ZUKUNFT

Udrone: Die Drohne, die du mit deinen Gedanken steuern kannst

Udrone Fahrradfahrer steuert Drohne beim Fahren mit Gehirn
Diese Drohne kannst du über dein Gehirn steuern. (Foto: EggSmart)
geschrieben von Marinela Potor

Udrone ist eine Drohne, die du allein mit der Kraft deiner Gedanken steuern kannst. Ist das nur eine sinnlose Spielerei oder steckt mehr hinter der Technologie?

474.000 Drohnen schwirren aktuell über Deutschland. Allein 445.000 davon sind Hobby-Drohnen für den privaten Gebrauch. Wer schon mal eine Drohne im Einsatz gesehen hat, weiß, dass man dazu irgendein Hilfsmittel braucht, sei es das Smartphone, ein Joystick oder ein Virtual-Reality-Set.

Doch wie wäre es, wenn du deine Drohne komplett ohne Hände steuern könntest – allein mit der Kraft deiner Gedanken? Genau so eine Drohne hat das Unternehmen EEGSmart aus Hong Kong jetzt herausgebracht, die Udrone.


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Fahrrad fahren und die Drohne wie mit Telepathie steuern

Udrone wird über ein Headset gesteuert und dieses wiederum über die App mit der Drohne synchronisiert. Hier kannst du dann den Modus „Mind Control“ einschalten – und schon steuert dein Gehirn die UDrone.

Das Headset funktioniert über drei Sensoren. Einer misst die elektrischen Impulse in deinem Gehirn, ein anderer die Impulse nach einer Muskelbewegung und ein dritter deine Augenbewegungen. Mit dieser Technologie übermittelt das Headset schließlich deine Gedanken (links, rechts, hoch, Sturzflug, Foto machen… ) an die Drohne.

Brain Computer Interface Technologie einfach erklärt

Endlich eine Drohne, die dich und dein Board fotografiert!

Damit kannst du zum Beispiel Fahrrad fahren, während deine Drohne vor dir herfliegt und Fotos macht – kontrolliert durch deine Gedanken.
Auch kannst du nun endlich ein Foto von dir mit deinem Skateboard in der Hand machen – über eine telepathische Drohne.

 

Udrone Frau mit Skateboard beim Posieren für ein Foto

Du willst ein Foto? Dann schließe kurz deine Augen! (Foto: Screenshot / EEGSmart)

Ganz so einfach wie auf den Werbebildern von EEG Smart ist es dann in der Praxis aber doch nicht. Loz Blane, der die UDrone für New Atlas getestet hat, brauchte zum Beispiel ein halbes Dutzend Anläufe, bis er die Drohne einigermaßen unter Kontrolle hatte.

Zum Losfliegen allein braucht es laut Blane schon eine Konzentration wie von Meister Yoda. Befehle wie „links“ und „rechts“ erfolgen über Kopfbewegungen. Einmal blinzeln bedeutet: „Mach ein Foto!“ All das will aber geübt sein.

Das klingt nach einer netten Spielerei, doch steckt auch noch mehr hinter der Technologie?

Elon Musk will Gehirn mit dem Internet verbinden

In der Tat kann die BCI-Technologie natürlich für viel mehr verwendet werden als zum Steuern von Drohnen. An der University of Florida in Gainesville arbeiten Wissenschaftler auch an der gedanklichen Steuerung von Prothesen. Ein weiteres Anwendungsbeispiel wäre die Steuerung von Rollstühlen über die Technologie.

Am bekanntesten ist aber wahrscheinlich die Idee von Elon Musk, das menschliche Gehirn mit dem Internet zu verbinden. Das würde nicht über ein Headset, sondern über ein Implantat funktionieren. Darüber könnte ein Gehirn direkten Zugriff zu allem Wissen im Internet haben und sogar mit anderen Menschen mit BCI-Implantaten kommunizieren.

Natürlich gibt es viele ethische Bedenken gegen ein solches Professor-X-Szenario. Zum Beispiel: Was passiert, wenn jemand Zugriff zu deinen Gedanken hat, ohne dass du das willst oder stoppen kannst? Dennoch testet Musk die Technologie angeblich bereits an Tieren.

Damit ist klar: die gedankengesteuerte Drohne ist erst der Anfang!

Wenn ihr damit schon jetzt experimentieren wollt: UDrone gibt es ab sofort auf Kickstarter. Der Early-Bird-Preis für die Drohe mit Headset liegt bei 279 US-Dollar.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitätstrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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