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Share & Charge: Die App fürs Ladesharing

Elektroauto laden
geschrieben von Marinela Potor

Ein Elektroauto fahren ist ja schön und gut. Doch wo soll man es laden, wenn man nicht gerade in einer Großstadt ist? Share & Charge, ein Start-up aus Essen, hat deshalb eine App fürs Ladesharing entwickelt.

Warum fahren eigentlich so wenige Deutsche Elektroautos? Dafür gibt es natürlich mehrere Gründe. Doch einer, der immer wieder genannt wird, ist die Reichweitenproblematik.

Damit ist nicht nur die Reichweite der Autos selbst gemeint. Viele Autofahrer haben auch Angst, in der Ladewüste Deutschlands irgendwo ohne Ladestation in der Nähe stecken zu bleiben.

Tatsächlich sieht die Lage aber besser aus als viele vermuten. In Deutschland gibt es rund 4.000 öffentliche und sogar knapp 60.000 private Ladestationen.

Doch während die öffentlichen Stationen schnell zu finden sind, liegen diese meist irgendwo in den Stadtzentren und selten in der Peripherie, wo man sie wohl eher gebrauchen könnte. Die privaten Ladestationen sind wiederum für Autofahrer schlecht bis gar nicht zu finden.

Wie könnte man also das Potenzial all dieser privaten Ladestationen für Elektroautos öffentlich nutzbar machen? Durch Ladesharing, lautet die Antwort von Share & Charge, einem Mobility-Start-up aus Essen.

Die Idee

Über eine Sharing-App möchte Share & Charge private Ladestationen öffentlich zugänglich machen. Diese finden sich zum Beispiel in Hotels, Restaurants oder auf Unternehmensparkplätzen.

Für Fahrer von Elektroautos gäbe es damit plötzlich eine solide Lade-Infrastruktur, die Zapfsäulen selbst wären besser ausgelastet und die Besitzer der Ladesäulen würden damit Geld verdienen.

Die Technologie

Die Besitzer der privaten Ladesäulen stellen ihre Stationen in die App ein und legen den Tarif fest. Autofahrer können diese auf einer Karte erkennen und ansteuern. Die Bezahlung läuft per App, die über Blockchain-Technologie läuft. Das macht das Laden sehr viel einfacher als bisher und sorgt zudem für ein sicheres System.

Leider musste Share & Care jedoch seine App in Deutschland 2017 einstellen. Seitdem hat das Start-up aber ein europaweites Netzwerk initiiert und die auf der anderen Seite des Ozeans, in Kalifornien, gelauncht.

Man kann nur hoffen, dass das Ladesharing irgendwann den Weg wieder zurück nach Deutschland findet.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin auf Weltreise und Chefredakteurin vom Mobility Mag. Seit 2013 hat sie keinen festen Wohnsitz mehr und schlägt sich als digitale Nomadin um den Globus.

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