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Pinkbus startet umweltfreundlichsten Fernbus in Deutschland

Pinkbus, Fernbus
Pinkbus heißt der neueste Konkurrent von Flixbus. (Foto: Pinkbus / Christoph Söldner http://foto.csoeldner.de/)
geschrieben von Marinela Potor

Es tut sich was bei den Fernbussen in Deutschland. Lange gab es nur Flixbus. Nun wird der Markt aufgemischt. Erst startete Blablacar seine eigene Fernbuslinie. Jetzt kommt auch noch Pinkbus dazu. Das Start-up aus Köln behauptet: Wir haben die umweltfreundlichste Fernbus-Flotte in Deutschland. 

Der Fernbus-Markt in Deutschland geht in die dritte Phase. Erst konnte man sich vor Anbietern kaum noch retten. Dann gab es plötzlich gefühlt nur noch Flixbus. Nun wird es wieder spannend. Flixbus bekommt zwei neue Konkurrenten.

Erst vor wenigen Tagen hat Blablacar seinen eigenen Fernbus namens „Blablabus“ vorgestellt. Jetzt gibt es noch einen Konkurrenten, Pinkbus aus Köln.


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Die zehnte Fahrt ist gratis

Die Farbe (und der Name) sind gewöhnungsbedürftig, aber gleichzeitig auch einprägsam. Das haben die beiden Gründer, Christian Höber und Tino Engelmann, ganz bewusst gewählt. Zum einen, weil die Farbe so auffällig ist und zum anderen, weil sie frisch und neu wirkt – wie Pinkbus es sein will.

Pinkbus möchte vor allem mit zwei Dingen herausstechen, Direktfahrten und Einheitspreisen.

Direktfahrten heißt: Es soll keine nervigen Zwischenstopps geben. Stattdesen möchte Pinkbus ganz einfach und simpel schnelle Fahrten von A nach B anbieten.

Einheitspreis heißt: Jede Strecke kostet 25 Euro, unabhängig von Ziel, Strecke oder wann du buchst.

Das klingt zunächst teuer. Doch Pinkbus glaubt, dass sie dadurch erstens mehr Transparenz schaffen. Schließlich kannst du bei Flixbus immer nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen, für spezifische Strecken oder nur an bestimmten Tage die günstigen Deals erwischen.

Hinzu kommt, dass die 25 Euro sozusagen „all inklusive“ sind. Denn mit den 25 Euro sind folgende Dinge automatisch mit im Preis:

  • zwei Gepäckstücke und ein Handgepäck
  • die Online-Sitzplatzreservierung
  • eine kostenlose Umbuchung

Darüber werden treue Nutzer belohnt: Die zehnte Fahrt ist kostenlos.

Damit setzt Pinkbus darauf, dass Fahrgäste erstens von der manchmal etwas undurchsichtigen Preispolitik bei Flixbus genervt sind (zum Beispiel bei Stornierungen) und zweitens all diese Extras wollen.

Denn falls jemand nur ein Gepäckstück hat und keinen Sitzplatz reservieren möchte – dafür aber mit dem halben Preis bei Flixbus mitfahren kann, dann nimmt er den Verzicht auf die zusätzlichen Dienste sicherlich in Kauf.

Dafür lockt Pinkbus aber auch mit Komfort. Angeblich ist das WLAN an Bord stabil und die Sitze sollen mehr Beinfreiheit bieten als bei anderen Anbietern.

Pinkbus will umweltfreundlichster Fernbus in Deutschland sein

Doch darüber hinaus behaupten die Gründer auch, dass Pinkbus die umweltfreundlichste Fernbus-Flotte in Deutschland habe. Wer jetzt denkt, die Busse seien elektrisch, liegt leider falsch.

Auch Pinkbus operiert mit Verbrennungsmotoren. Allerdings handele es sich dabei durchweg um Motoren der Euro 6. Das mache die Fernbusse umweltfreundlicher als die Busse der Konkurrenz.

Das stimmt, aber man muss auch dazusagen, dass Flixbus als bislang einziges Unternehmen schon Elektro-Fernbusse operiert, wenn auch nur in einer ersten Testphase.

Die Busse von Pinkbus werden übrigens von Partnerunternehmen operiert. Diese sind aber gleichzeitig als Gesellschafter an der Pinkbus GmbH beteiligt. Das soll die Qualität der Busse verbessern.

Kölner Start-up ohne Kölner Haltestelle?

Ab sofort kannst du Fahrten von Pinkbus direkt über ihre Website buchen. Aktuell sind allerdings nur drei Städte im Streckennetz: Berlin, München und Düsseldorf.

Bald sollen immerhin noch Frankfurt, Hamburg und Stuttgart hinzukommen. Und Köln? Wieso bietet ein Kölner Start-up ausgerechnet in seiner Gründungsstadt seine Dienste nicht an?

Ganz einfach. Weil ein Gericht vor einiger Zeit Fernbusse aus der Kölner Innenstadt verbannt hat. Angeblich steht Pinkbus aber in Verhandlungen mit der Stadt Köln und ist „guter Hoffnung, dass auch der Firmenstandort Köln bald angefahren werden kann.“

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitätstrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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