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Im Urlaub sparen: Aus diesen Gründen gibst du zu viel beim Reisen aus

Rucksack mit Utensilien für einen Urlaub
Urlaubskasse überspannt? Dann hast du vermutlich einen der folgenden Fehler begangen. (Foto: Pixabay / freephoto)

Du bist im Urlaub und stellst entsetzt fest, dass die Urlaubskasse schon leer ist? Dann hast du vermutlich einen der folgenden Fehler begangen. Wir zeigen dir, wie du im Urlaub sparen kannst – und warum das nicht gleichzeitig verzichten ist. 

Egal, ob du dir gerade einen Luxus-Wellness-Urlaub gönnst oder mit dem Rucksack und kleinem Budget reist: Fast jeder Reisende hat natürlich eine entsprechende Urlaubskasse, die er nicht überschreiten kann oder will.

Natürlich geht es nicht darum, geizig zu sein oder sich nichts mehr zu kaufen. Doch oftmals lässt sich mit ganz einfach Tricks im Urlaub so einiges sparen.

Wenn du also verhindern möchtest, dass deine Urlaubskasse vorzeitig aufgebraucht ist, solltest du versuchen, folgende Stolperfallen zu vermeiden.

Du hast dir kein Budget gesetzt

Wer im Urlaub sparen will, sollte vorher auch wissen, wie viel er überhaupt ausgeben möchte. Das kann natürlich jeder individuell entscheiden. Doch wer vorab weiß, wie viel er überhaupt in der Urlaubskasse hat, kann besser planen, entscheiden und sparen.

Du gibst zu viel fürs Essen aus

Essen und Getränke gehören sicherlich zu den größten Ausgaben im Urlaub. Im Urlaub sparen heißt aber nicht, dass du fasten musst. Achte vielmehr darauf, in welchen Restaurants du isst.

Halte dich am besten fern von allen Bars und Restaurants, die direkt an beliebten Sehenswürdigkeiten liegen. Denn hier zahlst du oftmals happig drauf, und das nicht für die Qualität, sondern allein für die Lage.

Spartipp: Wandere einfach zwei bis drei Straßen abseits von den großen Touristenplätzen. Hier zahlst du oft nur einen Bruchteil für ein leckeres Essen und Besitzer sind häufig auch freundlicher, weil sie es natürlich im Vergleich zu den Lokalen in bester Lage etwas schwieriger haben Laufkundschaft anzulocken.

Eine weitere Möglichkeit, beim Essen im Urlaub zu sparen: Wähle eine Unterkunft mit Küche. So kannst du an einigen Tagen mal ein Brötchen für unterwegs vorbereiten, anstatt auch mittags teuer im Restaurant zu essen oder einfach einige Mahlzeiten selbst kochen.

Damit sparst du nicht nur Geld, du hast auch noch die Chance Märkte und Supermärkte im Urlaubsland kennenzulernen, was zudem immer eine interessante Urlaubserfahrung ist.


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Bier und Wein trinkst du immer in der Bar

Und wenn du auch im Urlaub nicht auf ein Glas Wein oder Bier verzichten möchtest? Dann musst du das auch nicht immer in der teuren Bar direkt am Strand trinken. Auch hier hast du die Möglichkeit Läden vor Ort nach neuen Produkten zu durchstöbern und dein Bier einfach am Strand, im Park (sofern erlaubt) oder auf deiner Terrasse oder dem Balkon genießen.

Du unternimmst teure Stadtführungen

Wähle die Sehenswürdigkeiten, für die du Geld ausgibst, sorgsam aus. Wenn es schon immer dein Traum war, den Eiffelturm zu besteigen, solltest du das auch tun. Hast du dagegen Höhenangst, kannst du das Geld dafür wahrscheinlich schlauer ausgeben.

