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Telefonieren im In- und Ausland: „EU-Flat Plus“ der Telekom im Test

geschrieben von Ekki Kern

Im kommenden Sommer sollen die Roaming-Gebühren innerhalb der Europäischen Union abgeschafft werden. Neuigkeiten zum Thema will die EU-Kommission noch im Dezember bekanntgeben. Zwar hat sich der Preis fürs Surfen, SMS-Schreiben und Telefonieren im EU-Ausland in den vergangenen Jahren regelmäßig drastisch vergünstigt, doch fern von zuhause auf dem Smartphone mobile Daten zu nutzen oder ausführlicher zu telefonieren ist meist noch immer wesentlich teurer als im Inland, wo All-Net-Flatrates mittlerweile der Standard sind.

Telekom MagentaEins EU-Flat Plus

Die „MagentaEins EU-Flat Plus“ der Telekom

Dass im Ausland unterwegs sein und auch das Telefonieren von Deutschland aus in andere Länder nicht zwangsläufig mit einer hohen Rechnung einhergehen muss, will die Telekom beweisen. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen bereits seine „EU-Flat“ vorgestellt, mittlerweile gibt es die „EU-Flat Plus“.

Keine Roaminggebühren im Ausland

Mit ihr fallen in den derzeit 28 EU-Ländern, aber auch der Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island die Roaming-Gebühren faktisch weg – ebenso nun auch in den USA, Kanada und der Türkei. Das heißt, dass man als Kunde sowohl die im Mobilfunkvertrag verankerte Telefon-Flatrate ins Festnetz und die Mobilfunknetze als auch die SMS-Flatrate und die Daten-Flatrate in den genannten 32 Ländern zu Konditionen wie in Deutschland nutzen kann.

Ist man also zum Beispiel im Italien-Urlaub, sind alle eingehenden Anrufe sowie alle abgehenden Telefonate nach Deutschland, innerhalb des Reiselands und auch in andere europäische Länder inklusive. Egal ist dabei, ob man ein Handy oder ins Festnetz anruft.

Ohne Extrakosten von Deutschland ins Ausland

Besonders erfreulich für Kunden ist darüber hinaus, dass das Telefonieren von Deutschland aus in die genannten Länder ebenfalls mit in der Paketoption „EU-Flat Plus“ enthalten ist. Hierbei handelt es sich nicht um Roaming, da man sich mit Deutschland nicht im Ausland befindet, sondern in demjenigen Land, in dem man den Handyvertrag abgeschlossen hat.

Während die Kosten fürs Roaming auch bei anderen, günstigeren Anbietern als der Telekom immer geringerer werden oder mittlerweile teilweise sogar von einer Flatrate abgedeckt sind, ist das Telefonieren und SMS schreiben von der Heimat aus ins Ausland meist noch immer verhältnismäßig teuer.

Vom Handy oder vom heimischen Festnetz aus

Wer für die „EU-Flat Plus“ der Telekom freigeschaltet ist, kann im Übrigen auch vom Festnetzanschluss zuhause in die verschiedenen Länder ohne Extrakosten telefonieren. Sollte das schnelle Datenvolumen des Handyvertrags einmal verbraucht sein, könne man auch im Ausland weiteres hinzubuchen, heißt es. Schnelles Internet über den modernen Standard LTE sei dank weitreichender Roaming-Abkommen mit Partnern in vielen Ländern bereits verfügbar.

„Magenta Eins“: Teure Kombi kostet Geld

Einfach so buchen lässt sich die „EU-Flat Plus“ allerdings nicht. Vielmehr ist sie Kunden der Telekom-Option „Magenta Eins“ vorbehalten. Diese haben sowohl ihren Festnetz- als auch ihren Mobilfunkanschluss beim Unternehmen abgeschlossen und zahlen hierfür monatlich zwischen 54,90 Euro („Magenta Eins S“; in den ersten 12 Monaten 39,90 Euro) und 94,85 Euro („Magenta Eins L“, 69,95 Euro in den ersten 12 Monaten).

Wer sich für dieses „Handy und Festnetz/DSL aus einer Hand“-Angebot entscheidet, erhält vergünstigte Konditionen wie etwa auf dem Smartphone besonders schnelles LTE und extra Highspeed-Datenvolumen. Die „EU-Flat Plus“ kostet zusätzlich zum regulären „Magenta Eins“-Paketpreis zehn Euro pro Monat und bindet den Kunden für zwölf Monate.

Telekom bedeutet: 24 Monate Vertragsbindung

Bewusst sein sollte man sich außerdem darüber, dass man sich als „Magenta Eins“-Kunde 24 Monate an die Telekom bindet. Ob sich der Optionspreis von zehn Euro pro Monat rechnet, ist stark von der Nutzung des Smartphones im Ausland abhängig – und davon, wie häufig man von Deutschland (per Handy oder vom Festnetz aus) ins Ausland telefoniert.

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Über den Autor

Ekki Kern

Ekki Kern ist Chefredakteur von Mobility Mag. Ausbildung zum Medienredakteur an der Berliner Axel Springer Akademie und bei der "Welt". Gerne unterwegs in Bahn, Bus und Auto, mag sein Rennrad und interessiert sich beruflich wie privat auch für Film, Fernsehen und Radio.

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