Boo kommen aus Kiel, bauen ihre Bambusfahrräder aber zum Großteil in Ghana. Das junge Unternehmen möchte soziales Engagement leisten und sich für mehr Nachhaltigkeit einsetzen. Das klingt super, und das ist es auch!

Bambus ist eine der am schnellsten nachwachsenden Planzen auf unserem Planeten. Ein Halm wächst drei Jahre nach dem letzten Schnitt normalerweise 20 Meter nach. In Ghana ist die Pflanze besonders stabil, steif und leicht.

Das macht Bambus zu einem idealen Baumaterial. Und genau hier kommt My Boo ins Spiel. My Boo ist ein junges Unternehmen aus Kiel, das mit dem Bambus aus Ghana Fahrräder entwickelt und produziert.


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Das allein wäre schon lobenswert. Denn weil der Rohstoff eben so schnell nachwächst, ist das Projekt sehr umweltfreundlich und nachhaltig. Doch My Boo setzt noch eins drauf. Die Räder werden nämlich nicht nur hier in Deutschland gefertigt.

My Boo baut Bambusfahrräder in Ghana

Ein elementarer Teil der Arbeit passiert nämlich in der Region Ashanti in Ghana. My Boo hat dort sichere und fair bezahlte Arbeitsplätze für rund 35 Frauen und Männer geschaffen, die vor Ort den Bambus ernten und daraus die Rahmen bauen.

All das passiert in liebevoller Handarbeit, denn jedes Fahrrad ist ein Unikat. Für den Rahmen braucht es deshalb auch 90 Stunden Arbeit.

Dabei werden Bambusrohre mit Hanffasern und Harz verbunden, abgeschliffen und schließlich perfektioniert.

Das klingt ja sehr schön, doch ist so ein Bambusfahrrad auch sicher? Ja! Denn natürlich sind die Fahrräder hierzulande auch zugelassen. Die Arbeitsmethode ist von einem deutschen Prüfinstitut nach der gültigen europäischen Norm getestet worden.

Wenn die Rahmen gebaut sind, werden sie in Deutschland noch von einem Spezialisten lackiert. Das macht sie wetterbeständig.

Ein ausgebildeter Zweiradmechaniker montiert das Rad schließlich in der My-Boo-Manufaktur in Kiel fertig zusammen, und zwar ganz individuell nach den Wünschen der Kunden.

Soziales Engagement: Zugang zu guter Bildung

Aber bei My Boo geht es um noch mehr als Nachhaltigkeit: Das Unternehmen investiert alle in Ghana erzielten Erträge nämlich in Bildungsprogramme vor Ort. Seit 2014 konnte My Boo so über 300 Schulstipendien finanzieren und Bibliotheken in der Ashanti-Region ausstatten.

Bis 2020 möchte die Firma, dass jeder interessierte Kunde sein Traumfahrrad zu einem fairen Preis finden kann, damit durch den Verkauf der Räder eine eigene Schule in Ghana finanziert und betrieben werden kann.

Zudem sollen weitere Arbeitsplätze geschaffen werden.

So baust du dein eigenes My Boo zusammen

Auf der Homepage von My Boo kannst du dein eigenes Bambusfahrrad im Konfigurator erstellen.

Jedes Modell ist in verschiedenen Rahmengrößen erhältlich, und es gibt sogar E-Bikes mit Diamant- und Trapez-Rahmen. Das alles hat natürlich seinen Preis. Die Räder gibt es in der Regel nicht unter 1.000 Euro zu kaufen.

My Boo bietet seinen Kunden aber die Möglichkeit, die Bambusräder monatlich zu finanzieren.

Und falls du trotzdem noch skeptisch bist, kannst du vorher auch dein individuelles Rad konfigurieren und es für eine unverbindliche Probefahrt bestellen.

Zum Weiterlesen:


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Über den Autor

Vivien Stellmach

Vivien Stellmach ist seit Mai 2019 Redakteurin beim Mobility Mag.
Nebenbei schreibt sie als freie Autorin über alternative Musik für das VISIONS Magazin. Sie liebt Fußball, steht seit ihrem siebten Lebensjahr selbst auf dem Rasen und hält zum SV Werder Bremen.

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