Eine ganz einfache Möglichkeit, um Geld im Urlaub zu sparen, sind kostenlose Stadtführungen. Du findest sie in fast jeder größeren Stadt der Welt. Dabei zahlst du am Ende nur das, was die Führung deiner Meinung nach wert war. Das ist oft fairer (und je nach deinem Budget, günstiger) als die bezahlten Führungen.

Und: Diese Führungen sind oft ein ausgezeichneter Informationsfundus.

Die Stadtführer kennen und lieben ihre Stadt und werden dir tausend Tipps für günstige Unternehmungen, tolle bezahlbare Restaurants und lohnenswerte Sehenswürdigkeiten abseits der Masse geben. Nutze diese Stadtführungen also nicht nur, um Geld für die Führung zu sparen, sondern auch, um dir lokale Tipps zu holen – mit denen du tatsächlich meist Geld im Urlaub sparen kannst.

Du zahlst zu viel für deinen Transport

Es gibt immer mehr als eine Möglichkeit, um von A nach B zu kommen. Logischerweise gibst du mehr Geld aus, je öfter du den Ort wechselst. Je länger du also an einem Ort bleibst, desto mehr Transportkosten sparst du.

Doch auch bei Tagesausflügen lohnt es sich zu planen. Kannst du mehrere Ziele geschickt in einer Route kombinieren? Dann musst du möglicherweise nur an einem Tag ein Auto mieten.

Es muss auch übrigens nicht immer das eigene Auto sein. Manchmal kann ein Fahrrad eine bessere Alternative sein.

Vielerorts kommst du außerdem sehr gut mit den günstigeren öffentlichen Verkehrsmitteln aus. Und falls es doch mal spontan irgendwohin gehen soll, gibt es fast immer Taxis oder Ridehailing-Angebote wie Uber oder Cabify.

Wirst du dagegen sehr oft den Ort wechseln, kann sich ein Mietwagen schon wieder lohnen. Auch hier gibt es aber oftmals günstigere Alternativen, wie etwa das private Mietwagen-Sharing von Turo.


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Bei Städtetrips kann es sich zudem lohnen, nicht die teuren Touristentransportkarten zu kaufen, sondern vielmehr ganz normale Fahrkarten, wie etwa eine Wochen- oder Tageskarte. Die Tourismuskarten wiederum lohnen sich dann, wenn du wirklich viele der darin enthaltenen Sehenswürdigkeiten sehen möchtest.

Und noch ein Spartipp: Erkundige dich immer vorab, wie du vom Flughafen zum Hotel und zurück kommst. Gibt es etwa eine bequeme U-Bahn? Oder einen Shuttle-Bus? Frage ruhig auch bei deinem Hotel nach. Oftmals ist ein Transfer zum und vom Flughafen inklusive.

Wenn ein Taxi deine einzige Alternative ist: Erkundige dich vorab bei deiner Unterkunft, wie teuer die Tarife sind. Nicht jeder Taxifahrer will dich natürlich hereinlegen. Aber Taxifahrer, die auf unwissende Touristen am Flughafen warten und dir zu viel Geld abknöpfen, sind eine weltweite Kosten-Stolperfalle.

Du hast den Strandliegestuhl gemietet

Wenn du in einem Strandhotel wohnst, sind die Strandliegen meist inklusive. Auswärtige Gäste können diese wiederum mieten, zahlen dafür aber auch extra, und manchmal ist das nicht wenig.

Wenn du am Strand auch schattige Plätzchen findest, kannst du dir die Ausgaben einfach sparen, indem du einfach deine eigene Stranddecke mitnimmst. Oder: Suche dir ein Restaurant oder eine Bar am Strand. Diese bieten nämlich mit dem Konsum oftmals die Stühle und Sonnenschirme gratis.

