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Verkehrswende: Diese nachhaltigen Start-ups wollen die Welt verändern

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Viele Start-ups wollen Mobilität nachhaltiger gestalten. (Foto: Unsplash / Markus Spiske)

Beim Movin’On Summit 2020 von Michelin wurden fünf Start-ups ausgezeichnet, die sich besonders für die Verkehrswende und nachhaltige Mobilität einsetzen. Wir stellen dir die Gewinner vor. Auch ein deutsches Unternehmen ist darunter.

Wenn wir die globale Erwärmung stoppen, nachhaltig leben und unseren Planeten für künftige Generationen lebenswert gestalten möchten, dann kommen wir nicht darum herum, uns über nachhaltige Mobilität Gedanken zu machen.

Schließlich macht der Straßenverkehr fast ein Fünftel aller CO2-Emissionen in Deutschland aus. Wenn wir wirklich eine Verkehrswende wollen, brauchen wir bessere Mobilitätskonzepte – und genau darum veranstaltet Reifenhersteller Michelin seit 2017 den Movin’On Summit.


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Welche Start-ups packen Verkehrswende an?

Dabei dreht sich alles um nachhaltige Mobilität. In diesem Jahr fand der Summit Corona-bedingt online statt. Dennoch schalteten sich mehr als 3.500 Zuschauer über YouTube hinzu.

Wie in jedem Jahr wurde auch dieses Mal eine Start-up-Challenge ausgerufen. Dabei werden Start-ups ausgezeichnet, die sich den fünf großen Herausforderungen der nachhaltigen Mobilität stellen und besonders gute Lösungen entwickelt:

  1. Multimodalität
  2. Sicherheit und Barrierefreiheit
  3. Effizienz
  4. Emissionen und globale Erwärmung
  5. Ressourcenschonung

Insgesamt 326 Start-ups aus 61 Ländern haben mitgemacht. Eine Jury aus 22 Mitgliedern und die Öffentlichkeit haben daraus fünf Gewinner gewählt. Wir stellen dir die Sieger genauer vor. Ein deutsches Unternehmen ist auch dabei.

Barrierefreie Mobilität: N-Vibe aus Paris

Das franzöische Start-up N-Vibe hat vibrierende GPS-Armbänder entwickelt, die Menschen mit Sehbehinderungen beim Navigieren helfen sollen. Das Armband ist an das Smartphone gekoppelt und funktioniert über eine App. Im Handy gibt man seine Zieladresse ein und schon lotst das Armband dich über Vibrationen nach links und rechts zu deinem Zielort.

Emissionsarmer Transport: GBatteries aus Ottawa

GBatteries hat eine klare Mission: Das kanadische Start-up will die Verkehrswende durch mehr Elektromobilität vorantreiben. Doch nach Ansicht von GBatteries hat die E-Mobilität ein großes Problem: die langen Ladezeiten der Akkus. Deshalb hat das Jungunternehmen eine Technologie entwickelt, mit der Akkus sich ultraschnell aufladen.

Effizienz: Everty aus Sydney

Auch Everty aus Sydney widmet sich der Elektromobilität. Der Fokus liegt dabei auf den Ladestationen. Das Start-up hat verschiedene Modelle im Angebot, die Unternehmen, Wohnkomplexen aber auch im Einzelhandel oder um Verwaltungsgebäude herum innovative Lademöglichkeiten ermöglichen sollen.

Multimodalität: Ono aus Berlin

In der Kategorie Multimodalität konnte sich das deutsche Start-up Ono gegen andere Bewerber durchsetzen. Ono Motion ist ein Berliner Start-up (ehemals: Tretbox), das ein überdachtes E-Lastenrad entwickelt hat.

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Ono konnte sich mit seinem E-Lastenrad durchsetzen. (Foto: Ono Motion)

Damit können beispielsweise Pakete, aber auch Möbel oder Nahrungsmittel klimafreundlich und autofrei transportiert werden – und somit auch beim Lieferverkehr eine Verkehrswende unterstützt werden. Langfristig soll es das Ono-Bike im Sharing-Modell sowie als autonomes Fahrzeug geben.

Addionics aus London und Tel Aviv

Der fünfte Gewinner im Bunde ist Addionics, eine Start-up-Kooperation aus Unternehmern aus Israel und England. Addionics hat mit einer 3D-Methode neuartige Akkus entwickelt, die den Preis, die Leistung, Lebensdauer, Sicherheit und die Ladezeit von Batterien verbessern.

Ehrenhafte Erwähnungen

Es waren übrigens noch drei weitere Start-ups aus Deutschland in der engeren Auswahl.

Dazu gehört Munevo Drive aus Nürnberg. Das Unternehmen hat Smartglasses entwickelt, mit denen Menschen in Rollstühlen ihre Rollstühle allein über Kopfbewegungen steuern können.

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Ein Kopfnicken reicht und die Smartglass-App von Munevo sorgt dafür, dass der Rollstuhl losfährt. (Foto: Screenshot / Facebook)

Auch E-Hoverboard-Entwickler Urmo war nominiert, genauso wie Manyfolds aus München. Manyfolds hat ein einzigartiges Karton-Falt-System entwickelt, das weniger Material benötigt und damit besonders ressourcenschonend ist.

Urmo Hoverboard klappbar

Das klappbare E-Hoverboard von Urmo. (Foto: Urmo)

Es ist schön zu sehen, dass es so viele innovative deutsche Mobilitätsunternehmen gibt. Das lässt zumindest für die Verkehrswende in Deutschland weiter hoffen…

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitätstrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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