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Wieder Grenzkontrollen? So könnte Reisen nach Corona aussehen

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Wie wird das Reisen nach Corona? Ein Whitepaper liefert erste Antworten. (Foto: Unsplash / Francesca Tirico)

Wenn Corona eine Sache nachhaltig verändern wird, dann ist es die Art und Weise, wie wir reisen werden. Doch was genau kannst du in Zukunft erwarten? Wie wird das Reisen nach Corona sein? Ein Whitepaper gibt erste Einsichten. 

Müssen wir beim Reisen künftig alle einen Gesundheitspass dabei haben? Wird es an allen Flughäfen Desinfektionskammern geben?

Eins ist klar: Reisen nach Corona wird wahrscheinlich anders, als wie wir es bislang gewohnt waren. Doch wie genau wird das sein? Ein aktuelles Whitepaper zeigt, was uns möglicherweise erwartet.


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Das Whitepaper How Will Travel Documentation Change Post-COVID-19? stammt vom Schweizer Visum-Start-up Viselio. Darin fasst CEO Niklas Zeller seine Prognosen zur Zukunft des Reisens zusammen. Das sind seine Thesen.

Grenzen öffnen wieder, aber langsam

Die gute Nachricht zuerst: Die Grenzen werden natürlich wieder geöffnet, allerdings wohl nur langsam. Insbesondere weite internationale Ziele sowie Reisen zu Covid-Hotspots werden erstmal sehr eingeschränkt sein. Und das, was wir als grenzloses Reisen durch Europa kennen, wird es vielleicht auch eine Weile nicht mehr so geben.

Reisen nach Corona dreht sich um Gesundheit

Denn während es bei Einreisebestimmungen bislang vor allem um Sorgen der illegalen Einwanderung oder Terrorismus ging, wird in der nächsten Zeit das Thema „Gesundheit“ eine neue zentrale Rolle spielen. Das bedeutet gleichzeitig…

Die Zeit des freien Reisens ist vorbei

Wenn wir bislang sehr frei und meist auch ohne Visum in andere Länder reisen konnten, wird sich das nach Corona ändern. Länder werden Grenzkontrollen verschärfen und vor allem Gesundheitschecks einführen.

Das kann entweder durch neue Quarantäne-Regelungen erfolgen, in Form eines Gesundheitspasses oder durch Antikörper-Tests. Langfristig wirst du wohl eine Covid-19-Immunität oder Impfung nachweisen müssen.

Es ist auch gut möglich, dass wir bald alle nur noch mit speziellen Reisekrankenversicherungen und Impfpässen verreisen dürfen und unsere Reisegeschichte sehr genau digital verfolgt wird. Stelle dich also schon mal darauf ein, dass die Preise für Auslandsreiseversicherungen steigen werden.

Fliegen wird teurer

Gleichzeitig wird nach Ansicht von Niklas Zeller auch das Fliegen teurer werden. Schließlich müssen Airlines nun erhöhte Sicherheits- und Hygienemaßnahmen erfüllen und möglicherweise die Flugzeuge mit weniger Passagieren besetzen. Das könnte die Preise für Flüge erhöhen.


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Reisen im eigenen Land boomt

Wenn Reisen nun aber teurer und komplizierter wird, schreckt das automatisch einen Teil der Urlauber ab. „Das tu ich mir nicht an“, wird hier sicher eine nachvollziehbare Reaktion sein. Statt internationalen Reisen wird daher erstmal der Tourismus im eigenen Land boomen, später langsam in benachbarte Regionen.

Reisen zu fernen Zielen mit aufwendigen Gesundheitsregulierungen werden sicher lange nicht hoch im Kurs stehen.

Ciao, Massentourismus

Auch die Art des Reisens wird sich ändern. Die meisten von uns werden beim Reisen nach Corona sicherlich auch kein Bedürfnis nach dicht bedrängten Orten haben – mal abgesehen davon, dass solche Formen des Tourismus wahrscheinlich auch erstmal gar nicht erlaubt sein werden.

Es ist schwer vorstellbar, dass in naher Zukunft Menschen dicht and dicht am Strand liegen werden oder Gruppenreisen in Bussen oder auf Kreuzfahrtschiffen unternehmen.

Einer profitiert…

Doch je komplizierter das Reisen nach Corona für Privatpersonen werden könnte, desto besser ist das natürlich für Unternehmen wie Viselio. Denn mit komplexen Regulierungen werden Visumsagenturen, die den ganzen Papierkram für Reisende übernehmen, künftig sicher viel beliebter werden.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitätstrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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