Du kaufst Mitbringsel in Souvenir-Läden

Wenn du dir oder deinen Liebsten etwas aus dem Urlaub mitbringen willst, sind die klassischen Souvenir-Shops nicht immer der ideale Ort. Erstens findest du hier natürlich selten etwas Besonderes. Zweitens zahlst du hier für oftmals nicht besonders hochwertige Produkte einen Luxuspreis. Die Besitzer wissen schließlich: Souvenirs sind beliebt.

Doch das kann so manche Urlaubskasse sprengen. Wenn du auf Mitbringsel nicht verzichten kannst oder willst, lohnt sich daher etwas Recherche.

Gibt es beispielsweise typische Produkte aus dem Land, die du wesentlich preiswerter an anderer Stelle (Supermarkt, Markt, kleine Läden etc.) besorgen kannst? Je nachdem, wo du bist, kannst du bei den Preisen auch handeln. So mag dir ein Händler einen guten Rabatt geben, wenn du fünf Tücher statt einem kaufst. Damit sparst du gleichzeitig Geld und hast auch noch alle Souvenirkäufe in Einem erledigt.

Es gibt übrigens auch Menschen, die sich mehr über eine Postkarte freuen als über ein Mitbringsel. Überlege also, wem du wirklich mit dem Souvenir eine Freude machst.

Gibt es jedoch ein bestimmtes Produkt, das dir als Souvenir vorschwebt, lohnt sich der Vergleich. Kaufe das Olivenöl oder die Schüssel nicht gleich im ersten Laden, sondern vergleiche Preise an verschiedenen Orten.

Daher ist auch ein guter Spartipp: Es lohnt sich, die Souvenirkäufe schon am Anfang des Urlaubs anzugehen. So hast du mehr Zeit zum Vergleichen, aber auch am Urlaubsende weniger Druck. Auch das kann nämlich dazu führen, dass du dann in letzter Minute mehr als du willst für ein Souvenir ausgibst.

Du gönnst dir zu viel

Wir haben oft im Urlaub die Einstellung: „Jetzt darf ich das.“ Natürlich ist der Urlaub eine Zeit zum Abschalten und Entspannen. Doch das muss nicht immer Konsum bedeuten. Brauchst du wirklich den 20. Sonnenhut in deiner Kollektion? Macht es dich wirklich glücklich, diesen Teppich zu kaufen?

Warte einen Tag ab, bevor du etwas kaufst. Meist merkt man dann, dass man das Produkt nicht wirklich braucht. Willst du es dann immer noch dringend haben, lohnt sich der Kauf.

Auch muss es auch im Urlaub nicht bei allem und jedem immer purer Luxus sein. Überlege, welche Dinge dir am wichtigsten sind und setze dort an. Vielleicht ist es für dich nicht so wichtig, erster Klasse zu fliegen, dafür möchtest du aber in einem schönen Hotel übernachten. Dann setze Prioritäten und spare auf diese Art.

Manchmal kann es auch ein Kompromiss sein.

Fahre zum Beispiel tagsüber mit Bus und Bahn und gönne dir dafür nachts nach dem Club das sichere Taxi ins Hotel. Oder: Buche ein Zimmer in einem gemütlichen Bed & Breakfast statt im Fünf-Sterne-Hotel. Das ist meist persönlicher und definitiv günstiger und wenn du mal doch Luxus-Luft schnuppern möchtest, gönnst du dir einen Abend einen Drink im Hotel.

Im Urlaub sparen ist nicht verzichten

Das klingt erstmal nach Verzichten. Doch du wirst schnell merken, dass du viele Dinge gar nicht brauchst oder willst und hast dann so die Möglichkeit, deinen Urlaub wirklich zu genießen, anstatt von einem Konsumerlebnis zum nächsten zu rennen. Das wird zunächst dein Urlaubserlebnis stressfreier, entspannter und entschleunigter machen.

Dabei wirst du auch merken: Viele Urlaubsfreuden – vom Sonnenuntergang am Strand über die nette Unterhaltung mit einem Local bis hin zur Wanderung in frischer Bergluft – sind gratis.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitätstrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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