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Red Bull Air Race: Verändern neue Technologien den Motorsport?

Red Bull Air Race Motorsport
Screenshot: Youtube / Red Bull Air Race
geschrieben von Marinela Potor

Über viele Jahre war die Formel 1 das Maß aller Dinge im Motorsport. Werden die Karten nun neu gemischt? Wettbewerbe wie die Formel E oder Drone-Racing-Ligen mischen die Szene auf. Auch das Red Bull Air Race versucht sich weiter zu profilieren.

Die Red Bull Air Race World Championship ist eine von Red Bull organisierte Serie von Luftrennen. Das Ziel: Die Piloten müssen einen mit aufblasbaren Air Gates gesteckten Kurs schnellstmöglich abzufliegen. Dabei müssen sie vorgeschriebene Manöver korrekt auszuführen. Die verwendeten einmotorigen Propellermaschinen leisten etwa 350 PS und erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 400 km/h. Der Sport erfordert von den Piloten eine hohe Konzentration, fliegerische Präzision sowie eine hohe körperliche Belastbarkeit.

Das Red Bull Air Race findet bereits seit 2003 statt. Mit Ausnahme einer dreijährigen Pause von 2011 bis 2013 wird es jährlich ausgetragen.

An der internationalen Rennserie nehmen mindestens acht Piloten pro Rennen teil. Die Piloten können in jedem Rennen Punkte für die Weltmeisterschaft holen. Der Pilot mit den meisten Punkten nach dem letzten Rennen wird der Red Bull Air Race Weltmeister. In der Rennsaison 2017 wurden acht Rennen durchgeführt. Die Stationen waren Abu Dhabi, San Diego, Chiba, Budapest, Kasan, Porto, Lausitz und Indianapolis. Es gewann der Japaner Yoshihide Muroya. Vorjahressieger war der Deutsche Matthias Dolderer.

Red Bull Air Race & Google Daydream

Vielen Menschen bleibt der Traum, in so einer Maschine mitzufliegen, verwehrt. Dank Red Bull und Google können Fans ein derartigen Flug immerhin nachempfinden. Eine neue Android-App ermöglicht es auch den Fans, virtuell im Cockpit Platz zu nehmen. Dazu wurden laut Google Watchblog über 40 Flüge aus dem Saison-Finale 2017 in Indianapolis ausgewertet. Zudem wurden die Original-Flüge der Piloten in die App übertragen.

Die Veranstalter haben offenbar das Potenzial von Virtual Reality erkannt. Laut einer PwC-Studie sind speziell drei Anwendungsbereiche relevant:

  1. Verbesserung des Fan-Erlebnisses
  2. Virtuelle Sponsoring-Möglichkeiten
  3. Trainings- und Performance-Optimierung

Überhaupt ist Gaming ein Teil der Welt von Red Bull, erklärt W&V. Mobile Gaming hat mit weltweit über 70 Millionen Downloads seit dem ersten Red-Bull-Spiel im Jahr 2009 einen sehr großen Stellenwert für das Unternehmen. Über 20 mobile Apps und Games sind auf verschiedenen Plattformen erhältlich.

Air Race profitiert vom globalen Red-Bull-Netz

Innerhalb der Red-Bull-Unternehmensfamilie gehört Red Bull Air Race zu den hochbewerteten Aktivitäten. In Zusammenarbeit mit dem internationalen Red-Bull-Netz ist das Ziel, den globalen Bekanntheitsgrad des spannenden Luftrennens weiter zu erhöhen.

Das gesamte Red Bull-Netz kann für die atemberaubende Flugveranstaltung aktiviert werden. Wir haben Partner und Vertreter in 160 Ländern weltweit. (Pavel Turek, Kaufmännischer Leuter ggü. Wirtschaftsforum)

Red Bull wolle „das Red Bull Air Race als nachhaltige, finanziell unabhängige Motorsportserie etablieren, die Spitzentechnologie anwendet, junge Zielgruppen anspricht und von der Öffentlichkeit und den Medien als authentische, glaubwürdige Sportart anerkannt wird.“ Turek erklärt weiter: „Wir stellen für große Verbrauchermarken eine der verlockendsten Gelegenheiten dar, sich zu beteiligen. Wir haben eine breite Medienpräsenz und unsere Sportart ist absolut einzigartig.“

Die Rennen ziehen im Schnitt mindestens 50.000 Zuschauer an. Das Rennen im japanischen Chiba verfolgen mittlerweile bis zu 100.000 Zuschauer live vor Ort.

Das Red Bull Air Race ist zudem eine spannende Plattform für Unternehmen. Viele bekannte Marken versuchen hier, ihre Bekanntheit durch Sponsorings zu erhöhen:

  • Breitling (offizieller Zeitnehmer der Rennenserie)
  • der Action-Kamera-Hersteller Garmin (Action-Kamera-Hersteller)
  • Hamilton (Uhrenhersteller)
  • DHL

Das Red Bull Air Race erweitert auch seine nationale und internationale TV-Präsenz und verfolgt eine gezielte Social-Media-Strategie mit verstärktem Fokus auf User Generated Content.

Was haltet ihr vom Red Bull Air Race? Ist der Wettbewerb nur ein netter Trend oder tatsächlich die Zukunft des Motorsports?

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin auf Weltreise und Chefredakteurin vom Mobility Mag. Seit 2013 hat sie keinen festen Wohnsitz mehr und schlägt sich als digitale Nomadin um den Globus.

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