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Tretty: Das erste Tretroller-Sharing der Welt startet in Münster

Amir Timo Marouf, Tretty, Tretroller
So sieht das erste Tretroller-Sharing der Welt aus. (Foto: Thomas Mohn Fotografie)

Schon bald könnt ihr in Deutschland eine Weltpremiere auf den Straßen erleben: Mit Tretty startet in Münster das erste Tretroller-Sharing der Welt. 

Achtung, Rad- und Rollerfans! Hier kommt Tretty, die neueste Version eines urbanen Kleinstfahrzeugs: das weltweit erste Tretroller-Sharing der Welt.

Tretty liegt irgendwo zwischen Tretroller und Fahrrad und will ab Sommer 2020 durchstarten.


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Kein Motor, kein Elektro, nur Muskelkraft

Der Tretroller ist aber kein E-Scooter! Er funktioniert allein durch Muskelkraft. Das war den beiden Gründern Maximilian Weldert und Amir Timo Marouf sehr wichtig. Sie sagen: „Es geht darum, dass wir komplett unabhängig sind von der Steckdose: kein Motor, kein Elektro – nur Körperkraft.“

Tretty, Tretroller

Funktioniert ohne „E“, nur mit Muskelkraft. (Foto: Thomas Mohn Fotografie)

Das erspart dem Start-up natürlich auch das mühselige Aufladen, mit dem E-Scooter-Verleiher zu kämpfen haben.

Der Antrieb funktioniert dann entsprechend wie beim klassischen Tretroller. Du stößt dich mit dem Fuß ab und lässt das Fahrzeug rollen. Nach sieben bis zehn Schritten empfiehlt es sich das Bein zu wechseln, damit du beide Körperhälften gleichmäßig belastest.

Wenn er ehrlich ist, war Mitgründer Amir, zunächst nicht sonderlich begeistert von dem Tret-Fahrzeug, das ihm sein Jugendfreund Max vorstellte. Als er es aber selbst ausprobierte und merkte, wie flott und sicher man damit fahren konnte, war auch er begeistert.

Laut Start-up kannst du mit Tretty im Schnitt zwölf bis 18 Kilometer pro Stunde fahren. Fitte Fahrer schaffen sogar angeblich 25 Kilometer pro Stunde.

Tatsächlich erinnert das Design mit den großen Rädern und dem Korb auch eher an ein Fahrrad und verleiht dem Tretroller einen durchaus stabilen Eindruck. Gerade wenn Tretty als Sharing-Fahrzeug belastbar sein muss, ist das kein schlechter Ausgangspunkt.

Tretty startet in Münster

Als Sharing-Konzept funktioniert Tretty ähnlich wie andere Sharing-Angebote auch – per App. Die dazugehörige App wird es sowohl für Android als auch iOS geben.

Damit musst du dich zunächst registrieren und deine Zahlungsmethode festlegen. Anschließend kannst du auf einer Karte über die Standort-Funktion die verfügbaren Tretroller in deiner Nähe finden und per App aufschließen. Das Zahlen und Abschließen funktioniert ebenfalls per App. Ein genauer Preis steht bislang aber noch nicht fest.

Du kannst natürlich die Tretty-Roller nicht überall abstellen. Parkverbote kannst du in der App als rote Markierungen erkennen. Grauzonen sind zum Fahren erlaubt, aber nicht zum Parken.

Für den Start peilt das Start-up noch diesen Sommer an, je nachdem wie sich die Corona-Situation entwickelt. Tretty soll es dabei vorerst mit 100 Fahrzeugen nur in Münster geben.

Das Konzept scheint schon jetzt gut anzukommen. Bei einer Crowdfunding-Kampagne konnte das Unternehmen 62.635 Euro einsammeln.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitätstrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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